Wie wird die Katze entspannter?

13 Antworten

Bist Du eigentlich von allen guten Geistern verlassen, man straft weder Katzen noch kleine Kinder mit Schütteln, Anschreien, oder Wasserspritze. Spiel lieber mit dem Baby, wenn sie schon als Einzelkatze ihr Dasein fristen muss. Besorge ihr besser nen Kumpel, dann hat sie wenigstens jemanden, mit dem sie spielen kann, wenn Du schon nicht bereit dazu bist. Katzen erzieht man mit Geduld und Liebe, aber das scheint bei Dir ja nicht vorhanden zu sein. Katzen werden im übrigen erst mit zunehmendem Alter ruhiger und ausgegliechener, aber wenn man schon ein Katzenbaby haben muss, sollte man das auch wissen und entsprechend mit der Katze umgehen. Du musst Dich nicht wundern, wenn Deine Katze Dir nicht vertraut und nicht auf Dich hört.

Ansonsten ist es für das Katzenbaby besser, wenn Du es zu Leuten gibst, die mehr Ahnung von Katzen haben als Du.

Ja, es gibt eine Erziehungsmethode - sie ist sogar ein Must-have: die Aufnahme eines Artgenossen!

Fakt ist: Babykatzen sollten niemals einzeln gehalten werden, da sie sozialisiert werden müssen und die ersten Monate in der Wohnung verbringen (Stichwort Gefahren). Selbst für eine erwachsene Katze ist Wohnungseinzelhaltung ein NoGo. Nur allzu oft mündet sie leider irgendwann in Verhaltensstörungen (Tapetekratzen, übermäßige Fellpflege mit kahl geleckten Stellen oder gar Urinieren in der Wohnung usw.) - alles rein kummerbedingt! Eine Zweitkatze, die ihr das Leben versüßt, ist für diesen Fall ein Muss! Nicht raus zu dürfen und einsam in der Wohnung auszuharren, ist schlichtweg grausam. Ein Mensch kann da gar nicht genug entgegenwirken, zeitlich am wenigsten - selbst die spannendste Umgebung und das interessanteste Spielzeug ersetzen keinen Artgenossen! Die Anwesenheit der anderen Katze ist eine Bereicherung, die nicht unterschätzt werden sollte. Dass es womöglich eine zeitlang gut geht, bleibt aussagelos: Manchmal bedarf es einfach Zeit, ehe Missstände unerträglich werden. Außerdem: Nur allzu oft werden Wohnungseinzelkatzen Attribute wie zufrieden oder ruhig zugeschrieben - ohne zu sehen, dass sie schlichtweg resigniert haben …!

Dass die kleine zurzeit dich als Spielobjekt auswählt, liegt daran, dass sie mit 3 Monaten voller Neugier steckt und ihre Grenzen austestet. Genau deshalb braucht eine Babykatze Gesellschaft: Angreifen, Anstarren, Wegsehen, Fluchtergreifung, Krallen ausfahren und Beißen - durch all dies ergründet sie gerade ihre Umwelt und begreift anhand der Reaktionen (z. B. Pfoteschlagen und Fauchen - eines Artgenossen, richtig!), dass nicht jedes Verhalten akzeptabel ist - was am Ende auch dir zugute käme!

Welches Tier als Zweitkatze? Sollte deine Katze weiblich sein, würde ich mich für eine Kätzin entscheiden, denn die Spielsprache, die gleichgeschlechtliche Katzen sprechen, ähnelt einander mehr. Wichtig auch zu wissen: Kätzinnen sind stärker objektorientiert (d. h. mehr interessiert am jeweiligen Spielzeug) als Kater, die ihre Kräfte lieber an Artgenossen messen (weshalb Raufereien wohl immer etwas an der Tagesordnung sind). Bei Katzen gilt in der Hinsicht nämlich am ehesten "Gleich und Gleich gesellt sich gern". Interessant ist in diesem Zusammenhang folgender Artikel: http://haustierwir.blogspot.de/2011/06/katzen-kater.html.

Wichtige Eckdaten zur Vergesellschaftung:

  • Bitte keine vorschnelle Aufgabe! Sie kann ein wochen- bzw. monatelanger Prozess sein, denn jedes Tier muss seinen neuen Platz erst finden, auch deine jetzige Katze! Viel verarbeiten müsste ebenso die neue: fremde Umgebung, fremde Geräusche, fremde Gerüche, fremde Menschen und fremde Katze. Stressreaktionen wie Fauchen und kleine Kämpfe sind oft wichtige Ventile, völlig normal und sehen vielfach schlimmer aus als sie tatsächlich sind. Krasse Situationen können ggf. durch ein einmaliges, lautes Händeklatschen in direkter Nähe entschärft werden, doch grundsätzlich sind Geduld und Verständnis deinerseits das A und O!
  • Sie sollten mit 5 Monaten kastriert werden.
  • Die Katzenklo-Anzahl sollte stimmen. Die Faustformel lautet Anzahl der Tiere plus ein Extra-Klo, so dass du auf 3 Klos kommen solltest.
  • Sie sollten genug Rückzugsmöglichkeiten haben.
  • Stichwort nächtliche Situation: Mitunter machen Besitzer leider den Fehler, die Zweitkatze aus dem Schlafzimmer zu verbannen, die andere jedoch weiter dort nächtigen zu lassen („ist ja ihr Revier“). Für diesen Fall sollte man das Schlafzimmer stattdessen auch das Revier der neuen werden lassen.
  • Hol die Zweitkatze bitte sofort, damit typische Probleme der Vergesellschaftung (z. B. Revierverhalten) von vornherein minimiert werden.

Ebenso wichtig: Gewalt sollte niemals(!) als Maßnahme in Betracht gezogen werden - sie bewirkt das Gegenteil. Du sagst es selbst: „Es wird immer schlimmer.“ Außerdem führt Gewalt bei Katzen sehr häufig zu einem Vertrauensverlust, der nicht wieder gutzumachen ist, da derselbe Mensch sie auch noch streicheln soll. Beim Schüttelgriff können sogar innere Verletzungen die Folge sein; und Wasser ist Erziehung durch Angst, ergo unratsam! - Jetzt nur ganz allgemein in punkto Erziehung: Was bei meiner Katze immer gut geholfen hat, war ein scharfes Naaaaaa. Reagiert sie nicht, klatsche zusätzlich laut in die Hände, am besten in direkter Nähe. Warum? Weil Katzen Lautstärke und Schreckmomente hassen! Irgendwann wird sie ihre "Schandtaten" mit der Lautstärke und dem Schreck verbinden und sie unterlassen. Wichtig: Niemals ihren Namen dabei rufen! Sie soll ihn schließlich auch noch positiv wahrnehmen, wenn sie kommen soll wegen Fressen, Streicheln oder Spielen. Es erfordert womöglich Geduld, doch Katzen sind durchaus erziehbar - ich zumindest habe es mit dieser Methode hinbekommen.

Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen.

Also vorerst: Wie meinst du das mit dem wenn man sie schüttelt? Man darf kleine Katzen genau so wenig schütteln wie Babys! Auch anschreien darf oder sollte man eher vermeiden, weil das die Katze eher anstachelt. Ist zumindest bei meinen kleinen so gewesen. Wenn dein Kätzchen etwas Unerlaubtes macht, strecke den Zeigefinger aus und sag energisch: NEIN! Dann beweg dich nicht mehr, bis dein Kätzchen aufhört. Wenn es dich zum Beispiel beißt und du das dann machst, wirst du feststellen, dass es aufhören wird. So signalisieren auch Katzen untereinander sich Grenzen. Sie strecken nur ihren Schwanz hoch und nicht den Finger. Viel Glück :)

Katzen raufen sich - HILFE!

Hallo Alle zusammen,

zuerst zum Baground: Ich hatte vor 2 Monaten einen Kater (Main Coon) und eine Katze (EKH). Der Kater und die Katze haben sich nie wirklich verstanden. Immer wenn er geschwächt war (verletzte Pfote) hat sie ihn attackiert und angegriffen. Vor 2 Monaten ist der Kater verstorben (Nierenversagen). Da wir beide Arbeiten sind wollten wir die Katze nicht alleine lassen und uns eine kleine Katze dazu holen. Die Katze ist 9 Jahre alt und die kleine Miez ist jetzt 14 Wochen. Natürlich ist es normal das die beiden sich bekämpfen. Also anknurren und fauchen. Die Katze schlägt auch die kleine, aber immer mit Abstand und nicht so dass sie das Kätzchen trifft.

Heute Nacht hat die Katze die kleine schon arg verletzt (am Auge böse getroffen) und nun weis ich nicht ob es doch so gut war, dass ich die kleine dazugeholt habe.

Was soll ich nur tun? Soll ich den beiden noch ein bisschen Zeit geben um sich aneinander zu gewöhnen? Wird es nicht schlimmer je älter das Kätzchen wird? Was kann ich tun, damit die beiden sich wenigstens aktzeptieren ohne dass ich eine der Katzen weg sperren muss, solange wir nicht zu hause sind.

Ich danke für eure zahlreichen Antworten.

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