Wie wird es nun weiter gehen?

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7 Antworten

Wichtig ist zunächst, dass deine psychischen Erkrankungen von einer Fachperson diagnostiziert werden. Dies ist normalerweise der Grundstein für jede Behandlung. Da du bereits bei Psychotherapeuten warst, gehe ich davon aus, dass dies ev. schon geschehen ist.

Wer psychische Erkrankungen hat ist nicht faul. Es geht nun mal nicht mit schweren psyischen Krankheiten die gleiche Leistung abzurufen wie ohne. Das macht ja genau eine psychische Erkrankung aus: Mann kann nicht, so sehr man auch will.

Du beschreibst in deinem Text diverse Erkrankungen wie z.B. soziale Phobie und Panikattacken (beide gehören zu den Angststörungen). Was du hingegen nicht beschreibst sind die klassischen Syptome einer Depression.

Angststörungen werden vor allem mittels einer Psychotherapie (z.B. Verhaltenstherapie) behandelt, in schwereren Fällen auch mittels Medikamenten.

Bei einer Psychotherapie ist es wichtig, Geduld zu haben. Eine Psychotherapie ist -wenn man sie richtig macht- ein hoch effektives Verfahren. Das Problem ist, dass es oft Monate, wenn nicht Jahre geht bis sie wirkt.

Wie bereits erwähnt können bei schweren Angststörungen auch Medikamente eingesetzt werden. Allen voran Antidepressiva der SSRI und SSNRI Klasse. Diese wirken nach ca. 3-5 Wochen stark angstlösend. Das Problem von Antidepressiva sind vor allem die Nebenwirkungen (am stärksten ausgeprägt zu Beginn der Behandlung) und dass man sie täglich nehmen muss (also nicht nur bei Bedarf). Hier mehr Infos dazu: http://deprimed.de/ssri-ssnri-sndri-nari/

Suche unbedingt eine Fachperson auf und breche auf keinen Fall deine Therapie ab!

Deine "Diagnosen" sind Selbstdiagnosen, so wie ich das lese. Bitte lass eine Diagnostik machen, bevor du behauptest psychisch krank zu sein. Keine Eigendiagnosen!
Tatsache ist, dass es dir psychisch nicht gut geht und du auch im sozialen Kontakt mit Menschen große Angst hast.
Einen wichtigen Schritt hast du schon getan, du bist zu einem Therapeuten gegangen!
Wenn du eine Therapie machen mochtest, solltest du bei den verschiedenen Psychotherapeuten mal schauen, mit welchem du am besten klarkommst. Du kannst definitiv nicht erwarten, dass deine negativen Gefühle und Gedanken bei ein paar Terminen wie von Zauberhand verschwinden, schon gar nicht wenn du keinen festen Therapeuten hast! Therapie ist nicht lustig und ist anstrengend und schwer. Und vorallem dauert es deine Zeit. Du musst an dir arbeiten (was du ja schon tust wenn du öfters rausgehst!) und Geduld haben.
Außerdem sprich mit deinem Psychotherapeuten über die Suizidgedanken, das ist wichtig! Falls du intensivere Therapie haben möchtest, kannst du auch schauen ob du vielleicht in eine Tagesklinik oder stationär in eine Kinder-und Jugendpsychiatrie gehen möchtest, die Wartezeiten sind oft um die 3 Monate. Allerdings, was ich auch dazu sagen möchte, ist es natürlich etwas anderes ist als zuhause, wenn du dort klarkommst musst du das Zuhause auch umsetzen. Es ist ein geschützter Rahmen, den du im 'echten' Leben dann nicht hast.

Zu deinen Eltern; es ist vollkommen normal wie deine Eltern reagieren. Die meisten Eltern verstehen nicht wie schlecht es dem Kind geht, oder wollen es auch einfach nicht einsehen. Lass dich davon nicht beeinflussen, vielleicht hilft auch ein Gespräch mit deinen Eltern mit dem Psychotherapeuten gemeinsam.
Zudem wäre die Überlegung einen kleinen Job zu machen nicht schlecht, während du Therapie machst und dich um dich selbst kümmerst, damit du deinen Schulabschluss (Realschule) nachholen kannst. Und eventuell dann auch ausziehen von zuhause, da deine Eltern scheinbar deine Leistungen nicht wertschätzen und das in dir wiederum negative Gefühle auslöst. Aber das kannst du ja selbst schauen und mir deinem Psychotherapeuten besprechen.

Alles gute und Liebe Grüße, Hope.

Du solltest dich nicht einseitig auf deine Probleme ( auch wenn sie nicht zu unterschätzen sind ) konzentrieren. Das führt nur dazu, daß du dich immer mehr reinsteigerst, es entsteht eine Art Spirale, und alles wird nur schlimmer. Konzentriere dich auf Positives, mache vieles was dir Spaß bringt, dann geht es dir schon besser !

Was deine soziale Phobie angeht, so würde ich sie durch schrittweise Konfrontation bekämpfen. Immer öfter rausgehen, unter Menschen, sich unterhalten, dann wird das sukzessive immer besser. Kapselst du dich ab, wirst du nicht vorankommen, keinen Zentimeter ! 

Das ist zwar alles schwer, aber es klappt bestimmt !!!

KillerBunny96 28.02.2017, 08:37

Danke für deine Antwort. :)

Ja, ich versuche es immer wieder, jetzt da wir uns einen Hund angeschafft haben. Doch bekomme ich selbst beim gassi gehen, am späten Abend, Panik, dass mich jemand ansprechen könnte (auf's normale Gespräch bezogen). 

Ich versuchs.

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Hallo,

es gibt zumindest in jeder Uniklinik eine Kinder- und Jugendpsychiatrie mit ambulanter oder stationärer Behandlung. Auch das Jugendamt würde dir sicher den Kontakt zur nächsten Stelle machen. Sag offen das du Lebensbedenken/Sterbegedanken hast, dann wird dir auch relativ schnell geholfen.

Du hast hier schon den Anfang vom vielleicht längeren Weg des Neubeginns gemacht. Prima.

MissSugarPink 28.02.2017, 08:26

Erst mal soll man nicht lügen und nur weil man lebens verneinende Gedanken hat heißt es nicht das einem schneller geholfen wird.

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Hallo KillerBunny96,

Ich bin 17 Jahre jung

Junge oder Mädchen?

leide seit einigen Jahren an einigen psychischen Erkrankungen

Wurdest du eventuell gemobbt ?

Nun habe ich aus gegeben Gründen vor rund 4 Monaten die 10.(Wiederholte) Klasse abgebrochen

Wenn du den Schulabschluss nachholen möchtest, kann ich dir raten ihn in einer Psychologischen Einrichtung zumachen! 

Meine Eltern sind auch keine große Hilfe.. sie sagen mir nur ständig, dass ich faul wäre

Ist normal Eltern verstehen oft nicht was ihr Kind durchmachen muss! 

sowas wie 'Freunde' hab ich nämlich nicht!

Freunde sind auch nicht alles im Leben!

da ich langsam echt am Ende bin und mit dem Gedanken spiele, mich von diesem leiden zu erlösen.

Bring dich bitte nicht um! Irgendwann wirst du bestimmt mal ein normales Leben führen können! Du musst nur dafür kämpfen 

KillerBunny96 28.02.2017, 08:23

Ich bin ein Mädchen ^^ Und ja, ich wurde oft hinter meinem Rücken gemobbt und ausgegrenzt.. was gar nicht mal so schlecht war, da ich mit solchen Leuten nichts zu tun haben möchte.

Meinen Realschulabschluss nach zu holen, wäre super, da ich nur einen qualifizierenden Hauptschulabschluss habe. Über eine feste Stelle würde ich mich allerdings mehr freuen.

Ich hoffe einfach nur, dass ich bald, durch entsprechende Hilfe, meinen Arsch hoch bekomme.

Danke für's Antworten :)

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Ich weiß ja nicht wie Du lesen empfindest. ..

Aber vielleicht beruhigt es dich zuerst einmal, wenn Du etwas über Deprissionen, Ängst etc. liest, um zu verstehen, dass Du nicht alleine bist, woher dies kommen kann und was man dagegen tun sollte.

Mir helfen diese Zeitschriften sehr, wenn ich mit persönlichen Problemen zu kämpfen habe. ...

1. Thema: Depressionen bei Jugendlichen: Ursachen, Symptome, Hilfen

https://www.jw.org/de/publikationen/zeitschriften/erwachet-nr1-2017-februar/depressionen-bei-jugendlichen-hilfen/


2. Thema: Was kann ich gegen meine Ängste tun?

https://www.jw.org/de/bibel-und-praxis/familie/teens/fragen/mit-angst-und-sorgen-umgehen/#?insight[search_id]=1de50f34-a6b5-4f10-917c-d2b728193c97&insight[search_result_index]=2




KillerBunny96 28.02.2017, 08:27

Danke für die Links :)

Ich bin nachts oft im Internet unterwegs und lese viel über diese Krankheiten. Mittlerweile kenne ich mich recht gut ^^ Nur finde ich niemaden, der es auch versteht und mir die Hand reichen würde.

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Majdii 28.02.2017, 08:32
@KillerBunny96

Kann Dich verstehen! 

Der erste Link geht mehr in die Richtung 'Tagebuch'.

Das liest sich echt super.

Wenn Du jemanden zum Texten brauchst, dann schreib mir hier ruhig.

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