Wie wird man vom Quick&Dirty-Programmierer in JavaScript und CSS zu einem Profi?

8 Antworten

Ich hätte 3 Vorschläge für dich:

  1. Der erste Vorschlag nützt dir nur etwas, wenn du noch ziemlicher Anfänger bist. Mach einen Kurs auf Udemy oder ähnlichen Plattformen von vorne bis hinten durch. Oft lernen Anfänger nur das was sie im Moment brauchen um ein Problem zu lösen. Und auf diese Weiße bekommt man zwar irgendwann ein funktionierendes Programm. Aber eben nicht mit sauberem Code. Wenn man den Kurs von Anfang bis Ende macht, dann lernt man auch Dinge an die man vielleicht noch gar nicht gedacht hat.
  2. Such dir einen Job als JavaScript-Entwickler in einem Modernen Unternehmen. Besonders in Modernen Firmen ist es üblich, dass alles was ein Entwickler schreibt von einem zweiten Entwickler nochmal angeschaut wird (code-review). Und wenn du einen guten Reviewer hast, dann lernst du dabei extrem viel.
  3. Auf ähnliche Weiße kannst du vielleicht auch bei Open-Source Projekten mit Wirken. Dort werden vermutlich ebenfalls andere Entwickler eine Änderungs-Vorschläge reviewen und dir Verbesserungsvorschläge geben.

Ich denke, das geht nur über den Umweg mindestens einer weiteren Programmiersprache.

Allein mit JS wird es seeeehr schwierig werden, erweiterte Konzepte zu erfassen.

Der Blick über den Tellerrand ist gerade für JS-Entwickler extrem wichtig, denke ich.

Ich schreibe sehr viel Java-, C++- und Python-Code, aber die Erkenntnisse, die ich mit Erlang, AspectJ, Clojure, Lisp, Haskell und Ruby gesammelt habe, hätte ich nie im Leben nur mit meinen "Stammsprachen" erlangen können.

Und gerade JS bietet ja sprachtechnisch, abseits von Ducktyping, kaum besondere Konzepte.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Software Patterns / Architektur lernen, informiere dich über best practices.

Entscheide dich für Clean Code Standards die für Projekte Sinn ergeben und halte die strikt ein. Am besten nutzt du bei JavaScript auch einen Linter wie eslint, standard… eigentlich egal hauptsache etwas was den richtigen Stil prüft.

Oft gibt es unterschiedliche Meinungen, auch mit viel Quatsch, z.b. über early returns, mehrere Variablenzuweisungenin einer Zeile, Klammern Ja / Nein. Aber oft ist einfach wichtig eine Wahl zu treffen und sich daran zu halten und gar nicht so sehr ob es jetzt die beste Entscheidung ist, meistens gibt es nämlich auch keine klar beste Entscheidung.

Die andere große Sache ist eben Software so zu schreiben das einzelne Bereiche abgetrennt und wiederverwendbar sind. Z.B. Logik in andere Dateien, Klassen, Module was auch immer auslagern. Je klarer und strukturierter dein Code ist desto weniger Fehleranfällig ist er auch. Mein Einstieg hier war eine kurze Übersicht verschiedener Software Patterns als Buch mit kurzen Beispielen und Erklärungen.

Zu Clean Code kannst du dir mal Vorträge auf YouTube anschauen, die Sprache ist auch nicht immer so wichtig oft geht es mehr ums Prinzip und diese Denkweise zu verstehen welcher Code warum eventuell einfacher lesbar sein könnte.

Woher ich das weiß:Beruf – Software Entwickler / Devops

Noch ein Tipp:

das Buch "Clean Code" von Robert C. Martin

ist zwar für Java, aber das ist egal. Hat 17 Kapitel. Die letzten beiden (langen) brauchst du nicht. Der Anfang ist wichtig.

Allgemein Programmierstandards lesen. Sprache ist eher egal.

Es geht um

  • Einrückungen
  • Kurze Methoden
  • Variablenbezeichner
  • Klassenzuschnitt, klare Aufgabe der Klasse
  • Lesbarkeit
  • Erweiterbarkeit
  • Verwendung von Konstanten per Bezeichner. Nicht einen konstanten Wert mehrfach verwenden.
  • Ein Fremder soll das ohne Anleitung verstehen können.

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