Wie wird meine Katze wieder wie früher?

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2 Antworten

Der Gedanke, Eurer Katze einen Kumpel beizugesellen, ist sicherlich lobenswert. Allerdings bedeutet Zusammenführung immer auch Stress für alle Beteiligten, und es erfordert sehr viel Zeit und Geduld, die Katzen aneinander - und dabei den Kleinen an seinen neuen Lebensraum - zu gewöhnen. Eine erfolgreiche Zusammenführung kann durchaus ein halbes Jahr oder länger dauern!

Der Gedanke, die Katze einem Tierarzt vorzustellen, um zunächst
körperliche Beschwerden ausschließen zu können, ist sicherlich vernünftig. Allerdings scheinen mir die Probleme Eurer Katze eher stressbedingt zu sein, wobei es darauf ankommt, dass dieser Stress nicht zu einer Dauerbelastung wird, die letztlich auch zu körperlichen Erkrankungen führen könnte.

Dem geschilderten Verhalten nach zu urteilen, ist die Katze durch den plötzlichen "Eindringling" in ihrem Revier stark verunsichert und auch verängstigt, was sich in den von Dir geschilderten Symptomen äußert.
Eventuell habt ihr Euch - sicherlich ungewollt und allzu verständlich - (zu) ausführlich mit dem niedlichen Neuankömmling beschäftigt, wodurch sich Eure Katze zurückgesetzt fühlen könnte? Das würde ihre Eifersucht erklären.

Eventuell ist der Kleine der Katze im Moment auch zu aktiv, was sich nach der Kastration (wahrscheinlich noch nicht erfolgt?) auch etwas legen könnte.

Hat man Verantwortung für Tiere übernommen, muss man auch die nötige Zeit für eine intensive Beschäftigung mit ihnen einplanen. Eine Zusammenführung nach dem Motto "So, nun spielt mal schön miteinander" wird leider nur in den seltensten Fällen - wenn überhaupt - gelingen.
Vielleicht lässt sich - etwa mit einer Art "Stundenplan" - eine Lösung finden, bei der sich immer jemand, der ausreichend Zeit und Interesse für gemeinsames Spielen, Schmusen, Leckerchen futtern etc. hat, ausgiebig mit den beiden Fellnasen beschäftigen kann?

Dabei kommt es einerseits darauf an, mit ihnen gemeinsam zu spielen und sie ausreichend geistig und körperlich zu fordern.
Der verunsicherten Katze tut es aber bestimmt auch gut, sich mit ihr getrennt vom Katerchen zu beschäftigen, um dabei voll und ganz auf sie eingehen zu können. Dazu sind (neben Schmusestunden) z.B. Spiele hilfreich, die ihr Erfolgserlebnisse bescheren (Futterlabyrinth, Katzenangel, Fummelbox, Clickertraining o.ä.).

Die Gratwanderung besteht meines Erachtens darin, beide Tiere einerseits möglichst gleich zu behandeln und dabei keines zu bevorzugen, andererseits der Katze aber auch zu zeigen, dass sie nach wie vor die Nummer eins in ihrem Revier ist, in dem sie die älteren Rechte (und der Kleine sich unterzuordnen) hat.

Hilfreich wäre es wahrscheinlich auch, wenn die Katzen sich bei Bedarf in ihre eigenen Bereiche (z.B. getrennte Zimmer) zurückziehen könnten, um sich ggf. ein wenig aus dem Weg zu gehen. Wenn Freigang nicht möglich ist, läßt sich vielleicht ein gesicherter Balkon (Katzenschutznetz!) zur Erweiterung des Reviers einbeziehen?

Da Eure Katze ja mit dem Katerchen spielt (auch wenn die beiden sich dabei mal anfauchen), scheint mir eine erfolgreiche Zusammenführung durchaus nicht unmöglich. Ich drücke beide Daumen, dass dies gelingt.

Alles Gute für Euch und Eure Fellnasen!

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Kommentar von gooodie
10.08.2016, 18:35

Danke für deine hilfreiche Antwort :) Ich werde wie du es schon gesagt hast, erst mal mit ihr zum Tierarzt gehen. Ich werde auch alle deine anderen Tipps ausprobieren in der Hoffnung das beide sich wohlfühlen und werde natürlich nicht aufgeben. Ich hätte da noch eine Frage: meine Katze ist kastriert, muss der kleine Kater wenn er das richtige Alter erreicht hat auch kastriert werden ? 

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Sie ist schwanger oder hat ihre Tage..

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