Wie wird Apokalypse im Mittelalter dargestellt und was ist die Johannesoffenbarung?

9 Antworten

Filix, du hast nun schon die verschiedensten Antworten bekommen. Wie man sich die Apokalypse im Mittelalter vorstellte, kann ich nur ahnen - gruselig vielleicht.

Aber die Apokalypse ist eigentlich das, was Gott schon im Garten Eden prophezeit hat. In 1. Mose 3:15 wird erwähnt: „Ich [Gott] werde Feindschaft
setzen zwischen dir und dem Weibe und zwischen deinem Samen und ihrem
Samen. Er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihm in die Ferse stechen.
SEIT Jahrtausenden befinden sich diese zwei große Organisationen auf Kollisionskurs (die beiden Samen). Die Folge: ein Zusammenstoß, durch den die Welt in den verheerendsten Krieg der Geschichte gestürzt wird. In der Bibel wird er der „Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen“, genannt, besser unter dem unheilvoll klingenden Namen Harmagedon bekannt (Offenbarung 16:14, 16).

Daniel prophezeit mit anderen Worten das Gleiche, verstand es damals aber nicht. 8: 17Der Engel Gabriel sagte zu mir: »Du Mensch, du hast geschaut, was in der letzten Zeit geschehen wird.« Johannes wurde in der Offenbarung der gleiche Inhalt offenbart.

Man könnte sich jetzt fragen, warum es zu dieser außergewöhnlichen Dramatik kommen mus, die Menschen könnten sich doch entweder für die eine oder die andere Seite entscheiden. Da ist aber noch der große Drache, Satan, der weiß was ihm und seinen Genossen blüht. Deshalb ist er wütend und will so viel Menschen wie möglich mit ins Verderben nehmen. Das "Wehe der Erde: denn der Teufel ist zu euch hinabgekommen", das erleben wir in zunehmendem Maße seit vielen Jahren, angefangen mit dem 1. WK. Das Tragischste ist, dass die Menschen immer gottloser werden, was natürlich gut in Satans Plan paßt. Deshalb gibt es diesen Zusammenstoß zwischen Satan und dem Messias Gottes, Jesus Christus. Wir steuern auf diesen Krieg zu, wissen aber nicht, wann es soweit sein wird, sondern "wie ein Dieb in der Nacht!"
Die erste Prophezeiung in Eden geht wie ein roter Faden durch die Bibel bis zur Offenbarung. Stellen wir uns aber auf Gottes Seite, werden wir Schutz finden von höchster Stelle. Wie heißt es doch in einem Lied von M.Luther? "Ein feste Burg ist unser Gott" und "und wenn die Welt voll Teufel wär!"

und was ist die Johannesoffenbarung?

Die Johannesoffenbarung ist das letzte große Kapitel der Bibel, Teil des Johannes Evangeliums und laut Bibelwissenschaften weitgehend gefälscht.


Außerdem sind viele Aussagen aus dem Johannes Evangelium eigentlich gar nicht von Jesus:


Ich zitiere aus folgendem Artikel 


http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8887672.html

SPIEGEL: Gibt es Texte, die so wenig christlich sind, daß sie aus diesem Grund nicht im Neuen Testament stehen sollten?


Lüdemann: Ja, die "Offenbarung des Johannes", das letzte Buch der Bibel. Schon früh gab es Widerstand gegen seine Aufnahme, und zwar völlig zu Recht. Die Offenbarung schildert blutrünstig und grausam das Ende der Welt. Ich halte es für verhängnisvoll, daß dieser schreckliche Text als Teil des Neuen Testaments in die Gegenwart transportiert wurde, in unsere Zeit mit ihren apokalyptischen Ängsten. Sie werden durch die Johannes-Offenbarung noch angeheizt. Deshalb ist sie bei den Sekten so beliebt.

SPIEGEL: Ist Jesus für Sie wahrer Gott und wahrer Mensch, wie es im Glaubensbekenntnis von Chalkedon aus dem Jahre 451 steht, das in beiden Kirchen noch heute als verbindlich gilt?


Lüdemann: Nein. Diese Vorstellung ist antiquiert. Jesus war Mensch, man kann auch sagen: wahrer Mensch, wenn man damit ausdrücken will, daß er für uns heute maßgeblich ist

SPIEGEL: Worin hat sich Jesus geirrt?


Lüdemann: Vor allem in der Naherwartung des Gottesreiches. Er glaubte, das Ende der Welt noch selbst zu erleben.

SPIEGEL: Wußte Jesus mehr als die Menschen seiner Zeit, zum Beispiel, daß die Erde eine Kugel ist?

Lüdemann: Nein, das wußte er nicht. Er hatte kein anderes Weltbild als seine Zeitgenossen. Die Hölle glaubte er tief in der Erde und Gott hoch oben im Himmel.


SPIEGEL: Laut Bibel hat Jesus mehrere der höchsten Titel, die es damals gab, auf sich bezogen, sich zum Messias, zum Sohn Gottes und auch zum Menschensohn erklärt, also zum Richter und Retter in der Endzeit. War es so?
Lüdemann: Keinen dieser Titel hat Jesus für sich beansprucht; sie wurden ihm allesamt erst später zugeschrieben.
SPIEGEL: Auch vieles, was als sein Wort in der Bibel steht, hat er nach Meinung der kritischen Forscher nicht gesagt.

Lüdemann: So ist es. Von all den Jesus-Worten im Johannes-Evangelium zum Beispiel stammt höchstwahrscheinlich kein einziges von ihm, abgesehen von denen, die aus den älteren Evangelien übernommen wurden. Das Johannes-Evangelium ist fromme Dichtung, es hat mit dem historischen Jesus fast nichts zu tun. So bitter es für Bibelgläubige auch sein mag, Jesus hat sich weder als das "Licht der Welt" noch als das "Brot des Lebens" bezeichnet. Und nicht von Jesus, sondern vom Autor des Johannes-Evangeliums stammt das berühmte Wort: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater denn durch mich.  

Einen irrlichternden Aussenseiter der in der Wissenschaft komplett allein steht und Demes bei dem Buch sicher nur um den Kommerz und nicht um Wissenschaft ging einzustellen ist schon recht kurios.

Übertroffen allerdings dadurch das Johannesevangelium und die Offenbarung des Johannes in irgend einen Zusammenhang zu bringen.

Hauptsache was geschrieben, gell!

Auch wenn man nun wahrlich für jeden klar erkennbar von einem Thema rein gar keine Ahnung hat.

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@Augsburgblick

Übertroffen allerdings dadurch das Johannesevangelium und die Offenbarung des Johannes in irgend einen Zusammenhang zu bringen.

Inwiefern gilt es die Johannes Offenbarung ernst zu nehmen, wenn das Evangelium anscheinend gefälscht ist ?

Fälschungen sind die Paulusbriefe und die beiden Petrusbriefe. Das Matthäus-Evangelium ist auch eine Fälschung und die „Jungfrauengeburt“ ist eine Erfindung der Kirche.
Die biblischen Evangelien sind von der Kirche immer wieder verändert worden. Ein Übersetzer dreht den Text abweichend vom ursprünglichen Sinn in eine bestimmte Richtung. Die Übersetzung ist gefälscht, da man aus dem Text das herausgeholt hat, was man zu lesen wünscht. Auch Martin Luther hat diese Methode der Fälschung angewendet. Die Kirche hat immer verlangt, dass bei einer weiteren Übersetzung resp. Abschrift die aktuelle Glaubenslehre zu berücksichtigen ist; die kirchliche Lehre musste in die biblischen Texte einfließen. Es wurde immer wieder Erdichtetes umgedichtet. Die Bibel ist nur das maßgeschneiderte Buch der Kirche. Die ältesten Behauptungen einer „Auferstehung“ von Jesus finden sich in den Paulusbriefen, die Fälschungen sind.

Entzieht man dem Christentum die "Auferstehung", so fällt der christliche Glaube wie ein Kartenhaus in sich zusammen.

Dass der Johannes, der die sogenannte Apokalypse auf der griechischen Insel Patmos verfasst haben soll, geisteskrank war, gilt als gesichert.

http://religionskritik.net/forum/thread.php?postid=31239

Auch aus diesem Beitrag geht selbes hervor. 

Sehe ich mich weiter um, ist es auch hier zu lesen:

http://www.theologe.de/theologe8.htm

Hauptsache was geschrieben, gell!

Hauptsache mir indirekt unterstellen, dass ich Ahnungslos bin und gleichzeitig den Fakt ignorieren, dass zu einer Diskussion gerne eingeladen ist. Ich schrieb außerdem nirgendwo, dass ich diese "Ergebnisse" für unerschütterbar halte.

Aber anscheinend hast auch du nichts vorzulegen, außer bloße Unterstellungen gewürzt mit etwas Widerspruch, gell ?

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@AaronMose3

Tut mir leid, ich war wohl etwas scharf.

Ist aber wirklich eine absolute Einzelmeinung dieses Professors.

Das was du an Zitaten einstellst ist nicht Stand der Wissenschaftund schon garnicht des Christentums.Du wirst immerjemanden finden, egal bei welchem Thema der die gegenteilige Meinung aller anderen hat.

Wenn du willst können wir das gerne ausführlich diskutieren. Hier ein bisserl schwierig. Falls du Lust hast, meld dich in meinem Forum an.

www.augsburgblick.de

 

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Die Johannesoffenbarung ist das letzte Buch der Bibel. Der griechische Name ist Apokalypse. Das heißt auf Deutsch Offenbarung. Über dieses Buch wird ja häufig geschwiegen. Somit kommen dann Mythen auf, was dort wirklich drinsteht. Geschrieben hat das Buch der Apostel Johannes auf der Insel Patmos. Er hat dort Visionen vom Ende der Welt und der Wiederkunft Christi. Im Mittelalter hat man sich da wohl Feuer, Vulkane, etc. drunter vorgestellt. Heute gibt es da verschiedene Meinungen zu. Es gibt Leute, die meinen, dass das ein Kreis ist, der sich immer wiederholt. Laut Mittelalter passiert in der Apokalypse das gleiche, wie auch in unserer Zeit. Es steht ja schließlich das gleiche drin. Die Auffassung hat sich nur geändert, ist aber sehr umstritten.

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