Wie wird Walnussöl hergestellt?

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Die Herstellung von Walnussöl ist nicht ganz trivial. Vor der Pressung werden die Nusskerne nach einer zwei bis dreimonatigen Lagerzeit zunächst gemahlen. Danach wird die Masse vorsichtig geröstet. Dieser Trick ist notwendig, um dem Öl sein typisches Aroma zu verleihen. Die Dauer der Röstung ist präzise festgelegt, da ein zu langes oder zu kurzes Rösten den Geschmack negativ beeinflusst. Um einen Liter Öl zu gewinnen, sind ca. 2 bis 3 kg Nüsse erforderlich. Dabei werden in erster Linie Walnüsse aus Südeuropa, Nordafrika und Asien verwendet. Exemplare aus deutschen Landen sind in der Regel zu klein und zu unergiebig. Zudem enthalten sie meist zu viel Gerbsäure. Sehr gutes Walnussöl kommt aus Frankreich, dem Haupterzeugerland für diese Spezialität.

je nach Qualität wird das Öl Kalt oder Warmgepresst. Günstiges Öl wird raffinieriert ( Chemisch hergestellt und nicht gepresst)

Beispiel: Herstellung von Walnussöl im Pressverfahren Die Walnüsse müssen ausgemacht in der Mühle angeliefert werden. Dies geht nur in Handarbeit, da der so genannte Sattel zwischen den beiden Nusshälften Blausäure enthält und somit vollständig entfernt werden muss Im ersten Arbeitsschritt werden die Nüsse im Kollergang zerquetscht. Anschließend wird der so entstandene Brei in einem Ofen auf 38 Grad Celsius erwärmt und dabei ständig gerührt, damit er nicht anbrennt. Der erwärmte Brei wird anschließend in ein Tuch aus Kokosmatten eingeschlagen und ausgepresst.

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