Wie wird beim Jobcenter berechnet?

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4 Antworten

Wenn dir Gelder ab 01.03.zustehen bekommst du das bei laufenden Zahlungen immer spätestens am letzten Bankarbeitstag des alten Monats,also im Februar,weil das ALG - 2 dir am 1.des neuen Monats zur Verfügung stehen,also auf dem Konto sein muss !

Beim Einkommen zählt der Zufluss ( Zuflussprinzip ) und wenn du alles auf einmal bekommst kann es auch nur in einem Betrag angerechnet werden,dann steigt dein Freibetrag an weil ja das Bruttoeinkommen der 3 Monate so wie das Netto addiert werden muss.

Vom gesamten Brutto ( bis 1200 € ) würde dir dann ein Freibetrag von 300 € zustehen,dieser würde dann vom gesamten Nettoeinkommen abgezogen und ergibt dann das anzurechnende Einkommen.

Würde das anrechenbare Einkommen deinen Bedarf übersteigen,dann würde im Monat des Zuflusses dein Leistungsanspruch entfallen und es würde eine Rückforderung kommen.

Wenn du dann noch einen Überschuss hast würde dieses anrechenbare Einkommen im Monat nach dem Zufluss vom Einkommen zum Vermögen und das darf dann nicht mehr auf die laufenden Leistungen angerechnet werden,solange es das so genannte Schonvermögen nicht übersteigt.

Dann lege gegen diese Forderung fristgerecht einen Widerspruch ein und beantrage eine Ratenzahlungen.

gina165 26.11.2016, 23:45

Das nenn ich mal ne Ausführliche und sehr Hilfreiche Antwort...DANKE! :)

Nur noch eine Frage, im März muss ich das was ich bekommen habe vom Jobcenter komplett zurückzahlen, habe in dem Monat dann durch die 3 Gehälter aber knapp 1400 Euro gehabt, dann kommt das Schonvermögen ja ins Spiel, was passiert aber mit den Monaten wo ich kein Gehalt bekommen habe? Greift für diese Monate dann das Schonvermögen? zb. haben die im Februar nur soviel gezahlt das ich mit dem Lohn + Freibeträge Vernünftig über die Runden hätte kommen können, da aber kein Lohn kam hatte ich ja zuwenig. Können die dann sagen das ich im März ja dann genug bekommen habe? oder muss das auch alles berechnet werden exakt wie hoch das Schonvermögen war, wie viel ich hätte dann und dann noch bekommen müssen oder belassen die es dabei so wie es nun ist? 

Danke vielmals noch einmal.

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isomatte 27.11.2016, 05:33
@gina165

Wie gesagt gilt hier das so genannte Zuflussprinzip !

Wenn du in den Monaten Januar / Februar keinen Geldeingang auf deinem Konto hattest,kann auch nichts auf deine Leistungen angerechnet werden.

Ob dann dein Bedarf für Monat März ganz entfällt würde die Berechnung deiner Freibeträge und deines Bedarfes ergeben.

Bei 1400 € Netto hast du z.B. als Single dann den max. Freibetrag von 300 €,der aus dem gesamten Bruttoeinkommen berechnet wird und min. 1200 € beträgt.

Somit würden dir nach dem Abzug deiner 300 € Freibetrag vom Brutto / Nettoeinkommen ein anrechenbares Einkommen von etwa 1100 € bleiben und dein Bedarf sollte als Single ja unter 1100 € pro Monat liegen.

Demnach würde dann für den Monat März dein Leistungsanspruch ganz entfallen und du müsstest die Leistung für März komplett ans Jobcenter zurück zahlen.

Das Schonvermögen ist das,was du im Monat vor deiner Erstantragstellung z.B. als Barvermögen auf Konto / Sparbuch haben durftest bzw.auch im Leistungsbezug ansparen kannst.

Du kannst also pro vollendetem Lebensjahr 150 € + einmalig 750 € für notwendige Anschaffungen z.B. auf deinem Konto haben,min. aber 3100 € + diese einmaligen 750 € = 3850 €.

Würde dein Bedarf also angenommen bei 800 € liegen und du hättest dann im April noch Geld von deinem Einkommen übrig,dann würde das im April zum Vermögen und darf bis zu deinem Schonvermögen nicht mehr auf deine laufenden Leistungen angerechnet werden.

Du hättest dann also im April ganz normal wieder Anspruch auf deine Leistungen.

Für die Monate Januar / Februar hast du dann ja zu wenig Leistungen bekommen,da dir das Jobcenter Einkommen angerechnet hat was du aber tatsächlich gar nicht bekommen hast.

Deshalb suchst du dir im Internet ein Musterschreiben zum Überprüfungsantrag nach § 44 SGB - X und gibst darin an welcher Bescheid auf was überprüft werden soll.

Gibst also z.B. an,dass du im Monat Januar / Februar kein Einkommen auf dein Konto ( Zuflussprinzip ) bekommen hast,dir aber für diese Monate Erwerbseinkommen auf deine Leistungen angerechnet worden und du somit zu wenig Leistungen erhalten hast und bittest um Überprüfung des Bescheids.

Dazu legst du dann noch Nachweise in Kopie,also z.B. Kontoauszüge damit das Jobcenter sieht das du in diesen beiden Monaten kein Geldeingang auf dem Konto hattest.

Dann muss nachberechnet werden und dir steht normalerweise eine Nachzahlung zu.

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du solltest da hin traben und mit dem Sachbearbeiter persönlich sprechen. Eventuell sieht er seinen Fehler ein

gina165 26.11.2016, 20:44

Ich habe ja nicht mal einen.. Bin momentan beim Fallmanager der mir noch nicht zugewiesen wurde aufgrund dessen das ich das Ü25 bin. Beim letzten mal wo es Probleme mit denen gab und ich nach einem Termin in der Leistungsabteilung fragte hieß es bekomm ich nicht wenn ich Glück habe höchstens einen Anruf und das wars..für Berechnunsgsbögen bräuchten die auch mindestens 2 Wochen weil alles sofort Archiviert werden würde.

2 Wochen habe ich nicht wenn die in 14 Tagen schon fast 1000 Euro von mir haben wollen für 2 Monate...

Aber danke aufjedenfall für die schnelle Antwort und sorry ich bin ein bisschen angesäuert grade weil ich nur Probleme habe mit denen egal ob ich arbeiten gehe oder nicht :/

Einen schönen Abend ihnen noch :)

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Das Arbeitsamt ist leider weit entfernt von jeder realistischen Regelung und wird es durchziehen. Die Regelung ist Schwachsinn, konsequent durchgezogen kannst du ja  auch immer alle 6 monate alles auf einmal ausbezahlt bekommen.... 5 monate voll kassieren und ein monat dann nicht. Noch besser, ein paar Tage bevor das Geld kommt abmelden, ein paar Tage danach wieder anmelden. Es ist lächerlich, aber sie glauben an ihr seltsames System und lassen sich auch durch Argumente nicht davon abbringen.

ich denke hier wäre Fachwissen, das heisst ein guter Anwalt richtig.

Keine Angst ein Beratungsgespräch usw. ist für Aufstocker kostenfrei muss nur ein bissl Schriftkram ausgefüllt werden. Es gibt Ausnahmeregelungen wenn man beweisen kann das es am Arbeitsgeber liegt und er unpünktlich zahlt, du hast die Kontoauszüge als Beweis. Lass dir vom Anwalt helfen, alles andere  sind Mutmassungen und führen zu nichts

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