Wie wichtig ist euch eine korrekte Sprache (Grammatik, Rechtschreibung, Bezüge ...) gerade auch im Internet?

19 Antworten

Für mich ist in erster Linie wichtig, dass andere verstehen, was ich meine (und natürlich muss ich auch verstehen können, was andere meinen). Also wenn es nicht notwendig ist, benutze ich keine schwierigen Fremdwörter. Das ist hier keine Bachelor-Arbeit, also darf der Ausdruck auch mal ein bisschen umgangssprachlicher und nicht so ausgefeilt sein.

Aus gesundheitlichen Gründen spare ich häufig an großen Anfangsbuchstaben und Punkten am Ende eines Satzes. Das spart einfach Energie und die ist bei mir nun mal Mangelware (manchmal mehr und manchmal weniger).

Ich achte darauf, dass ich nicht zu viele Rechtschreib- und Flüchtigkeitsfehler mache, aber es ist auch kein Weltuntergang, wenn einer dabei ist. Fehler können auch sehr lustig sein!

 Fehler können auch sehr lustig sein!

;-). Stimmt, als ich letztens mit jemanden gescherzt habe über Bud-Spencer-Terence-Hill-Filme habe ich mein zufällig falsch getipptes "Schlag gut" (sollte Schlaf heißen) auch gelassen ;-).

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@guitschee
jemandem

Sorry, bei mir selber finde ich sowas noch viel schlimmer, als bei anderen...

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Ich achte mittelmäßig darauf. Bemühe mich beim Schreiben darum und beim (ein- bis zweimaligen) Korrekturlesen. Dabei bleibt dann ein Fehler pro Absatz, also 100 - 1000 Buchstaben, unentdeckt. Auch mal zwei. Und das ist dann für mich auch in Ordnung. Wir reden hier über Themen und machen keinen Rechtschreibwettbewerb.

In einer Kontaktanziege würde ich mir natüürlich mehr Mühe geben. Kontaktanzeige natürlich. Sowas meinte ich mit "beim Schreiben". Wenn ich hier eine Frage habe, gebe ich mir auch mehr Mühe als bei einer Antwort oder einem Kommentar. Und natürlich schreibt sich mit einem "ü", das meinte ich mit "erstem Korrekturlesen".

Wenn jemand in der Frage und dem Text dazu alle drei Worte einen Fehler macht, also 20 Fehler in einem Test von vielleicht 60 Worten, dann empfinde ich das schon als Respektlosigkeit. Aber darf das so nicht schreiben, weil die Antwort nicht "hilfreich" ist.

Die Rechtschreibung ist ja nur ein Indiz. Eine Frage wie "woran leidet die Schildkröte" ist schon rein deswegen falsch, weil keiner außer dem Fragesteller die Schildkröte kennt. Aber sowas kommt vor, obwohl Menschen schon im Kleinkindalter ein Selbstbewusstsein entwickeln sollten, also ein Verständnis dafür, dass andere Menschen einen anderen Wissensstand haben. Das können "sogar" etliche Tierarten, oder deren typische Vertreter, wenn man genau sein will.

Fehler passieren immer mal, aber zu viele sind ein Zeichen mangelnden Respekts. Oder gar ein Feiern der Respektlosigkeit alias Lässigkeit oder Coolness. Sowas kann man gerne machen, wenn man sich gut kennt. Zur Kontaktaufnahme - mit mir zumindest - geht der Schuss nach hinten los.

Das unterschreibe ich zu 100%.

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Ich tippere recht schnell und so passiert es auch, dass ich Klein- und Großschreibung missachte, die Autokorrektur nicht nutze oder auch mal was falsch schreibe oder ein falsches Satzzeichen setze. Aber hier in solchen Foren finde ich es auch nicht ganz so dramatisch, da für mich dann doch mehr der Inhalt zählt. Solange man meine Sätze als Sätze erkennt, versteht was ich sagen möchte und ich zumindest einen halbwegs vernünftigen Satz zustande bringe, ist es für mich persönlich ok. Und wer Rechtschreibfehler findet, der darf sie auch gerne behalten...

In so einem Forum päpstlicher als der Papst aufzutreten finde ich persönlich deplatziert. Ich schreibe ja keine Bewerbung oder einen Geschäftsbrief. Klar, man sollte etwas auf seine Rechtschreibung achten. Klar sollte man den Text vorher nochmal durchlesen bevor man ihn abschickt. Aber im Grunde zählt doch der Inhalt unterm Strich mehr :-). Und selbst wenn mich Jemand nur nach meinem Schriftbild oder nach meinen gemachten Fehlern beurteilt, wäre mir das relativ egal. Lerne ich diesen Menschen je im realen Leben kennen? Nö. Würde ich das überhaupt wollen? Nö. Also: alles gut!

Nervig finde ich persönlich nur die, die ohne Absätze schreiben und ohne Punkt und Komma. Oder drei unzusammenhängende Worte raushauen und meinen es handelt sich um eine Frage... Aber dann kann ich auch weiter klicken...

In so einem Forum päpstlicher als der Papst aufzutreten finde ich persönlich deplatziert.

Was soll das heißen In so einem Forum?

Und wieso ist man päpstlicher als der Papst, wenn man es für selbstverständlich hält, dass die Muttersprache beherrscht wird?

ich zumindest einen halbwegs vernünftigen Satz zustande bringe

Tja, manche begnügen sich halt mit wenig.

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@latricolore, UserMod Light

Meine Meinung muss ich nicht diskutieren. Das ist das Schöne an diesem Forum hier... Was du da hinein interpretieren möchtest ebenso wenig... Und auch dich zwingt Niemand sich mit genügsamen Menschen abzugeben... Schönes Leben noch, gute Gesundheit und einen wundervollen Abend ...

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Du hast dich aber auch nicht um 180° gedreht oder deinen Text 5mal so oft durchgelesen wie sonst. Du schreibst generell sorgfältig oder respektvoll. Oder irre ich mich?

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@ThomasJNewton

Nein, da irrst du nicht :-). Aber auch mir passieren halt Fehler und mehr wollte ich auch nicht zum Ausdruck bringen. Und so gestehe ich sie auch Anderen zu. Und manchmal kämpfe ich mich auch durch Fragen ohne Punkt und Komma und diversen Rechtsschreibfehlern, weil ich denke, dass der Mensch da gerade einfach Hilfe benötigt und vielleicht auch der deutschen Sprache nicht wirklich mächtig ist. Umso ärgerlicher empfinde ich dann Kommentare wie: lerne erstmal Deutsch. Oberlehrerhaftes Verhalten finde ich Fehl am Platz. Aber auch das muss letztendlich Jeder für sich entscheiden.

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Es ist leider so, dass ein großer Teil unserer Mitmenschen nicht in der Lage ist, einen Satz unfallfrei zu formulieren.

Da sich heutzutage sehr viele Menschen schriftlich in der Öffentlichkeit äußern, fällt das mehr denn je auf.

Wie man es in 9-13 Jahren Schule nicht schafft, vernünftig schreiben zu lernen, ist mir schleierhaft. Auch mit 12 konnte ich "bereits" schreiben. Da ist man seit 2-3 Jahren auf einer weiterführenden Schule, also ggf. bereits in der 6. oder 7. Klasse des Gymnasiums. Da wird z. B. Schiller behandelt, hallo!?

Zur Frage: Wichtig. Wer es nicht schafft, ordentlich zu schreiben, wirkt mindestens dumm. Schlimmstenfalls wird er falsch oder gar nicht verstanden.

Das passende Zitat für die von dir geschilderten Empfindungen wäre: "Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Erkenntnis." Heißt also, je weniger ich mich um wohlgefälligen Ausdruck und korrekte Rechtschreibung bemühe, umso liebloser interagiere ich mit meinen Mitmenschen. Hat für mich auch was mit Wertschätzung und Höflichkeit zu tun.

Ich nehme aber mal an, dass hier - zweites Zitat - Marshall McLuhans Theorie "Das Medium ist die Botschaft" greift. Weil viele dieses Forum oder das Internet generell mittlerweile über ihre Smartphones nutzen, automatische Sprachvervollständigung haben und/oder oberflächlich auf vielen Kanälen kommunizieren, tippen und liken, fehlt die Sorgfalt, welche sonst in der analogen Welt beim handschriflichen Verkehr zu Tage tritt.

Und dann gibt's noch solch blöde Methoden wie "Schreiben durch Hören", bei welcher unsere Grundschüler bis in Klasse 3 hinein kreativ die Sprache durch den Fleischwolf drehen dürfen, damit wir keine Persönlichkeitsrechte der jungen Kinder verletzen. Wir lernten noch alle das Alphabet handschriftlich (nicht in Druckschrift) mit einer Lesefiebel. Und es ging auch.

Tja, viele Einflüsse führen zu dem von dir geschilderten Problem. Letztendlich ist jeder aber selbst für seinen Ausdruck verantwortlich, denn - und hier kommt das letzte Zitat im weitesten Sinne - nomen est omen.

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