Wie wird eine Wahl ausgewertet

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6 Antworten

Zum Einen ergibt das in der Summe 110%, zum Anderen ist das vom betreffenden Wahlrecht abhängig. Beim Verhältniswahlrecht werden die zur Verfügung stehenden Mandate entsprechend dem Verhältnis der abgegebenen gültigen Stimmen per Zählverfahren auf die Parteien umgelegt. Beim Mehrheitswahlrecht hingegen gewinnt in jedem Stimmkreis immer nur der, der die relative Mehrheit hat, die anderen Stimmen verfallen.

Das derzeitig gewählte Auszählungsverfahren ist übrigens Hare/Niemeyer. Bis 1982 zählte man noch nach d´Hondt, aber das benachteiligte die kleineren Parteien. Wer´s genau wissen will:
http://www.wahlrecht.de/verfahren/hare-niemeyer.html

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Partei
A: 30%
B: 20%
C: 10%

Nicht-Wähler: 30%
Weiß-Wähler: 10% (habe 10% abgezogen, da es 110% wäre)

Insgesamt kommen also 60% der Parteistimmen ins Parlament.
Übrig bleiben 40%

Jedoch werden in einem Parlament 100% der Sitze verteilt und nicht nur 60%.
Abgesehen mal von allen Gesetzen und Regeln in allen Ländern (z.b dass der 'Gewinner' +50 Sitze bekommt, siehe Griechenland), würden die 40% durch 3 geteilt.
Somit erhält jede Partei +13,3% der Sitze im Parlament.

Angenommen es gibt 199 Sitze:

Die Partei A erhält dann 30%+13,3% = 43,3% der Sitze im Parlament.
Das sind 86.
Partei B: 20% + 13,3% = 33,3%
Das sind 66.
Partei C: 10% + 13,3% = 23,3%
Das sind 46.

Ingesamt sind das nun 198 und nicht 199
Das kam deshalb heraus, da insgesamt nur 99,9% der Sitze verteilt wurden.
Diese 0,1% kann bei mehreren sitzen schon etwas ausmachen, aber das passiert SO eigentlich nicht in der Realität, deine Parteien haben unglücklich exakt gerade Zahlen bekommen und es gab in der Vergangenheit noch nie Probleme von dieser Art.

LG

Es werden nur die Stimmen gezählt die gültig abgegeben wurden. Diese Stimmen werden dann zueinander ins Verhälnis gebracht.

Auch die Ungültigen werden gezählt. Die Ungültigen zählen auch bei der Wahlbeteiligung.

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