Wie wird der verlustvortrag mit der einkommensteuer verrechnet?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Du solltest Deine Frage etwas genauer stellen, dann bekommst Du auch bessere/genauere Antworten (Ist nicht böse gemeint).

Was für Steuererklärungen (mehrere?) hast Du im letzten Jahr gemacht? Eigentlich kannst Du nur eine gemacht haben und zwar die für 2015, in welcher dann wohl der Verlustvortrag festgestellt wurde, oder?

Was für einen Einkommensteuerbescheid hast Du "jetzt" bekommen? Du kannst an sich keinen bekommen haben, denn den für 2015 hast Du gemacht, da wurde der Verlust festgestellt und für 2016 kannst Du noch keinen bekommen haben, da Du noch gar keine Einkommensteuererklärung abgegeben haben kannst.

Möglicherweise meinst Du die Einkommensbescheinigung für das Jahr 2016, die Dir Dein Arbeitgeber geschickt oder gegeben hat. Die hätte aber nichts mit Deinem Verlustvortrag zu tun, denn davon weiß der Arbeitgeber ja gar nichts. Diese Bescheinigung ist für Deine Steuererklärung 2016 bei der das Finanzamt dann automatisch den Verlustvortrag verrechnet.

Und vorab schon mal die Information: Der Verlustvortrag wird nicht mit Deiner Einkommensteuer verrechnet, sondern im folgenden Jahr von Deinem zu versteuernden Einkommen abgezogen und führt damit zu einer niedrigeren Einkommensteuerzahlung.

Wenn Dein Steuersatz z.B. 10 % beträgt, bedeuten € 2500 Verlustvortrag also grob gerechnet € 250 weniger Einkommensteuer.

Einen Einkommenssteuerbescheid für letztes Jahr (2016) kannst du noch gar nicht erhalten haben, dazu musst du ja erst mal eine Steuererklärung abgeben. So schnell geht das ja gar nicht. Du hast vielleicht eine Bescheinigung über einbehaltene Lohnsteuer vom Arbeitgeber erhalten, der hat mit deinem Verlustvortrag ja gar nichts zu tun, wie sollte der was verrechnen. 

Wenn du nur 3 Monate gearbeitet hast in 2016, kriegt du die Steuer wohl eh komplett raus, wegen des Grundfreibetrages, wenn du eine Steuererklärung abgibst, dein Verlustvortrag kommt dann noch gar nicht zur Wirkung. 

Du musst eine Steuererklärung machen, wenn du was raus haben willst, egal unter welchen genauen Umständen, eine automatische Rückerstattung ohne Erklärung kann es nicht geben. 

Soweit ich das verstehe, können nur juristische Personen (Firmen) einen Verlustvortrag geltend machen. Angerechnet wird dieser dann bei der Gewinnsteuer (nicht Einkommenssteuer, die ist für natürliche Personen).

Eine natürliche Person, die Verlust macht, lebt ganz einfach über ihre Verhältnisse und das wird eigentlich nicht noch steuerlich belohnt. Dann wären ja alle andern, die schauen, dass die Rechnung aufgeht, die Idioten der Nation.

Etwas genauere Angaben wären da sehr hilfreich.

Google einfach mal verlustvortrag Ich habe nicht über meine Verhältnisse gelebt, sondern studiert. Während des Studiums hatte ich Berufs relevante Ausgaben (Fahrtkosten, Bücher, Laptop, Studienreisen) die ich bezahlt habe, obwohl ich kein Einkommen hatte. Das Gesetz hat es so geregelt, dass sich Menschen mit so einem "Problem" einige dieser aufgewendeten Gelder zurück holen können in Form von einer "Gutschrift" beim Finanzamt. Dieser Betrag wird mit künftigen Lohnsteuerabgaben verrechnet. So muss ich weniger steuern zahlen

0

Ein Verlustvortrag kann bei Gewinneinkünften genau so wie bei Überschusseinkünften entstehen. Allerdings entsteht ein steuerlich relevanter Verlust nur, wenn Betriebsausgaben/ Webungskosten die Einnahmen übersteigen. Mit dem Absetzen privater Schulden hat das also nichts zu tun.

0

Steuererklärung für Verlustvortrag abgeben, trotz schon abgegebener Steuererklärung wegen Ferienjob?

Hallo,

ich bin Student (und abgeschlossene Ausbildung) und habe die letzten 3 Jahre jeden Sommer in den Ferien gearbeitet um etwas zu verdienen. Ich habe mir dann über die Steuererklärungen meine gezahlte Lohnsteuer "zurückgeholt", weil ich ja weit über dem Grundfreibetrag bin.

Kann ich für diese Jahre trotzdem noch einen Verlustvortrag geltend machen, weil ich aufgrund von vielen weiten Fahrten hohe Werbungskosten hätte. Oder funktioniert das nicht mehr, weil der Bescheid schon rechtsgültig ist?

Wenn ich beispielsweise im Jahr 2016 3.000 € verdiene und 5000 € Werbungskosten habe, erhalte ich dann die Lohnsteuer zurück + den Verlustvortrag von 2000 €?

...zur Frage

Steuererklärung: Unbeschränkt abziehbare Sonderausgaben = Verlustvortrag?

Guten Tag, folgende Situation:

Ich habe vor kurzem meine Steuererklärung für 2015 gemacht. Damals habe ich "nur" studiert. Auf dem Steuerbescheid steht jetzt ein Minusbetrag -536€ (siehe Bild im Anhang). Was hat es mit diesem Minusbetrag auf sich? Ist das ein Freibetrag?

Seit Juli 2016 arbeite ich nun und sitze gerade an meiner Steuererklärung. Kann ich diesen Minusbetrag von 2016 irgendwie geltend machen? Ich habe da mal etwas von einem "Verlustvortrag" gefunden...

Danke für eure Hilfe !

...zur Frage

Wie lese ich den steuerbescheid bei der Steuererklärung für Student - erstausbildung?

Guten tag!

Ich war 2017 bei einem steuerseminar für Studenten und es wurde uns versichert dass man ohne Einkünfte seine Werbungskosten schonmal als verlustvortrag absetzen kann und dann nach dem Studium wenn man verdient das ganze Geld vom Studium praktisch rausbekommt.

Ich habe die Erklärung abgegeben und habe nun die Frage wie mein steuerbescheid genau zu lesen ist (SIEHE BILDER).

Als zu versteuerndes Einkommen steht eine minuszahl (-4.049€)

und bei der Festsetzung steht "Aufwendungen für ein Erststudium wurden mit dem gesetzlichen Höchstbetrag von 6.000€ pro Person als Sonderausgaben berücksichtigt."

Heißt das im Prinzip alles hat geklappt und ich muss garkeinen Einspruch einlegen o.ä.?

Über Hilfe/erfahrungen wäre ich super dankbar!

LG Jasmin

...zur Frage

Wie lange ist der Verlustvortrag gueltig?

Hallo, ich hatte 2006 und 2007 zusammen einen gewerblichen Verlustvortrag von ca. 20000 Euro. In den Jahren 2008 bis 2014 war ich arbeitslos und habe nur ein, zweimal eine Einkommenssteuererklaerung durchgefuehrt, bei der sich "0" ergab. Ab 2014 war ich erwerbsunfaehig, seit 2016 Vollrentnerin. Da ich in all den Jahren keinen verrechenbaren Gewinn hatte, wurde der Verlustvortrag nie verrechnet. Im Jahr 2016 erhielt ich gerade eine Nachzahlung ueber 2000 Euro ans Finanzamt. Kann ich den Verlustvortrag noch anrechnen lassen, ich hatte dies auf der Erklaerung fuer 2016 auch angekreuzt. Im Netz lese ich Unterschiedliches, einmal heisst es der Vortrag ist unbegrenzt gueltig, dann wieder nur wenn man jedes Jahr eine Verlustfeststellung beantragt hat. was ich nicht wusste und auch nicht getan habe. Ich bin schwerbehindert, falls das etwas aendert. Danke.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?