Wie wird der Streitwert bei Gericht berechnet?

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5 Antworten

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Der Streitwert beträgt 1.012 minus 450 Euro. Denn die sind ja nicht mehr strittig.

Anwaltskosten etc. erhöhen den Streitwert nicht.

Wie ist das mit Zinsen?

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@rbeier

Zinsen kannst Du als Nebenkosten geltend machen, zählen aber nicht mit bei der Berechnung des Streitwertes; Streitwert ist immer die noch offene Hauptforderung.

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Schreibe nochmals eine letzte Mahnung und beantrage dann einen Mahnbescheid, bzw. lasse beantragen. Die Gebühr für den Mahnbescheid musst Du vorstrecken, 1/2 Gerichtsgebühr aus 562,00 EUR (kann jemand helfen, hab grad keine Tabelle zur Hand). Du brauchst keinen Anwalt um einen Mahnbescheid zu beantragen! Aber wenn Du Rechtsschutz hast, gehen die Anwaltskosten dann ja auch zu Lasten des Schuldners. Nach Beantragung des Mahnbescheides hat der Schuldner zeit zu widersprechen, wenn er widerspricht wird das Verfahren eröffnet. Wenn er nicht widespricht, erhältst Du einen Vollstreckungsbescheid. Aus diesem kannst Du dann wie der Name schon sagt, die Forderung vollstrecken lassen.

Streitwert ist der noch offene Betrag der Hauptforderung; alle anderen Beträge sind Nebenforderung einschl. Zinsen und andere bereits aufgewandte Kosten (Anwalt z.B.); Du kannst ALLE offenen Beträge im Klagewege geltend machen, aber die Nebenforderungen kosten keine Gerichtskosten extra;

reichst Du gleich eine Klage ein, dann kostet das eine dreifache Gebühr; den Betrag musst Du vorschiessen; wählst Du den einfachen Weg über das Mahnverfahren kostet es nur 1/2 Gebühr (mindestens jedoch 23 Euro);

schaltest Du einen Anwalt musst Du auch dessen Kosten vorab zahlen, aber kannst sie dann mit der Klage geltend machen;

ich würde - wie spunkspu - vorerst den Weg über einen Mahn- Vollstreckungsbescheid vorzieheN, ist insgesamt billiger und geht schneller;

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