Wie wird das Erbe verteilt?

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3 Antworten

Drei Monatevor seinem Tod hat er dem Sohn aus erster Ehe 185.000 € überwiesen.

Und woraus erklärt sich hier eine Schenkung? Reumütige Nachzahlung jahrelang geschuldeten Unterhaltes, Anerkennung geleisteter Betreuung und Pflege, sittliche Verpflichtung (Weihnachten, Geburtstag, Hochzeit immer übergangen worden) u. v. m wären es nicht :-)

Hat der Sohn aus erster Ehe Anspruch auf Ausgleich der Schenkung von 185.000 €

Der zweite Sohn oder die Ehefrau könnte Pflichtteilsergänzung der Schenkung verlangen; hierbei würde die Schnekung dem Reinnachlass hinzugerechnet und über diesen fiktiven Reinnachlasswert bestünde zur Pflichtteilsqoute der gesetzlichen Erben Ausgleich.

G imager761

Über die Schenkung gibt es eben keine Erklärung. Da die Schenkung jedoch größer ist als das normale Erbe könnte er zum Ausgleich nicht verpflichtet sein nach § 2056. Wie sieht dann die Restverteilung aus?? Bekommt dann die Ehefrau zwei Drittel und der Sohn aus erster Ehe ein Drittel von dem Erbe?

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Wenn der Erblasser bei der Hingabe der € 185.000 an den Sohn I nicht angeordnet hat, dass der Betrag im Erbfall auszugleichen sei, ist er auch nicht dem Nachlass hinzuzurechnen. Der zur Verteilung an die Erben (Ehefrau 1/2, Sohn I und II je 1/4) anstehende Nachlass sind die verbliebenen € 92.918. Soweit durch die Schenkung der € 185.000 der der Ehefrau und dem Sohn II verbleibende Wert des Erbteils unter den Betrag herabsinkt, der den Pflichtteilen der beiden Personen unter Hinzurechnung des Schenkungsbetrags entspräche, haben sie einen Pflichtteilsergänzungsanspruch gegen Sohn I.

Gehen wir von den Zahlen aus: Der Nachlass unter Hinzurechnung der Schenkung macht ca. € 93.000 plus 185.000 = € 278.000.- aus. Der Pflichtteil der Ehefrau hieraus wäre 1/4 = € 69.500, der des Sohnes II 1/8 = € 34.750.- Aus dem vorhandenen Nachlass (T€ 93) erhält die Ehefrau 1/2 = 46.500, die Söhne I und II je 1/4 = 23.250. Mithin kann von Sohn II aus der Schenkung verlangt werden: Zahlung an die Ehefrau € 23.000 und an Sohn II € 11.500 Wenn das nicht freiwillig gezahlt wird, beauftratgen Sie einen Anwalt.

Danke für die Antwort, die aber nicht ganz richtig sein kann. Da ja alle Erben sind geht es ja nicht ums Pflichtteil. Die Ehefrau erbt 1/2 und die Söhne je 1/4. Da der Sohn aus zweiter Ehe mit der Schenkung mehr erhalten hat, als er geerbt hätte, braucht er nach § 2056 nicht ausgleichen und fällt als erbe aus. Wie werden jetzt die die 93.000€ unter der Mutter und dem Sohn aus erster Ehe verteilt?

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