Wie wird ein Telefongespräch zurückverfolgt und warum spielt die Zeit dabei eine so wichtige Rolle?

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4 Antworten

das Gespräch ist gleichzeitig ein Alibi, wer aus einer Telefonzelle telefoniert kann nicht gleichzeitig wo anders sein

wenn ein Gespräch an einem Bahnhof war, hört man im Hintergrund Züge bzw Ansagen

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In dem Moment, in dem es beim Angerufenen klingelt, steht bereits fest, von wo aus angerufen wurde. Jemanden lange in der Leitung zu halten, um seinen Standort zu bestimmen, ist Unsinn und war nur im Zeitalter der Relais-Vermittlungsstellen wichtig.

Das ist ein rein dramaturgisches Mittel, und es ist peinlich einfallslos, so etwas jetzt noch zu verwenden.

Vielen Dank für den Hinweis. Aus der Sicht hab ich´s noch gar nicht betrachtet...!

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Ein Märchen aus alten Zeiten. Heutzutage wo die Telefonnummer immer mit gesendet wird, hat man sehr schnell die Chance ihn zu orten. Dies ist auch bei unterdrückter Rufnummer möglich. Feuerwehr, Polizei sehen in ihren Leitstellen immer die Rufnummer. Es kann höchstens heutzutage nur noch wichtig zu sein jemanden hinzuhalten, wenn er aus einer Telefonzelle anruft. Die Polizei benötigt Zeit um zu der Telefonzelle zu gelangen. Darum lieben zwielichtige Gestalten Handy mit Prepaid Karten. Dazu auch: Es ist seit dem 1 Juli nicht mehr möglich ohne Sim Karte mit einem Handy die Notrufnummern abnzurufen. Dies wurde gerne gemacht um zu kontrollieren ob das Handy funktioniert.

Das mit der unterdrückten Nummer stimmt nicht immer. Viele nutzen heute Internet-Telefonie per VoIP. Dabei wird zwar die IP übertragen, diese wird aber nur beim Provider in die passende Tel-nummer "übersetzt".
Trägt man fremde Zugangsdaten in einen Router ein, werden bei Angerufenen auch die Nummer (des Fremden) angezeigt, selbst dann, wenn dieser in einem anderen Bundesland wohnt, als dort, wo der Router steht.
Nutzt man freie Anbieter, wie Skype, wird nur eine anonyme Nummer, wie 000012345, angezeigt. Diese ist weder rückrufbar, noch rückverfolgbar, da man sich bei skype auch mit falschen Daten anmelden kann.
Nur mit noch viel höherem Aufwand (z.B. bei Terror-Gefahr) ist dann eine Ortbarkeit gewährleistet. Diesen beträchtlichen (Kosten-)Aufwand wird kaum ein Staatsdiener bei normalen "Stalker"-Anrufen o.ä. freigeben.
Zum Thema Sim-Karte:
In einigen Internet-Portalen gibt es bereits freigeschaltete Sim-Karten (auch ausländische) die nicht registriert sind. Es existieren keine Unterlagen, wem die Karte zuzuordnen ist.
Auch hier wäre eine Ortung mit hohen Kosten verbunden, die erst von den zuständigen Behörden freigegeben werden müssten.

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@JoGerman

So einfach auch wieder nicht. Man kann sehr wohl mit den richtigen Aufwand nachvollziehen, wer angerufen hat. Mehr nicht... Sonst bekomme ich Ärger. Sup.. T-Home Technik Training

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@Plumbum

He, Vielen Dank Euch allen für die tollen Informationen! Das Thema hat doch mehr Facetten, als ich mir hab träumen lassen. Auf jeden Fall gibt es einige interessante Aspekte, die sich lohnen würden, in einem Roman verarbeitet zu werden. Vielen Dank an alle, die mir dieses komplexe Thema näher gebracht haben.

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@Plumbum

@plumbum: Ich würde es zu gern auf einen Versuch ankommen lassen, dass du mir sagen kannst, von wo ich gerade telefoniere.

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@JoGerman

Wie gesagt ich riskiere nicht meinen Job. Sämtlichen Abfragen werden geloggt. Es geht.

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die hinhaltetaktik ist wichtig, da telefongespräche digital über mehrere knotenpunkte laufen, da ja keine leitung direkt von tln A zu Tln B liegt... somit muss der datenstrom über alle knotenpunkte von anschluss A bis anschluss B verfolgt werden... und das dauert nunmal ne weile, zumal die daten nicht unbedingt während des kompletten gespräches den selben weg gehen müssen...

Vielen Dank an Dich! Das war genau die Antwort und Info, mit der ich weiter arbeiten kann.

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