Wie wird Wechselstrom gespeist

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Hallo,

mal ganz einfach. Die erzeugte Strommenge und die "verbrauchte" Strommenge ist gleich.

Im Netz wechselt regelmäßig die Richtung.

Der Draht in der Glühlampe wird sehr heiss. In der kurzen Zeit kühlt die Wendel nicht ab und daher glüht sie weiter.

Zum anderen sieht unser Auge die schnellen Wechsel nicht.

Deine Frage ist nicht nachvollziehbar. Die Leuchtmittel funktionieren eben wie in Wiki beschrieben. Dabei kommt es auf den Stromfluss an und nicht auf die Flussrichtung. Die herkömmliche Glühlampe, die gerade außer Mode kommt, funktioniert so, dass der elektrische Strom durch einen dünnen Glühfaden fließt, der dabei so erhitzt wird, dass er hell glüht. Ob der Strom dabei die Fließrichtung wechselt oder nicht, spielt dabei überhaupt keine Rolle. Auch bei anderen, moderneren Leuchtmitteln (siehe Wiki unter "Energiesparlampen", Kompaktleuchtstofflampen, LED u.s.w.) stört der Stromrichtungswechsel in keiner Weise.

Für die Glühlampe hast ja schon Antwort, für den Rest nicht. Also quer durchs Land gehen Hochspannungsleitungen. Der Grund ist dass bei hohen Strömen die Verluste durch Erwärmung der Leitung sehr hoch sind und für die Leistung das Produkt von Strom und Spannung istb . Also hohe Spannung bedeutet weniger Strom bei gleicher Leistung., Dies hohen Spannungen hält aber kein Generator und kein kein Kühlschrank aus. Also wird vom Generator Drehstrom erzeugt, in etwas niedrigerer Spannung als in den langen Leitungen. Der Generator wird genau geregelt in der Umdrehungsgeschwindigkeit so dass er auch exakt 50 Hz erzeugt. Dann wird die Spannung auch halbwegs genau geregelt und transformiert auf einige zigtausend Volt (ca 10kV-1000kV). Dann wird die Leistung durch lange Leitungen zu Umspannwerken transportiert und dort wieder auf einen niedrigeren Wert heruntertransformiert. Dann wird durch viele, meist Erdleitungen, zu bewohnten Gebieten eine noch zu hohe Spannung geliefert. Dann erst wird auf 400V Drehstrom bzw 240V Wechselstrom herunter transformiert und dann in die einzelnen Häuser eingespeist. Das alles isst Wechselstrom da an Gleichstrom nur mit hohem Aufwand umsetzten kann, ein Trafo funktioniert nur bei Wechselstrom. Übrigens: 50hz und 240 Volt gilt für uns. die Bundesbahn hat zB 16 2/3 hz, Amerika 60hz und nur 110V. Eigentlich wäre für die Freileitungen eine HGÜ (HochspannungsGleichstromÜbertragung) besser, denn bei Gleichstrom gibt es weniger Verluste durch Induktion und den Koronaeffekt. Bei Wechselstrom fließt der Strom nicht gleichmäßig durch den Draht sondern drängt in die Außenschicht, in der Mitte ist fast nix. Daher muss man dickere Leitungen nehmen bzw 4 Leitungen die einen gewissen Abstand voneinander haben und so ein Rohr simulieren.

Die wichtigsten Klarheiten beseitigt? ;-)

deshalb wird in umspannwerken oft ein rohr verwendet für leitungen vom leistungsschalter zum trafo und den trennern.es ist nur auf freileitungen wegen der mechanischen festigkeit nicht möglich längere strecken damit zu bauen

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die bündelleiter sind um die koronaverluste durch senkung der felddichte zu verringern, bei einer frequenz von 50 hz ist der skin-effekt noch nicht sehr ausgeprägt, daher können problemlos massivleiter verwendet werden. in kraftwerksanlagen werden rohre eingesetzt um die leitungen von innen mittels öl oder luft zu kühlen

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@raster280

uups, war in der Früh noch nicht konzentriert. Ja, das nach außen drängen ist der Skin Effekt. Bei 50 Hz nicht sehr intensiv aber vorhanden. Daher reicht es wenn zwei oder vier Leitungen in parallel gespannt sind um ihn zu rezurien. Der Korona Effekt ist natürlich der Verlust über die feuchte Luft, man kann auch an manchen Tagen das Knistern der Leitungen hören und in der Nacht Entladungen beobachten. Ist doch schon gut 40 Jahre her dass ich das lernen musste aber ich glaube es knistert heute auch noch. Aber für den Fragesteller reicht es eh schon hoffentlich. :-)

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