wie wird eine depression behandelt?

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8 Antworten

Depressionen sind sehr individuel, desshalb werden sie auch unterschiedlich behandelt. Im Prinzip hängt es auch von der Stärke einer Depression ab, wie sie behandelt wird.

  • Zu Beginn wird meist Blut abgenommen um auszuschliessen, dass es sich um ein Vitamin D Mangel oder eine Schilddrüsenfunktionsstörung handelt.
  • An zweiter Stelle steht die Diagnose. Die wissenschafltichen Diagnosekriteren findest du hier: http://deprimed.de/depressionen/ Eine Diagnose kann nur eine Fachperson stellen.
  • Wenn die Depressionen eher leicht ausgeprägt sind, können Johaniskraut-Extrakt oder auch Lichttherapie helfen. Johanneskraut ist ein natürliches (aber eher schwaches) Antidepressivum, welches rezeptfrei in jeder Apotheke zu kaufen ist. Für Lichttherapie braucht es eine medizinische Tageslicht-Lampe mit mind. 10'000 Lux. Die sind aber eher teuer.
  • Sport ist gemäss diverser wissenschaftlichen Studien sehr effektiv gegen Depressionen. Voraussetzung sind mind. 4 Trainingseinheiten an jeweils 20-30 min Ausdauersport die Woche. Bis eine Verbesserung eintritt dauert es ca. 1-2 Monate. Das Problem an Sport ansich ist, dass sich besonders schwer depressive nicht aufraffen können Sport zu treiben.
  • In jedem Falle, also egal ob leicht oder schwer, ist eine Psychotherapie angebracht. Mit einer Psychotherapie meine ich eine richtige Therapie (z.B. Psychoanalyse, Verhaltenstherapie etc.) und nicht das Gespräch beim Arzt, der einfach Medikamente verschreibt. Eine Psychotherapie ist sehr effektiv und hat keine Nebenwirkungen. Das Problem ist jedoch, dass es Monate, wenn nicht Jahre dauert bis sie wirkt. Elementar dabei ist die "Chemie" zwischen Patient und Therapeut. Nur wenn diese stimmt kann eine Psychotherapie erfolgreich sein. Zudem gibt es verschiedene Formen der Psychotherapie. Die bekanntesten sind wohl die Psychoanalyse und die Verhaltenstherapie. Eine Verhaltenstherapie setzt primär auf die Konditionierung. Patienten sollen lernen, sich dosiert ihren Problemen zu stellen und sie wieder Reizen auszusetzen. Zudem soll ein Umdenken stattfinden, der depressive Patient soll langsam lernen nicht mehr alles negativ zu sehen. Eine Psychoanalyse setzt auf das Unterbewusstsein. Sie geht davon aus, dass es auslösende Faktoren für eine Depression gibt. Duch das Unterbewusstsein wird versucht diese Faktoren aufzuspühren und so zu einer Veränderung der Symptomatik beizutragen. Das Unterbewusstsein darf dabei nicht mit dem Bewusstsein verwechselt werden. Eine Psychoanalyse gilt als hoch effizient, dauert jedoch bedeutend länger als eine Verhaltenstherapie.
  • Bei schweren Depressionen werden oft auch Medikamente eingesetzt, alles voran jene der SS(N)RI-Klasse. Falls diese nicht wirken (also weder SSRI's noch SSNRI's) gibt es eine ganze weitere Auswahl an anderen Medikamenten. Machen Menschen helfen diese Tabletten wie ein Wunder, anderen leider nur stark unzureichend (ca. 70:30 Prozent für die Tabletten). Antidepressiva müssen täglich eingenommen werden und wirken nach ca. 2-4 Wochen. Das Problem dieser Medikamente sind primär die Nebenwirkungen. Am Anfang kommt es meist zu starken Nebenwirkungen, welche mit der Zeit jedoch nachlassen. Einschneidende Nebenwirkungen wie Libidoverlust und Gewichtszunahme (falls betroffen) können jedoch während der Ganzen Einnahmedauer bestehen bleiben. Eine Übersicht über alle Medikamente die bei Depressionen eingesetzt werden findest du hier: http://deprimed.de/home/
  • In sehr schweren Fällen (und damit meine ich wirklich die schwersten Fälle), die nicht auf Medikamente ansprechen, wird als ultima ratio eine EKT (Elektro-Kampf-Therapie) eigesetzt. EKT ist die mit Abstand erfolgreichste Methode um Depressionen zu behandeln, jedoch ist sie auch ziemlich drastisch. Rund 70% der Patienten, die nicht auf Medikamente reagiert haben, reagieren positiv auf EKT. Mehr zu EKT findest du hier: http://deprimed.de/ekt/
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das ist von fall zu fall unterschiedlich...

zunächst sollte man mit einem neurologen sprechen. der kann einen dann über mögliche medikamente beraten. diese dienen beispielsweise als überbrückung, bis man einen platz für eine psychotherapie bekommt. das dauert in der regel mehrere wochen, oder sogar monate. damit man sich bis dahin schonmal besser fühlt sind antidepressiva ganz gut geeignet. aber natürlich muss auch erstmal abgeklärt werden, ob es nicht andere körperliche ursachen für die depression geben kann. auch mangelerscheinungen oder eine schulddrüsenunterfunktion kann solche symptome verursachen.

und wenn man dann bei einem psychologen gelandet ist, entscheidet er mit einem zusammen, wie und ob es mit medikamenten weitergeht. so eine gesprächstherapie dauert dann aber auch nochmal unter umständen jahre. man spürt aber relativ schnell besserung, wenn man erstmal weiß wo es her kommt. wieso, warum und weshalb. man denkt immer, das müsste man doch selbst wissen... aber jemand von außen hat oft einfälle, die einem selbst nicht in den sinn kommen.

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Kommt auf die schwere drauf an .

Wenn es leichte Depressionen sind , sind keine anti depressiva nötig .

Dort reicht eine ganz normale ambulante Handlung.

Wenn es schwere sind fängt es bei antidepressiva mit 10 mg an . Inklusive einer ambulanten oder eine stationären Behandlung.

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Mit Einzel und Gruppentherapien, praktischen Übungen und in letzter Konsequenz mit Medikamenten.

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In der Regel durch eine Therapie
Es kommt immer auf die Person an und die Schwere seiner Depression
Therapie dann eben auch stationär oder ambulant
Es gibt extrem viele Wege/Mittel und Therapien eine Depression zu behandeln
In der Regel wird auch immer mit antidepressiva/Medikamenten parallel dazu behandelt

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1. Durch einen großen Bluttest herausfinden ob die Depression körperliche Ursachen hat. Schlechte Schilddrüsenwerte, Vitamin D Mangel, Eisenmangel etc. etc. können eine Depression auslösen.

2. Beginnen sich gesund zu ernähren und ganz wichtig, Sport zu machen und jeden Tag raus gehen und wenn es nur ein Spaziergang ist. Soviel Tageslicht wie möglich aufnehmen.

3. Einen guten Therapeuten finden mit dem Probleme durchgegangen werden. Bitte nicht sofort zu Antidepressiva greifen. Das ist eine billige Lösung und die echten Probleme werden nur verdeckt, wenn es denn überhaupt hilft. Es gibt andere Baustellen. Chemie sollte die letzte Möglichkeit sein oder nur im Notfall eingesetzt werden.

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Wird es nicht. Man tut das irgendwo auch selber. Auch wenn die ganze Welt sich zusammentun würde, nur um dir aus den Depressionen zu helfen, würde das nichts bringen, solange du es nicht willst. Alles fängt und endet in dir selber, also liegt alles in deiner Hand.

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Du willst jetzt aber keine allgemeine Antwort auf eine Frage, die nicht erläutert ist und für die Ärzte und Psychotherapeuten 10+ Jahre studieren....

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