Wie wird der Kauf- und Verkaufskurs von 1 Mio. Aktien festgelegt?

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4 Antworten

Das geht nicht, weil du den Kursanstieg zeitlich falsch einordnest. Es stimmt, dass durch den Kauf vieler Aktien der Kurs steigt. Aber nicht nachdem Du kaufst, sondern beim Kauf.

Der Kurs einer Aktie, den Du auf laufbändern, im Internet usw siehst, sit ja nur der Preis, zu dem der letzte Handel abgewickelt wurde. Das ist nicht der Preis, den Du jetzt bekommst. In Deinem Beispiel wäre der lette Handel für 100 abgewickelt worden. Wenn du jetzt 1 Mio Aktien kaufen willst, dann steigt dadurch der Kurs und Du zahlst 105 Euro. Wenn Du dann wieder 1 Mio Aktien verkaufen willst, dann drückt dieses Angebot den Kurs und Du verkaufst zu 100, hast also 5 Mio Verlsut gemacht.

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Kommentar von steefi
12.07.2017, 12:08

Das würde ja heißen, das immer zuerst der Kurs festgelegt wird wie er ist wenn ich die Aktien schon verkauft hätte, ist das richtig?

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Du kannst keine 100 Millionen Aktien zu EUR 100,- kaufen, und du kannst keine 100 Millionen Aktien zu EUR 105,- verkaufen. Die Stückzahlen sind zu hoch. Das ist das Problem, das alle Großanleger haben, z.B. Warren Buffett, aber natürlich auch alle Fondsmanager. 

Deshalb ist es gar nicht so leicht, einen Fonds gut zu managen. Eben weil man Probleme hat, die gewünschten Stückzahlen zu kaufen, ohne den Kurs zu stark zu bewegen. 

Es gibt aus diesem Grund auch Fonds und ähnliche Strukturen mit einer maximalen Anlegerzahl. Zum Beispiel das TSI-Premium-Depot von "Der Aktionär". Das kostet pro Jahr eine Gebühr von EUR 300,-. Da könnte man nun sagen, es ist dumm, hierbei nur eine maximale Anzahl an Abonnenten zuzulassen. 

Ist es nicht. Denn wenn zu viele Leute gleichzeitig die gleichen Aktien kaufen oder verkaufen, beeinflusst das den Kurs. 

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Kommentar von steefi
12.07.2017, 14:23

gute Antwort, aber ich habe mal nach TSI-Premium-Depot ge-Duck-Duck-go t und da las ich dazu folgenden Eintrag:

DR. ALEXANDER WALZ 02.01.2014 20:25 UHR Unseriöses Angebot: Keine Langzeiterfahrung (Backtests sehen immer gut aus), bei Bestellung muss Kreditkarte angegeben werden, die sofort mit ganzem Jahresbeitrag belastet wird. Es gibt kein Testangebot. Bei Nachfragen gibt es keinen Ansprechpartner, der Kundendienst antwortet nur namenlos mit "Kundenservice". Signale führten zu Verlusten. Insgesamt kann nur abgeraten werden von dem unseriösen Angebot!
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In der Praxis wir das Orderbuch abgearbeitet so lange bis Du mit deinen BId - Orders auf deine Stückzahl kommst.

Heißt Du kaufst  x Stück zu  100, dann  x Stück zu 100,10 , und so fort bis Du dein Auftrag erreicht hast.

Heißt der Kurs bildet sich nahc deiner Nachfrage und dem vorhandnen Angebot.

Wen Du billigst orderst würde das sofort im offen einsehbaren Orderbuch erscheinen und was meinst du was jeder Händler machen würde ?

Bei Limiten ämst Du dann enstprechend langsam zum Zug.

Der nächste Schritt ist die Order " interessewahrend " zu  platzieren, wobei dann abgesprochen wirdwo, ( bei welchem Kurs ) dein Interesse besthet.

Der Händler wird dann versuchen, nach und nach die Order abzuarbeiten.

Eine Order über e einen Wert von 100 Millionen wird wohl nicht über die Börse gehandelt werden, sondern außerbörslich.

Heißt ein oder mehrere  Händler würden in deinem Auftrag quasi " auf die Jagd " gehen, und bei größeren Anlegern ( Pensionskassen, Fonds ) entsprechende Teilanfragen stellen - oft mit sogenannten " Paketaufschlägen "

Oft wird er Handel von großen Orders daher auch in Dark Rooms gehandelt.

Es ist halt schlicht eine Frage von Zeit und Volumen, bis dann andere Händler darauf kommen, das da eine sher große Order "  herumschwimmt " und dann werden die Kurse uninteressant.

Ich habe das mal mit einem Kunden für je eine Mio in zwei verschiedenen Optionsscheinen versucht.

Zu der Zeit war die Kombination risikolos und ergab eine steuerfreie Rendite, die etwas geringer als der Marktzins war.

Nach wenigen Studen hatte der Market Maker auf der Gegenseite dies bemerkt und weitere Käufe wurden sinnlos, weil er die kUrse entsprechend teuer stellte.

Das  Geschäft wurde dennoch realisiert und zwar über Optionen, was ein rein mathematisches Problem war und dann von der Bnak selbst zusammengbastelt.

Aber das ist jetzt fernab von der eigentlichen Fragestellung.

Mit freundlichen Grüßen

Nasdaq

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Das ist ein Nullsummenspiel.

Bei so vielen Aktien kaufst du automatisch zu höheren Preisen, weil zu jedem Preis immer nur eine bestimmte Menge an Aktien angeboten werden. Das gleiche Spiel rückwärts beim Verkauf.

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Kommentar von steefi
12.07.2017, 12:12

also man kann nur ein bestimmtes Paket von z.B. 1000 Aktien für den Kurs handeln und dann wird der Kurs erst wieder neu berechnet, meinst Du das so ? Das vermute ich nämlich auch.

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Kommentar von Tritur
14.07.2017, 03:19

Und genau deshalb ist es kein Nullsummenspiel, sondern ein dickes Verlustgeschäft!

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