Wie wird man Notärztin wenn man statt Anästhesie Medizin studieren möchte und wie lange würde diese zusatz 'Ausbildung' zur Notärztin dauern ?

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3 Antworten

Man kann (zumindest in D) nicht "Anästhesie" studieren.

Man studiert "einfach" Humanmedizin (ca. 6 Jahre) und macht anschließend eine Facharzt-Weiterbildung, die in aller Regel (mindestens) 5 Jahre dauert, das kann Anästhesie sein, oder Innere Medizin oder ein chirurgisches Fach. (Notarzt kann man nicht nur als Anästhesist werden). Begleitend machst du halt noch ein paar Kurse zur Notarzt-Qualifikation, das läßt sich ggf. auch während der Weiterbildungszeit erledigen.

also hab ich das jetzt richtig verstanden um Notärztin zu werde MÜSSTE ich studieren und anschließend eine Weiterbildung zum Facharzt und dann noch Kurse machen um die Notarzt-Qualifikation zu erhalten?

(Ein sehr weiter und langer weg :O )

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@Hayat97

Nein, eine abgeschlossene Facharztausbildung ist i.d.R. nicht notwendig. Die Voraussetzungen sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich, zusätzlich kann der ärztliche Leiter Rettungsdienst ("Chef" der Notärzte in einem Gebiet) weitere Vorgaben machen.

Notwendig für die Tätigkeit als Notarzt ist natürlich erstmal die Approbation als Arzt (erhält man nach dem Studium). Bei der Arbeit in einer Klinik kann dann der "Fachkundenachweis Rettungsdienst" oder die "Zusatzbezeichnung Notfallmedizin" erworben werden. Dafür ist eine Tätigkeit in bestimmten Bereichen für 1,5 bis 2 Jahre (Anästhesie, Chirurgie oder innere Medizin sowie Intensivstation), Nachweis relevanter Fertigkeiten (Reanimation, Intubation..), das absolvieren eines "Notarzt- Kurses" sowie die Teilnahme an einer gewissen Zahl von Einsätzen als "Praktikant" notwendig.

In vielen Gegenden reichen die o.g. Qualifikationen aus, um selbstständig als Notarzt arbeiten zu können, manche ärztliche Leiter verlangen jedoch weitere Voraussetzungen (z.B. > 3 Jahre Erfahrung in der Anästhesie, > 30 Kindernarkosen, Nachweis bestimmter Zertifikate wie ALS, PHTLS  in meiner Stadt). 

Es ist also von Region zu Region recht unterschiedlich, wer als Notarzt tätig sein kann, was natürlich auch dem Ärztemangel (gerade in ländlichen Gebieten) geschuldet ist. 

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@JuxSinnlos

Vielen Dank für die konstruktive Ergänzung / Korrektur.

Offensichtlich ist, dass angesichts des Ärztemangels die Voraussetzungen für den Einsatz /die formale Qualifikation als Notarzt unterschiedlich gehandhabt werden. Als ich die Verhältnisse an einer Uniklinik näher kennenlernte -das ist schon ETWAS länger her- war mir, als wären als Notärzte (hier: auf dem Hubschrauber) nur Fachärzte eingesetzt worden. Das kann selbstverständlich mittlerweile deutlich anders sein...

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soweit ich weiß studierst du ganz normal medizin, machst anschließend ganz klassisch eine facharztausbildung und zusätzlich eine schulung zum notarzt! das geht dann beides parallel! aber bei der langen ausbildung macht das mehr an zeit, was du dafür investierst dann auch nichtsmehr aus! ist sicher ein spannender job!

Danke für deine Antwort :)

Weißt du vielleicht wie lange das dauert?Also das zusätzliche usw.

(Medizin studium ist ja im Durchschnitt 13 Semester 6,5 Jahre)

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@Hayat97

Die meisten Facharzt-Weiterbildungen dauern (mindestens) 5 Jahre, manche auch länger.

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@beamer05

soweit ich weiß ist die Ausbildung zum Facharzt abhängig davon, was genau du machst. Der Vorteil an der Ausbildung zum Notarzt ist, dass du bereits während deiner Fachausbildung als Notarzt tätig sein kannst!

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Notarzt ist eine extra Ausbildung nach dem Medizinstudium. da kommst du mit ein paar Kursen nicht weiter.

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