Wie wird man sportsüchtig?

5 Antworten

Wenn man Regelmäßig intensiven Muskeltraining betreibt bekommt man durch ein oder zwei Liegestütze zum Beispiel ein Gefühl in den Armen was einen dazu bringt seine Muskeln komplett zu belasten bis es nicht mehr geht.

Da man dies weiß, bekommt man schon Lust drauf ohne diese Liegestützen gemacht zu haben, wobei da keine physische Sucht vorliegt sondern eher nur das Gewissen. 

Man merkt es vor allem wenn man sich unbemerkt anstrengt und auf einmal Lust hat Sport zu betreiben. Ich schätze dies kommt nach ca. 1-2 Wochen Training.

Es ist erwiesen, dass körperliche Betätigung, bzw. Sport, nach einer gewissen Zeit Glückshormone freisetzt.

Viele Sportler sind also nicht nach dem Sport selbst, sondern dem "Glücksgefühl" während des Betreibens von Sport "süchtig".

Man kann sich nach einiger Zeit tatsächlich derart an diese Hochstimmung gewöhnen, dass man sie täglich hervorrufen möchte.

Aber auch Erfolge beim Sport und ein optisches Vorankommen (beim Bodybuilding z. B.) können Anreize sein, die "süchtig" machen.

Wer also regelmäßig einen Sport betreibt, der ihm richtig Spaß macht, kann m. M. nach "süchtig" danach werden.

Süchtig sollte man nie sein, auch nicht nach Sport, aber lassen wir die Spitzfindigkeiten.

Der Antrieb für Sport kommt aus mehreren Bereichen. Der Körper schüttet, gerade bei Ausdauersport, Endorphine aus, also Hormone, die uns "glücklich" machen: https://de.wikipedia.org/wiki/Endorphine

Zudem ist der grundsätzliche Antrieb wichtig und die körperliche Verfassung natürlich.

Was ist also Dein Antrieb dafür Sport machen zu wollen?

Dieser muss stark genug sein, um Rückschläge im Training, Verletzungen, Erkältungen usw. zu überwinden und dafür sorgen, dass Du immer wieder Lust dazu hast, über den Punkt hinwegzugehen, den man gerne "Inneren Schweinehund" nennt und nach einer Verletzung Dich wieder an den Punkt zu kämpfen, den Du schonmal hattest. Erst dann kommt dieses Wohlgefühl wirklich auf, was wiederum Motivationsschub bringt.

Dieser Hund besteht natürlich aus der Motivation z.B. bei schlechtem Wetter aus dem Haus zu gehen und trotzdem zu trainieren und der Schwelle, an der Du eigentlich aufhören würdest, aber doch noch ein wenig weiter machst (z.B. aerob-anaerobe Schwelle - ANS): https://de.wikipedia.org/wiki/Anaerobe_Schwelle

Es ist folglich ein Kreislauf aus Überwindung und Belohnung, dafür braucht man eine gewisse Art von innerer Stärke.

Schlussendlich kann man sich selbst vielleicht schon ein Stück weit triggern, aber eben nicht ohne gewisse Persönlichkeitsstrukturen. Umgekehrt kann man auch durch Sport lernen, sich in anderen Situationen zu überwinden.

Ein Selbstläufer wird das aber nie (dauerhaft) und je älter Du wirst, je schwieriger wird der Antrieb.

Du siehst ja, dass auch viele Spitzensportler früh aus dem Sport aussteigen oder Mentaltrainer haben, um richtig an die Sache heranzugehen, die immer wieder Änderungen im Training und teilweise der Sportart vornehmen, um neue Impulse zu setzen.

Abwechslung, Spaß am ausgeübten Sport, Effekte wie Fitness, Gesundheit und körperliches Wohlbefinden müssen genug Motivation bringen, um sich immer wieder überwinden zu können. Und nur wenn man in den Bereichen trainiert, die auspowern, wird man eine Art von Motivation erreichen, die zumindest temporär zu einem Selbstläufer werden kann.

Was möchtest Du wissen?