Wie wird sich der Volksentscheid über die Enteignung der Deutschen Wohnen im Land Berlin auf den Wirtschaftsstandort Deutschland auswirken?


13.09.2021, 09:55

Ich frage nach dem Wirtschaftsstandort Deutschland. Wie werden sich ausländische Investoren verhalten, wenn Enteignungen gewünscht werden?

4 Antworten

Gar nicht. Irgendein Firmenname würde durch einen anderen ersetzt.

Am Verhältnis Angebot-Nachfrage würde sich nichts ändern.

Bei Genossenschaften wird der Preis nicht auf dem Markt gebildet.

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Die wenigen Wohnungen werden gerechter verteilt, weil nicht nur die Reichen eine Chance bekommen.

Mehr Wohnungen werden es dadurch natürlich nicht.

Nein, sie werden unfairer verteilt. Nämlich nicht nach Zahlungsbereitschaft, sondern willkürlich.

Jeder möchte eine günstige Wohnung bewohnen, das werden aber nur die wenigsten können.

Auch steigen die Mietpreise, wenn man Wohnungen dem freien Markt entzieht.

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@Marc, UserMod Light

Was könnte fairer sein als eine Verlosung?

Die Mietpreise steigen natürlich nicht. Ganz im Gegenteil: der Mietspiegel sinkt!

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@atm77

So habe ich das noch nie gesehen. Wenn man die willkürliche Allokation als fairer bezeichnen möchte, kann man das so sehen.

Die Mietpreise steigen natürlich nicht. Ganz im Gegenteil: der Mietspiegel sinkt!

Da liegst du falsch. Entzieht man Wohungen dem freien Markt, steigen die Preise bei den verbleibenden Wohnungen. Damit hat man zwar künstlich auch ein paar günstige Wohnungen geschaffen, in denen werden nur offensichtlich nicht alle Geringverdienende unterkommen.

Wohlhabende interessiert diese Entscheidung herzlich wenig. Sie können sich weiter das Wohnen in der Stadt leisten. Benachteiligt werden ganz normaler, nicht wohlhabende Mieter, die keine der subventionierten Wohnungen abbekommen.

Die einzigen Gewinner der aktuellen Situation sind Vonovia-Aktionäre. Sie erhalten einen ausgezeichnen Preis für die Wohnungen, ein Geldsegen. Die Vonovia-Aktie ist heute mit +4 % in den Tag gestartet. Klarer kann der Markt nicht signalisieren, wer hier der Dumme ist, nämlich die Stadt und der Steuerzahler.

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@atm77

Ja, gegen eine vernünftige Mietpreisbremse spricht ja auch nichts.

Am Ende ist es doch aber so: Preise bestimmen sich durch Nachfrage und Angebot. Die Nachfrage wird man nicht senken können, also muss das Angebot hoch. Das macht weder Mietpreisbremse, noch Mietendeckel, noch Enteignungen.

Mietendeckel und auch Enteignungen sind Schreckgespenster, die Investoren abschrecken. Das ist der Sitatuation nicht förderlich.

Es muss gebaut werden. Darüber besteht wohl kein Diskurs.

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Dann meldet diese Firma ein Bedarf von mehrere 100 Milliarden an und bekommen die auch

Völliger Unsinn. Keine Firma bekommt Geld in dieser Dimension.

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@Schulzefa

Du meinst Lufthansa. Ich gebe dir ein Stück weit Recht. Diese Subvention ist wilkürlich. Allerdings sind das dann meist auch nur Bürgschaften. Geld fließt da meist nicht und wenn nicht in dieser Dimension.

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Sie werden bemerken, dass das ganz schön teuer werden kann. Statt bereits vermietete Wohnungen zu kaufen, denn Enteignung geht nicht ohne Entschädigung, hätte man ganz neue bauen können und da hätte man doch tatsächlich mehr Wohnraum gehabt.

Die haben ja selbst hochgerechnet, dass dafür mindestens 30 Mrd fällig werden. Ich denke, dass aber 45 Mrd für eine Entschädigung viel realistischer sind.

Nur mal so als Gedankenspiel: Die Deutsche Wohnen AG hat an der Börse eine Marktkapitalisierung von etwa 18 Mrd. Warum erwerben diese linken Ideologen nicht einfach mehr als 50% der Stimmanteile?

Besser wäre natürlich, die würden mit dem Geld lieber neue Wohnungen bauen.

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@Bluemie

Ja sicher, aber die denken sie können die Menschen "linken". Enteignung hört sich gut an, aber dass es nicht so wie in der DDR läuft, wo Menschen ersatzlos enteignet wurden, haben die nicht auf dem Schirm. Wir sind immer noch eine Demokratie, ob es denen gefällt oder nicht. Oft bekommt der Enteignete wenn das dringend benötigt wird, z.B. um eine Straße zu bauen, das Doppelte des eigentlichen Wertes, eben weil dringend zu anderen Zwecken gebraucht. Hat aber mit den Wohnungen rein gar nichts zu tun.

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