Wie wird man "Familienaufsteller" o.Ä. (Energetiker, Heiler, etc.)?

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6 Antworten

Grundsätzlich braucht man als "Heiler" keinerlei Qualifikation nachzuweisen.

Der Begriff ist nicht gesetzlich geschützt, es gibt keine Mindeststandards und keinen offiziell verbindlichen Ausbildungsweg mit Abschluss.

Folglich kann sich jeder "Heiler" nennen.

Einige dieser findigen "Lebensberater" sichern sich jedoch rechtlich Markenschutz für bestimmte Begriffe, oder treffen ähnliche Maßnahmen.

Somit lässt sich das "Energetic Enzylexikon Healing (TM)" in Kursen als pseudo-seriöse Anwendung mit fiktiven Standards des Gründers verkaufen.

Jeder, der sich also nicht einfach "Heiler" nennen will, sondern mit einer Qualifikation etwas Eindruck schinden will, zahlt also für den Kurs.

Im Anschluss ist er dann ein "Certified Enzylexikon Energy Transformer (R)" und kann sich toll fühlen, eine Urkunde zuhause zu haben.

Praktischerweise sind diese Seminare häufig in Grade aufgeteilt - man besucht als Erweiterungs-, Zusatz-, Extra- und Vertiefungsseminare.

So wird man dann eben "Certified Enzylexikon Energy Practitioner(R)" und "Certified Enzylexikon Energy Advanced Practicioner (R)".

Womöglich dann auch noch "Certified Enzylexikon Master Practictioner (R)"

Und natürlich werden die Kurse dabei immer teurer.

Der Esoterik-Markt bzw. die New Age Szene ist also ein hervorragendes Jagdrevier für Abzocker und Betrüger aller Art.

Grenzen werden zB nur durch das Heilpraktikergesetz oder gesetzt.

Aber dann bietet man eben keine "medizinische Behandlung" an - was nur Ärzte und Heilpraktiker dürfen - sondern nennt sein Geschwurbel eben anders.

"Energieblockaden lösen", "Aura-Reinigung" und "Matrix-Regulierung" dienen nur dazu die "Selbstheilungskräfte zu aktivieren" und sind mit keinerlei offiziellem Heilungsversprechen verbunden.

Also kann man schön weiterschwurbeln und den Menschen das Geld aus der Tasche ziehen

Achso...falls ich es noch nicht erwähnte....die "Qualifikation" zum Heiler, Energetiker usw. kommt natürlich nur aus der "geistigen Welt"..

Sofern du also kein offiziell anerkanntes Verfahren wie eine klinische Psychotherapie, oder medizinische Behandlung anbietest, die eine gesetzlich vorgeschriebene Qualifikation erfordern. kannst du letztlich machen was du willst.

Enzylexikon 04.09.2017, 21:40

Man sollte vielleicht fairerweise erwähnen, dass es immer wieder Versuche einzelner Gruppen gibt, irgendwelche "Mindeststandards" einzuführen und so auch "seriöser" zu wirken.

Das Problem bei pseudomedizinischen Anwendungen ist aber eben, dass sich die Wirksamkeit nicht objektiv prüfen lässt.

Der Chef-Heiler spürt das "warme Strömen" der "Energie" bei seinem Heiler-Azubi nicht? Dann gibt es eben noch kein Diplom.

Da das ganze in der Praxis also zutiefst subjektiv ist und keine objektiven Standards erfüllt werden können, ist es letztlich hinfällig.

Theoretische Konzepte, wie etwa die schriftliche Verpflichtung zu einem "Heiler-Berufskodex" schaffen eben keine objektiven Fakten.

Natürlich sind diverse "Dachverbände" aber andererseits eine gute Möglichkeit, um Mitgliedsbeiträge der "Heiler" zu kassieren.

So üben sich dann eben auch die Betrüger im Selbstbetrug.

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Enzylexikon 05.09.2017, 21:02

Vielen Dank für den Stern. :-)

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Das hört sich nach Familienaufstellung nach Hellinger an. Das wird leider in der Regel der systemischen Therapie zugerechnet.

Ich bin ausgebildete systemische Therapeutin und finde Hellinger ganz furchtbar. Eine gute fundierte Ausbildung der systemischen Therapie distanziert sich auch von Hellinger. Es gibt aber leider immer noch viele Möglichkeiten Familienaufstellung nach Hellinger zu erlernen.

Ansonsten darf jeder Mensch irgendwelche obskuren Dinge anbieten. Er / Sie muss nur aufpassen das er nicht eine geschütze Bezeichnung für das was er anbietet nutzt. Ansonsten darf jeder irgendwelches Training oder Selbsterfahrungsseminare anbieten. Dafür braucht man keine besondere Ausbildung.

Man muss gar nichts. Jeder kann sich Familienaufsteller nennen. Lediglich, wenn man sich auf ein spezielles Konzept beruft, muss man da ggf. eine Linzenzgebühr abdrücken evtl. auch eine "Ausbildung" machen (zB nach Hellinger, was hier wohl vorliegt). Als Heilkunde gilt dies auch nicht, mW auch nicht als freiberufliche Tätigkeit, sondern mW schlicht als Gewerbe.

Natürlich gibt es auch Ausbildungen in mehr oder weniger anerkannten Konzepten. ZB gibt es auch im Psychodrama und auch in der Systemischen Psychotherapie (die ja sogar wissenschaftliche vom WBA als Therapieverfahren anerkannt ist) Aufstellungsarbeit.

Denke dass dieser Typ zu den Betrügern gibt, leider gibt es in dem Bereich viele.

Also ich habe von niemanden gehört, der wirklich seriös ist, dass er Büroangestellter ist. Meistens waren diese Leute vorher schon im gesundheitlichen Bereich tätig. 

Der Ausbildungsweg von Familienaufstellern ähnelt dem von Sehern, Schamanen und Automatenaufstellern.

wenn du das studiert hast müst du es wissen dass es viele möchte gerne in diesen greise zu finden sind?

aus diesem grund mache viele keine aufstellung obwohl sie selbst eine ausbildung haben?

aufstellen ist eine feine sache aber ohne ein fachmann würde ich das nie machen? die aufstellungen die ich machte waren immer ärzte oder gar chefärte am werk?

die sind nätürlich sehr teuer?

was billig ist ist meist auch billig?

MrSaxxxobeat 04.09.2017, 21:06

Naja alles, was ich zu solchen Themen weiß ist, dass man als "Coach" keine richtige Ausbildung braucht, aber fällt das unter Coaching? 
200 Euro kostet so was laut seiner Homepage

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robi187 04.09.2017, 22:21
@MrSaxxxobeat

auch coaching ist ein weiter begriff?

der beste fachmann ist Christopher Rauen auch dotzen an einer uni?

https://www.coaching-magazin.de/

der sagt auch klar welche ausbildung man fürs gute coching brauch?

da sieht man mit 200€ kein land?


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