Wie will die AfD den im Wahlprogramm popagierten Austritt Deutschlands aus dem Euro praktisch umsetzen?

12 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ach bitte, du kannst doch nicht Wahlversprechen mit Realität begegnen ;)

Die Frage ist schon gut, zumal der Austritt aus dem Euro der Gründungsgrund der AfD war. Selbst wenn das Wahlversprechen nicht eingehalten werden könnte, sollte auf jeden Fall vorher geklärt werden, wie sich die Partei dies vorstellt.

Das Wahlprogramm sollte nicht als unwichtig erachtet werden.

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@regex9

Die Gründung der AfD auf die Abschaffung des Euros zu reduzieren, halte ich für eine gewagte These. Natürlich war das eine ihrer ersten großen Forderungen, doch selbst den Gründungsmitgliedern dürfte klar gewesen sein, daß man den Euro nicht mal eben so abschaffen kann.

Gleichwohl ist das natürlich in bestimmten Wählerkreisen eine populäre Forderung, was jedoch nicht unbedingt bedeutet, daß sie mit den realen Verhältnissen im Einklang steht.

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Auch wenn keiner mir die Gedankengänge der AfD im detail darlegen konnte, ziehe ich hier den Schluss daraus, dass keiner die Vorteile einer Umsetzung zurück in die D-Mark volkswirtschaftlich begründet, schlüssig darlegen kann.

Insofern auch eine indirekte Aussage.

Günter

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Wie will die AfD den im Wahlprogramm popagierten Austritt Deutschlands aus dem Euro praktisch umsetzen?

Die Frage ist doch, ob sie es überhaupt will - oder es lediglich darum geht, mitwohklingenden Versprechungen an Stimmen zu kommen.

Ich summiere das mal etwas platt:

Die Grünen versprechen die Rettung der Umwelt, die Union die Problemlösung durch Kapitalismus und die SPD soziale Gerechtigkeit

Der Wetterfrosch verspricht gutes Wetter und Donald Trump will Amerika "great again" machen, während Religionen die alleinige Erlösung versprechen.

Mit anderen Worten: Mit knackigen Parolen und einfachen Slogans kann man erst einmal jede Menge Stimmen einfangen und Unterstützer ködern.

Ob davon überhaupt etwas umsetzbar ist und was aus "Friede, Freude und Freibier für alle" in der Realpolitik wird, ist etwas ganz anderes.

Im Zweifelsfall erklärt man eben, man sei durch "Lobbyisten", die "Lügenpresse" und "Fake Medien" an der Umsetzung der Ziele gehindert worden.

Vielleicht kommt ja noch ein AfD-Fan der das erklären kann.

Ich übernehme mal kurz den Gegenpart und behaupte:

Die AfD ist die Partei der einfachen Lösungen.
Es wird gesagt: "Raus aus dem Euro - und alles ist Bestens."

Das mit einem Euro-Austritt Deutschlands sicher auch die EU auseinander brechen würde, zahlreiche neue Beschränkungen wieder greifen würden die wir schon hinter uns gelassen haben, die Wirtschaft vor massive Probleme gestellt wäre usw. weiß wahrscheinlich schon jeder 6.Klässler. Nur die AfD nicht.

Ich weiß, das ist keine Antwort auf Deine Frage.
Ich denke aber das Du darauf selbst von der Führungsspitze der AfD keine bekommen würdest,
wie gesagt - AfD = einfache Lösungen für komplexe Probleme ohne aber einen Lösungsweg aufzuzeigen.

Man sieht ja jetzt auch, wie die "einfache Lösung" Brexit die britische Regierung vor nahezu unlösbare Probleme stellt. Und die Leute, die früher Reklame dafür gemacht haben, ducken sich heute weg.  

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@OlliBjoern

Das für mich beste Beispiel für "einfache Lösungen" lieferte Mr.T.

"Wer hätte gedacht das Gesundheitspolitik so schwierig ist."

[Im Übrigen, für Trump scheint so Einiges sehr schwierig zu sein...]

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Hmm... warum pauschal einfache Lösungen schlechter als keine Lösungen sind, erschließt sich mir nicht^^

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@MickyFinn

Einfache Lösungen sind meist keine Lösungen.

Du darfst Dich gern daran versuchen zu erklären,
wie ein Euro Austritt Deutschlands in der Praxis aussehen könnte.

Mal sehen ob das so einfach ist...

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