Wie wird das Mindesthaltbarkeitsdatum herausgefunden?

...komplette Frage anzeigen

3 Antworten

gerade bei sehr langer haltbarkeit, werden die unternehmen aus markttaktischen gründen dieses mindesthalbarkeitsdatum möglichst niedrig angeben. sie wollen erreichen, dass das zeug auch verbraucht/weggeworfen und dann nachgekauft wird. wenn auf dem kaffeepulver also ein jahr angegeben wird, könnten es in wirklichkeit auch 5 jahre sein. konservendosen sind nahezu unbegrenzt haltbar.

merke: je kürzer das mindesthaltbarkeitsdatum, umso mehr wird weggeworfen und dann nach gekauft.

annokrat

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die Haltbarkeit von Konserven wird über die Erhitzungsbedingungen (Temperatur, Druck, Zeit, Wärmeleitfähigkeit des Inhaltes usw.) definiert. Diese Werte kann man messen und daraus die Haltbarkeit bestimmen. Das Ganze basiert auf wissenschaftlichen Untersuchungen, die meist von den Bundesforschungsanstalten durchgeführt wurden und werden. Allerdings vertragen nicht alle Füllgüter gleich hohe Temperaturen, deswegen wird z. B. bei Dosenwürstchen eine besonderes Erhitzungsprogramm praktiziert, da sie sonst platzen. Die Temperatur kann sowieso nicht beliebig hoch gewählt werden, weil eventuell der Inhalt zu stark leidet und sich ein Koch- oder Brandgeschmack zeigt. Wichtig ist außerdem, ob die Ware für unsere gemäßigte Klimazone oder für wärmere Gebiete, z. B. Nah-/Mittelost oder Afrika bestimmt ist. Da kann eine höhere oder längere Erhitzung nötig sein, man nennt diese auch "Tropenkonserven". Auch gibt es manchmal (typisch bei Konserven mit saurem Inhalt - meist Früchte-) nach einiger Zeit Reaktionen zwischen dem Füllgut und den Doseninnenwänden, was die Haltbarkeit aus geschmacklichen Gründen verkürzt. Eine stichprobenweise Überprüfung der Haltbarkeit lässt sich durch eine Bebrütung der Konserve durchführen. Für die bei uns üblichen Vollkonserven wird diese ein einem Brutschrank bei + 37°C über 7 Tage durchgeführt. Der Test ist bestanden, wenn sich keinerlei Veränderungen zeigen, also die Dose nicht "dick" geworden ist und der Inhalt keine Abweichungen aufweist. Außerdem dürfen sich keine Keime gebildet haben.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Jedes Unternehmen, welches Lebensmittel produziert, sammelt hier so seine eigenen Erfahrungen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von kobaldow
13.07.2013, 00:22

Aber wenn ein Unternehmen jetzt eine neue Kartoffelsuppe in der Konserve herstellt. Dann kann sie ja nicht jede Woche eine Konserve öffnen und gucken ob der Inhalt schlecht ist. Und das drei Jahre lang. Da muss es ja irgend ein Verfahren oder so geben.

0

Was möchtest Du wissen?