Wie wird in 50 Jahren gesprochen?

108 Antworten

Die englischen Wörter werden wieder weniger. Denn sie sind jetzt eine Artr Mode, aber sowas ist nur vorrübergehend. Manches wird auch nur deshalb weiterhin gesagt, weil viele Leute sich nicht trauen, jemand anders zu korrigieren.

Vielleicht sogar noch mehr Hochdeutsch als jetzt. Ich habe das Gefühl das "Früher", also in meinem Fall so 40-50 Jahre her wesentlich mehr Dialekt gesprochen wurde und es auch vielfältiger war. Teilweise auch wesentlich "heftiger" war der Dialekt und damit schwerer zu verstehen für "fremde". Selbst ich konnte oftmals ältere Frauen in einer anderen Region kaum verstehen was mir heute wirklich kaum mehr vorkommt.

Dialekte verschwinden, weil die Menschen häufiger und weiter umziehen. In Dialektgebiete ziehen immer mehr Menschen aus anderen Regionen, die des Dialekts nicht mächtig sind. Diese sprechen zwangsläufig einigermaßen Hochdeutsch (da ihr Heimatdialekt in der Fremde nicht so ankommt) und "zwingen" die Einheimischen, ebenfalls Hochdeutsch zu sprechen.

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@spelman

Ja. Da hast Du sicher recht. Ich habe im Ausland auch eher gelernt Hochdeutsch zu reden. Schade um die Sprache undyKultur die damit verloren geht.

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@Bearman1974

weltweit sind über 3.000 Sprachen vom Aussterben bedroht. Zudem ist Kultur noch nie eine feststehende Größe gewesen. Die ist ständigen Wandlungen unterworfen.

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@spelman

Das dürfte sehr zutreffend sein! Ich wohne etwa 40 km vom Zentrum des Erzgebirgskreises entfernt und kann oft selbst ein im Regionalfernsehen gesprochenes Interview eines Erzgebirgers schlecht verstehen. Ein hochdeutsch sprechender aus einer anderen Gegend versteht dann gar nichts mehr.

Interessant ist auch, dass Mädchen/ junge Frauen sich sehr große Mühe geben, das Erzgebirgsdialekt zu überwinden, während Jungs/ Männer eher noch stolz sind, wenn man sie nicht versteht. Und wer berufliche Perspektive im Vordergrund sieht, muss einfach ein gutes Hochdeutsch neben Englisch beherrschen.

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@spelman

Es gibt ja auch eine einheitliche dialektlose Sprache, die jeder in der Schule erlernt. Diese können dann alle Menschen z.B. die der deutschen, norwegischen oder niederländischen Sprache mächtig sind, verstehen. Würde es jetzt in Hamburg eine komplett andere deutsche Sprache geben, als in Bremen und keine einheitliche Deutsche Sprache, dann sind sich beide Stadtstaaten total fremd und im Verständnis total hilflos, da sie ja eine einheitliche Sprache für alle nicht verstehen können, da sie diese nicht erlernt haben. Wäre schrecklich oder?

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@gertraude2

Ich finde man sollte stolz darauf sein und die Regionalität zum Ausdruck bringen. Ich spreche leider Hochdeutsch bzw. Honoratoren-Schwäbisch.

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@Bearman1974

Zwei Sprachen sollte man können also hierzulande Hochdeutsch (Standardsprache und das was meist nur wir also auch ich in Berlin/Brandenburg kennen/können sollten). Gäbe es das Hochheutsch nicht und ich wäre als Berliner in Bayern also um München rum und noch weiter an Österreich ran, kapier ich überhaupt nichts mehr, was die da sprechen. Also kann man sich da auf Hochdeutsch unterhalten, wenn zwei Menschen sich aus so unterschiedlichen Regionen begegnen. Englisch zähle ich jetzt nicht mit dazu, da sie ja eine Weltsprache ist und wichtig überall ist um sich auf Handelswegen usw... zu verständigen.

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@Rox84

Ach das sehe ich nicht so eng. Aber tatsächlich müssen wir heutzutage mehr mit "Aussenstehenden" kommunizieren als früher. Daher stirbt der Dialekt ja auch aus. Er bringt mir ja nichts, Hochdeutsch, Englisch, Französisch viel mehr.

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@TaiFei

Man ist ja auch der Meinung das Isländisch und Färöisch eine aussterbende Sprache ist und ich finde es es bei den zwei verwandten Sprachen nicht das sie vom aussterben bedroht sind, da kaum oder null einflüsse von außen auf die beiden Sprachen Einfluss nehmen, also isolierte Sprachen sind. gibt es neue Dinge auf dieser Welt, so suchen sie aus ihrer Sprache nach neuen Wortern und übernehmen sie nicht. Im Isländischen ist es z.B. so, da es vor Jahrhunderten noch das Z gab das aber dem S zum verwechseln ähnlich klang, hat man diesen Buchstaben weggelassen und somit wird Pizza dort Pítsa geschrieben und wird identisch so ausgesprochen. Pizza heißt in ihrer Sprache > flatur (flach) + baka (backen) also zusammengeschrieben flatbaka. Ich find es schon das die Isländer so viel Wert auf ihre Sprache legen und habe ich einmal diese Sprache gelernt und kann sie auch verstehen, dann kommen solche Worter auch besser, da man sie gleich verstehen kann. Schlimm ist es das es viele Worter im Deutschen mit drin sind, die ich nicht mal mehr vom Sinn verstehe. Wäre ich Isländer bzw. dem Isländischen mächtig, könnte ich die Manuskripte der Wikinger aus dem 12. Jhd. problemlos verstehen, da die Sprache seit 1000 Jahren homogen geblieben ist. Deutsch hat sich ja im Mittelalter, in der Renaissance, im Barock, in der Klassik, in der Romantik und sogar bis in der Moderne immer wieder verändert. Ich kenne keine Sprache der Welt, in der es so viele Veränderungen gab wie bei uns. Die Englische Sprache bräuchtest du dagegen überhaupt null zu verändern bzw. für Ausländer verständlich machen, da sie viel leichter, sogar leicht zu erlernen ist, als im Gegensatz zur Deutschen Sprache. Ich als Deutscher kann das sagen, auch wenn ich in dieser Spräche mächtig bin, das unsere Sprache schwer zu erlernen ist.

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@Rox84

Ein Bsp. in Ehren, man kann aber auch den umgekehrten Weg wählen. Die Japaner und Thais können z.B. auch uralte Texte problemlos lesen. Deren aktuelle Sprache ist aber ebenfalls ein Sammelsurium von Lehnswörtern aus anderen Sprachen.

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In 50 Jahren wird es nicht anders sein als heute. Ich bin jetzt Anfang 50 und als ich geboren wurde, wurde die gleiche Sprache gesprochen wie jetzt, denn da hab ich sie ja gelernt.

Es ändern sich schonmal einzelne Wörter und es kommen auch neue dazu. Als ich in den 80ern jugendlich war, sagten wir zum faulenzen relaxen, das war dort topmodern, heute heißt es chillen, das wird in 30 Jahren wieder anders heißen.

In den 80ern hat sich alles "geschärft". Würde man heute dieses Wort gebrauchen, würden die Jugendlichen vermutlich gar nicht wissen, was gemeint ist. Jedenfalls habe ich den Ausdruck bestimmt schon seit 30 Jahren nicht mehr gehört.

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Nun, das kommt ganz auf das an, wo genau gesprochen wird. Ich würde mal so sagen, dass so in bürohaften Text*innen mehr diese genderbewusste, diverse Sprache gesprochen wird. Weil das = ja der Fortschritt, weil das ist ja quasi auch eine natürliche Entwicklung.

Aber vallah, muss das jtz nicht so like in den Film "Idiocracy", aber so wie sich jetz ein/e Persön*in aus der Vergangenheit schämt, sich einem deutschen Text anzu ist auch jemand, der oder die sich heute den zukunftstext guckt so.

Weil wer hätte so vor a whole generation so gedacht, das zukunft heute die Jugend und so nicht einmal einen ganzen fucking satz quasi zum Teil "konstruieren" können. Ich meine, dass ist ein ganz ernstes problem. weil schreiben ist wichtig auch für bildung und.

naja wie auch immer, ich als konservativer aus 2070 sage: hört net so auf den Medien: nicht jeder konservative ist ein transphobiker und genderphobiker und pädophobiker wie diese rechtsradikalen spinner. aber ihr linken gutmenschen müsst endlich einsehen so die masseneinwanderung muss von 10 Millionen pro Jahr auf 7,5 Millionen pro Jar runtergeschränkt werden so ganz echt cause sonst das tut ja auch den migrant*innen nicht gut auch nich den Leut*innen die schon länger hier leben. außerdem haben wir ja auch den westliche kultur und so und ich denke schon, dass das geschützt werden muss, schwör ich auf alles.

Mit westliche kultur*in du meinst westlich von China?

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Ich denke nicht, dass sich sehr viel verändern wird. Eine kleine Sache ist mir aber aufgefallen:

Immer öfter sagen Leute "unterhaltend" statt "unterhaltsam". Wenn das so weitergeht, denke ich, dass "unterhaltsam" später vielleicht eher als altbacken wahrgenommen wird.

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