Wie wird mit einer Abhängigkeit von Benzodiazepinen bei einer Zwangseinweisung in eine Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie umgegangen?

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1 Antwort

Hey 0xDEADDA7A

Frage: 

Da keine Therapie mir bis jetzt half, griff ich zu Benzodiazepinen, mit welchen ich auch meinen Alltag ohne die erdrückenden Angstsymptome meistern kann. Ich nehme seit etwa sechs Monaten täglich über den Tag verteilt 4-6 mg Alprazolam, was natürlich inzwischen zur psychischen und körperichen Abhängigkeit geführt hat.


Nun bin ich gespannt, wie damit in der Klinik umgegangen wird. Wird die Dosis langsam heruntergesetzt, oder wird weiter mit Benzos behandelt werden? Weder meine Mutter, noch sonst irgendwer weiß von der Sucht.

Du bist minderjährig. 

Benzos sind alle verschreibungspflichtig und die Einnahme wird grundsätzlich ärztlich kontrolliert und dokumentiert-eben wegen dem Suchtpotential. In dem Fall kannst du davon ausgehen das deine Eltern informiert wären.  

Wer verordnet dir das Medikament in der Menge! über den langen Zeitraum?!

ich befürchte eine erneute Zwangseinweisung, die durch meine Mutter angefordert werden

Deine Mutter kann dich nicht zwangseinweisen lassen,hierfür ist ein richterlicher Beschluss nötig. Deine Geschichte hat einige Stolpersteine. 

Beim Benzo-Entzug wird die Dosis Schritt für Schritt runtergesetzt-das passiert unter ärztlicher Anweisung/Aufsicht. 

0xDEADDA7A 25.05.2017, 15:47

Es gibt ja nicht nur den offiziellen Weg an verschreibungspflichtige Medikamente zu kommen. Stichwort Schwarzmarkt, aber da will ich nun nicht weiter drauf eingehen, wie ich es bekomme.

Natürlich kann mich meine Mutter nicht zwangseinweisen, aber bis jetzt lief es jedes Mal so, dass meine Mutter beim Richter eine Zwangseinweisung angefragt hat, worauf dann Gespräche folgten (oder auch nicht, weil ich die Tür nicht öffnete). Aber so kamen jedenfalls schon zwei Zwangseinweisungen zustande.

Aber danke für die Antwort, dass die Dosis langsam reduziert wird. Ich hoffe nur, dass der leitene Arzt in der Klinik sich mit der Thematik gut auskennt, und dies langsam geschieht. Und wenn die dann abgesetzt sind, beginnt die Therapie erst, oder wird erwartet, dass ich da unter Entzugserscheinungen offene Gespräche zu meinen Problemen führen kann? Eine Dosisreduzierung kann ja Monate dauern. Habe ich also einen monatelangen Aufenhalt vor mir?

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LouPing 25.05.2017, 15:57
@0xDEADDA7A

Hey 0xDEADDA7A

Es gibt ja nicht nur den offiziellen Weg an verschreibungspflichtige Medikamente zu kommen. Stichwort Schwarzmarkt, aber da will ich nun nicht weiter drauf eingehen, wie ich es bekomme.

Ach komm-was ein Unsinn. Woher hast du das viele Geld? Wie erklärst du Eltern und Schule die Nebenwirkungen-dir sind bei 4 mg sehr offensichtlich! 

Erkundige dich bitte was es für Voraussetzungen braucht um an eine Zwangseinweisung zu kommen. Du hattest schon 2und tummelst dich trotzdem weiter fluffig auf dem "Schwarzmarkt"? 

4-7mg Benzos machen die körperlich/psychisch auffällig. Das kannst du nicht lange verbergen. 

Dein Text ist klar strukturiert spiegelt Konzentration und Eloquenz wieder. Auch deine Reaktionszeit (Antwort) ist angemessen-mit mind. 4mg im Blut bekommst du das so nicht hin. 

Klassische Symptome hoher Dosen sind massive Konzentrationschwäche,Verwirrtheit mit Wortfindungsstörungen und Aggressivität. 

Sage nicht du hast auch schon einen Führerschein. 

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0xDEADDA7A 25.05.2017, 16:28
@LouPing

Fazit: Du glaubst mir nicht.

Schön und gut, aber das nehme ich so nicht hin. Im Darknet bekommt man 100 mg Alprazolam für etwa 20 Euro. Angefangen habe ich mit 1 mg vor sozialen Aktivitäten. Da merkt man es niemanden an. Schon mal etwas von Toleranz gehört? 4-6 mg ist eine angemessene Dosis, wenn man bereits seit einem halben Jahr täglich konsumiert, aber ich werde hier nun nicht weiter disskutieren, sondern wohl einfach abwarten. Außerdem sind die 4-6 mg über den Tag verteilt. Schade, dass man auf gutefrage.net nur sehr selten professionelle Antworten erhält.

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LouPing 25.05.2017, 16:53
@0xDEADDA7A

Hey 0xDEADDA7A

Du musst hier damit damit rechenen Leute zu treffen die wirkliche/persönliche Erfahrungen gemacht haben. 

Zum Thema Zwangseinweisung spare ich mir weitere Kommentare.  

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realistir 25.05.2017, 15:50

Schön und gut, was du so einfach pro ärztlichem tun diagnostizierst.
Nur wie sieht die Realität aus, schau mal hier:

Abhängigkeit von Benzodiazepinen

Die Zahl der Benzodiazepin-Abhängigen in Deutschland wird mit 128 000 bis 1,6 Millionen beziffert.

Ärzteblatt 2015

Die Therapie mit Benzodiazepinen kann bereits innerhalb weniger
Wochen zu einer Abhängigkeit des Patienten führen. Die Indikation sollte daher immer streng gestellt werden, was leider nicht der Praxis
entspricht.

Besonders Benzodiazepine werden oft und gern bei unspezifischen,
schwer fassbaren allgemeinen Beschwerden verordnet (z.B.
psychosomatische Stresssymptome). Dies führt zwar zu einer kurzzeitigen Beschwerdebesserung und mildert den zumeist hohen subjektiven Leidensdruck der Patienten, die Ursachen der Symptome wird hingegen nicht behoben.

CAVE

: Verordnen Sie Benzodiazepine

äußerst kritisch! Klären Sie Ihren Patienten über das

Abhängigkeitspotential, die Wirkungen und Nebenwirkungen und die

schnelle Toleranzentwicklung auf!

(kopiert von hier: https://www.lecturio.de/magazin/benzodiazepine/ )

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