Wie wird mein Pferd ruhiger?

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7 Antworten

Selbst ruhiger und gelassener werden. 

Pferde merken innerhalb von Sekunden, wenn du nervös oder aufgeregt bist und das überträgt sich 1:1 aufs Tier. Man darf auch nicht vergessen, dass ein Turnier auch für manch empfindliche Pferde oftmals eine komplett neue und ungewohnte Situation ist. Umso mehr Ruhe muss der Reiter in sich tragen. 

Es gibt Reitlehrer die dir gewisse Atemtechniken zeigen können in Verbindung mit Selbstsuggestion um ein inneres Gleichgewicht herzustellen und um relativ schnell runter zu kommen. 

Ansonsten auch mit dem Pferd arbeiten und auch dem Tier genug Zeit geben. Also sprich ohne Stress und Hektik frühzeitig losfahren, das Pferd auch entsprechend führen so dass es sich an die ungewohnte Umgebung gewöhnen kann und das Umfeld besser kennen lernt. 

Diese Zeit kann man auch gleich selbst nutzen um runter zu kommen, zeitgleich mit dem Pferd. 

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Euch beiden hilft am Ende nur Routine. Nutze den Winter für die Teilnahme an Lehrgängen außerhalb. Für Unterrichtsstunden an anderen Ställen. Das ganze Prozedere von aufladen, wohin-fahren, vor Ort am Hänger satteln und in fremder Umgebung reiten, muss für Euch beide normaler werden. In der Regel hilft das sehr.

Bei uns am Stall hat ein Mädchen ein richtig gutes Pferd. Ein Pferd, um mal ganz vorne und ganz hoch oben mitzureiten. Und das Mädchen ist auch sehr talentiert. Auch dieses Pferd gestaltete die erste gemeinsame Saison vor allem dadurch, dass es so manche Prüfung crashte. Doch beide haben durchgehalten - vor allem das Mädchen- und nicht aufgegeben. Schon die zweite Saison war um Lichtjahre besser und mit viel weniger Ausfällen. und nun in Saison 3 sind beide schon sehr erfolgreich in der M-Dressur unterwegs. Und ich bin mir sicher, es ist bei beiden noch deutlich mehr drin. Geholfen hat hier vor allem die stoische Gelassenheit der Reiterin und das obwohl sie noch ein junges Mädchen ist. Sie wusste, dass sie nicht von Anfang würde Schleifen sammeln können mit einem jungen, nicht ganz einfachen Pferd und hat viel Arbeit und Geduld ins Pferd gesteckt, die sich jetzt langsam wirklich bezahlt macht.

Nicht verzweifeln. Keinen Druck aufbauen. Am Ball bleiben und dran arbeiten. Viel Erfolg dabei;-)

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Wahrscheinlich warst sowohl du aufgeregt und hast das auf das Pferd übertragen, als auch das Pferd aufgeregt und somit kann das ja nicht wirklich funktionieren ;-)

Mach Zuhause Gelassenheitstraining mit Plane, Fahne, Raschelzeug, Luftballons, Regenschirmen, lass Leute laut rufen und klatschen, laute Musik spielen usw. Und das Ganze so lange bis dein Pferd bei allen Dingen ruhig bleibt.

Außerdem würde ich mit ihr Bodenarbeit üben - folgen, weichen lassen usw. Sie muss mit dir überall hin laufen und dir vertrauen dass du schon weißt was ihr da tut.

Mit unserem Jungen sind wir den Winter vor der ersten Turniersaison einfach immer mal zum trainieren in andere Ställe in der Umgebung gefahren um ihn zum einen ans Hänger fahren und zum anderen an fremde Umgebungen zu gewöhnen. Das erste Turnier war für ihn dann überhaupt kein Thema und er war auch nicht aufgeregter als Zuhause.

Zuletzt musst du natürlich auch lernen dich zu entspannen. Vielleicht könnt ihr auch einfach mal auf ein Turnier fahren, abreiten und wieder nach Hause gehen. So hast du keinen Druck eine Prüfung reiten zu müssen sonst kannst dich nur aufs ruhige reiten konzentrieren.

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Heklamari 06.10.2017, 14:54

gerade das reiten und trainieren  in fremder Umgebung ist superwichtig - das muß Routine werden ! dan bist DU ruhoger und dein Pferd auch

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mach autogenes training, progressive entspannung, yoga oder achtsamkeitstraining.

ja - DU.

man sagt nicht umsonst 

wie der herr, so das gescherr

wenn DU innere ruhe ausstrahlst, wirkt sich das auf dein pferd aus und es wird ebenfalls gelassener. mit den bocksprüngen hat das pferd DEINE innere anspannung herausgelassen.

wenn du hibbelig bist, überträgt sich das aufs pferd - auch wenn du gar nicht merkst, dass du deinem pferd signale gibst.

und es sind nicht nur deine bewegungen - auch deine pheromone. ein mensch kann sehr gut seinen muskeltonus kontrollieren. aber pferde können deinen stress auch riechen. dagegen hilft nur oben genanntes.

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Horsemanship ist das Gegenteil von "Willen brechen" da geht es darum, dass das Pferd vertrauen aufbaut, weil der Mensch es versteht und entsprechend reagieren kann. Um ein Pferd auf dem Turnier ruhig zu halten braucht es Erfahrung, Selbstkontrolle (man muss die eigenen Gefühle im Griff haben), Vertrauen vom Pferd und eine ruhige aber bestimmte Hand. Du musst dem Pferd zeigen, dass du es nicht überforderst und es sowohl leiten als auch beschützen kannst.

Dabei helfen kann viel abreiten, entspannende Massagen und häufiger Stresssituationen suchen und das Tier langsam daran gewöhnen. (häufiger Freunde fragen, ob die mal mit klatschen, Musik oder Fähnchen das Pferd reizen können, wenn du dabei bist um das ganze zu koordinieren und dein Pferd heranzuführen und zu beruhigen, gegebenenfalls abbrechen, wenn das für das Tier zu stressig wird)

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raloo 08.10.2017, 16:27

Das Pferd braucht eine harte Hand und wie du auch sagst ab und an mal klatschen schadet nicht, ob da jetzt aber andere noch dabei helfen müssen finden ich fraglich.

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worldtraveler3 09.10.2017, 17:53

Ein Pferd braucht eine bestimmte, ruhige und sichere Hand, keine harte Hand.

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Öfter mal an anderen Orten trainieren und zuhause Gelassenheitstraining machen, oft mit neuen Dingen konfrontieren.

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Vor dem Turnier- weit abseits vom Getriebe und aller Aufregung - das Pferd länger abreiten und dem Pferd das Gefühl geben, dass es nicht aufgeregt sein muss.

Dazu gehört auch Selbstbeherrschung indem man die eigene Spannung nicht auf das Pferd überträgt. Gelassenheit ist das Gebot.

Pferde spüren extrem wenn Reiterin/Reiter aufgeregt sind.

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raloo 05.10.2017, 21:29

Das Pferd muss mit Stress umgehen können wenn es auf Turniere gehen soll.

Ansonsten kann ich es in den Stall stellen und an Touris vermieten.

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Cavallerizza 05.10.2017, 21:32
@raloo

Mit einem Leistungspferd? Ist das echt deine Meinung?

Dann muss ich dir bescheinigen dass du vom Pferdesport keinerlei Ahnung hast.

Vielleicht hast du mal ein Pferd im Zoo oder auf der Weide stehen sehen.

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raloo 05.10.2017, 21:37
@Cavallerizza

Pferde brauchen eine harte Hand, kein Hätscheltätschel. Das sind dann die die zu uns auf den Hof kommen und Rat suchen weil ihr Pferd sich alles erlaubt.

Ein, zwei Wochen bei uns ist das Pferd wieder auf Kurs und wird sich nicht trauen nochmal was anderes zu machen als die Befehle umzusetzen.

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Cavallerizza 05.10.2017, 21:49
@raloo

Na dann mach das mal so und viel Erfolg.

Ich reite schon sehr lange und mache es eben anders.

Meine Pferde funktionieren prächtig und ohne großen Zwang.

Allerdings hätte ich ganz ganz große Lust mal einen Typen wie dich eine gute Stunde lang sämtliche Lektionen durchreiten zu können:)

Danach könnten wir uns vielleicht unterhalten, falls du noch die Luft dazu hast.

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spikecoco 07.10.2017, 17:10
@raloo

ein Pferd ist ebenso wenig eine emotionslose Maschine, wie wir Menschen auch nicht. Sicherlich kann auch ein Pferd" Lampenfieber" haben und durch die neue Situation auf einem Turnier unsicher werden. 

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spikecoco 07.10.2017, 17:12
@raloo

ja, derjenige muss mit harter Hand  mit Tieren arbeiten , der es eben nicht besser kann. Gott , wie armselig doch solche Menschen sind wie du. 

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Viowow 05.10.2017, 22:23

@raloo herzlichen glückwunsch... du kannst ein vermeindlich "dümmeres" wesen beherrschen und mit gewalt gefügig machen. weist du was? gewalt fängt da an, wo wissen aufhört....

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raloo 06.10.2017, 06:59
@Hjalti

Wenn man keine Argumente hat dann probiert man es so, oder hjalti?

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