Wie wird das Fehlen einer Opposition in der DDR begründet?

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10 Antworten

Eine Opposition, die auch Einfluss hat, wird als Lähmung der politschen Partizipation/Teilhabe und der Eigeninitiative des Proletariats gesehen. Sie stehe dem Aufbau des Sozialismus im Wege. Es dient also nur zur Machtsicherung und zur Bewahrung der Oligarchie( Herrschaft der Wenigen). Die Demokratie stand also keineswegs im Vordergrund und daran sollte sich nichts ändern.

Zudem hätte eine Opposition andere Meinungen als die der Regierung verbreiten können, was die innerstaatliche Stabilität ins Wanken gebracht hätte.

Zusammendfassend kann man sagen, dass die Struktur des kommunistischen Staates durch die Opposition geschwächt wäre, denn diese hätte ohne Ende die Herrscher kritisiert, da die Gedanken radikal waren/sind.

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Kommentar von Birnemajakuchen
24.05.2016, 17:28

Danke du hast mir sehr weiter geholfen 👍 

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Es gibt ein Lied mit dem Text: Die Partei, die Partei, die hat immer recht. Und wer recht hat, duldet niemanden, der Unrecht hat. Das machen alle, die im Besitz der Wahrheit sind, vom Vatikan, Kommunisten, Nazis bis zum IS.

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Das liegt in dem Konzept eines totalitären Systems. Es geht davon aus, daß sie das richtige machen und jede Opposition würde ja diesen per Definition "richtigen" Prozess nur stören.

Im Fall der DDR muß man da allerdings ein wenig weiter ausholen und sich die Theorie des Kommunismus und Diktatur des Proletariats ansehen - was hier nicht geht.

Kurz zusammengefaßt.  Die SED war überzeugt in einem wissenschaftlich begründeten Prozess zur kommunistischen Gesellschaftsordnung die Interessen der Arbeiterklasse zu vertreten. Da das alles fest definiert war (dachten sie) und per se richtig (Glaubensfrage) war, stört jeder, der eine andere (und per se falsche) Ansicht vertritt. Und da dann alles nicht funktionierte, aber doch per Definition richtig war, mußte immer stärker drauf geachtet werden, daß Keiner Kritik üben konnte. Deshalb brauchte man dringend das Schild und Schwert der SED - die MfS.

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Kommentar von 666Phoenix
24.05.2016, 17:40

Im Fall der DDR muß man da allerdings ein wenig weiter ausholen und sich die Theorie des Kommunismus und Diktatur des Proletariats ansehen

Genau das sollte man tun, ehe man hier Klugschieterei betreib!

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Wie wird das Fehlen einer Opposition in der DDR begründet?

"Opposition" kann man auf viele verschiedene Arten interpretieren. 

Das, was du als "Opposition" zu kennen glaubst, also das Streiten zweier einander widersprechender Parteien, ist nur eine Möglichkeit.

Eine andere ist die "Flügel-Orientierung", wie du sie etwa innerhalb von Parteien kennst. Da gibt es dann einen "rechten Flügel" und einen "linken Flügel", die zwar im Grunde das gleiche Ziel haben, aber es auf verschiedenen Wegen zu erreichen versuchen.

Und genau das war auch die Ansicht der führenden Köpfe in der DDR: "Wir haben alle das gleiche Ziel. Wir können also höchstens noch über den Weg dorthin diskutieren."

Es bedurfte also in der DDR genauso wenig einer "Parteien-Opposition", wie es 2, 3 oder 4 "CDU-Parteien" in der Bundesrepublik braucht, nur weil sich die Flügel innerhalb der Partei in ihrer Ausrichtung unterscheiden.

Und wenn wir die Entwicklung der Volks-Parteien in der Bundesrepublik anschauen, dann stellen wir ebenfalls fest, dass sich CDU und SPD eigentlich nur noch durch die Namen ihres Führungs-Personals unterscheiden...

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Tatsächlich ist auch die "Opposition" in der Bundesrepublik völlig überbewertet.

  • Wahlweise ist die Opposition nur deshalb "dagegen", weil die Regierung dafür ist (vor allem CDU, CSU, SPD, GRÜNE in der Opposition); 
  • während beim Rollentausch - also beim Wechsel der Regierungspartei in die Opposition und umgekehrt - auch gleich die Meinungen mitgetauscht werden; dann ist also die ehemalige Regierungspartei auf der Oppositionsbank plötzlich gegen das, was sie als Regierung noch selbst verbrochen hat (vor allem CDU, CSU, SPD, GRÜNE), während die neue Regierungspartei plötzlich die Arbeit der alten Regierungspartei gar nicht mehr so schlimm, sondern vielmehr "anknüpfenswert" findet.
  • Oder die Opposition ist so schwach, dass sie nichts ausrichten kann, selbst wenn sie wollte (aktuelle Legislaturperiode: Linke, GRÜNE);
  • was sie aber im Regelfall auch gar nicht will, weil "Opposition" zwar "das Entgegengesetzte" bezeichnet; aber irgendwie doch niemand das Entgegengesetzte will; man sich also tatsächlich einig ist, dass man sich nur über den Weg aber nicht über das Ziel streitet.

Mit anderen Worten: In der Bundesrepublik gibt es nicht mehr Opposition, als es in der DDR gab. Man nennt es nur so.

Für meine Geschichtshausaufgabe muss ich kritisch dazu Stellung nehmen wie das Fehlen einer Opposition in der DDR bebründet wird.

Tja, da kann ich dir nicht helfen. "Propaganda-Texte wiederkäuen" können andere besser. (Und ja, du solltest besser Propaganda wiedergeben, denn für eigenständiges Denken wird man in diesem Land schnell bestraft.)

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Solche Systeme wie die DDR, die UdSSR und die anderen Staaten, gehen ja davon aus, dass die notwendigen Maßnahmen, Entscheidungen usw. in der Einheitspartei getroffen werden und so ein Konsenz erzielt wird, der eine Opposition unnötig macht.

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Kommentar von crunsch
24.05.2016, 17:25

Sehr gute Antwort! Gefällt mir!

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Der Grundstein wurde durch die von den Russen geforderte und durchgesetzte Zwangsvereinigung der KPD und SPD gelegt. Daraus ist dann später die SED hervorgegangen.

Lies mal hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Zwangsvereinigung_von_SPD_und_KPD_zur_SED

Auf dieser Seite ist das auch nochmal gut beschrieben.
http://www.zeitklicks.de/ddr/zeitklicks/zeit/das-system/das-politische-system/parteien-in-der-ddr/

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Kommentar von Birnemajakuchen
24.05.2016, 17:26

Vielen dank für deine Mühe mir die Links rauszusuchen :)

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Hei, Bienemejakuchen, weil die Partei immer Recht hat, kann´s auch keinen geben, der anderer Meinung ist, also keine Opposition. Und in jeder Diktatur ist das so - brido: "Eine Diktatur braucht keine und duldet keine." Wer´s trotzdem wagt: Bautzen oder Rübe ab. Denn das ist ja das Kennzeichen jeder Diktatur: Einer (oder auch eine Junta) steht vorn und weiß, wo´s lang geht. Und so. Grüße!

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Seit wann gibt es in Diktaturen denn eine parteipolitische Opposition?

Zum Ende gab es eine Opposition, die kam allerdings nicht aus der Politik, sondern aus der Bevölkerung, z. B. das "Neue Forum".

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bebründet

Weist darauf hin, dass Du nicht nur in Geschichte "nicht besonders gut" bist!

Mein Tipp: schau mal, was die deutsche Rechtschreibung so geben könnte. Dann (aber erst dann!) beschäftige Dich mit inhaltlichen Problemen! Kann ja sein, dass Du was Neues findest!

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Kommentar von Birnemajakuchen
24.05.2016, 18:24

Jeder verschreibt sich mal oder bist du ein perfekter Mensch ohne Fehler?  😙

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Eine Diktatur (des Volkes) braucht keine und duldet auch keine. 

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Kommentar von Birnemajakuchen
24.05.2016, 16:53

Kannst du mir das vielleicht erläutern warum ?

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Kommentar von Matermace
24.05.2016, 16:53

Jau, Nordkoreastyle^^

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