Wie wichtig ist Englisch für einen Akademiker?

12 Antworten

Von einem Akademiker würde ich vor allem eine gute Allgemeinbildung erwarten.
Dass er Verantwortung übernimmt, Potential für Führungsaufgaben zeigt, sich weder gehen lässt noch versucht, andere über's Ohr zu hauen.

Fremdsprachenkenntnisse - nunja, so zwei, drei Fremdsprachen begegnen einem bis zum Abitur mindestens. Man sollte sich bemühen. Dem einen liegt's mehr, dem anderen weniger. Hätte bei einem Akademiker aber als erstes an Latein gedacht, erst in zweiter Linie an moderne Fremdsprachen. Englisch wird ja an jeder Hauptschule gelehrt.

Berufliche Anforderungen - da sollte man sich am Arbeitsmarkt orientiert aufstellen. In einem global aufgestellten Konzern ist Englisch wichtig. In einer deutschen Behörde weniger.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Ich fürchte Du kommst nicht drumherum Dein Englisch deutlich zu verbessern.
Es wundert mich allerdings, dass Du Fachbücher verstehst und mit "normaler" Kommunikation Schwierigkeiten hast. Vielleicht fehlt ja nur die Übung?!
Ich denke auf jeden Fall, je nachdem wohin Dich Dein Weg führt, wirst Du immer wieder internationale Meetings haben.
Und auch die Zeit nach den Meetings, mit den internationalen Kollegen in der Kneipe oder an der Bar, wird nicht unwichtig sein. Sich da locker verständigen zu können ist auf jeden Fall wichtig.

Die Fachbücher in Mathe enthalten ja nicht so viele Wörter. Wenn man die mathematischen Fachbegriffe auf Englisch kann, dann kommt man eigentlich mit solchen Büchern gut klar. Auch da verstehe ich nicht jedes einzelne Wort, aber die Bedeutung kann man sich ja oft ableiten.

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Zu Studienbeginn muss man eigentlich noch nicht perfekt Englisch können, und man kann ja im Laufe des Studiums immer noch etwas dafür machen. Ich habe Chemie studiert, und habe dann auch (nach dem Vordiplom) die Gelegenheit wahrgenommen, ein Semester in England zu machen.

Im Land selber lernt man natürlich viel dazu, man macht die Abschlusspräsentation (und eine kleine Publikation) auch in Englisch, und man kommt mit vielen englischsprachigen Leuten in Kontakt. Englische Unis sind sehr international, und man trifft dort Leute aus (fast) der ganzen Welt.

Mir hat es in England sehr gut gefallen, ich war mehrfach in London (und an ein paar anderen Stellen in Südengland), und das ganze Drumherum ist auch abgesehen von der Uni interessant.

In den Naturwissenschaften sind viele Publikationen auf Englisch - wie es in der Mathematik ist, weiß ich nun nicht. Jedenfalls brauche ich im Job Englisch sehr oft, und heute interessiere ich mich sehr für Sprachen (auch für Schwedisch, was ich inzwischen auch praktikabel sprechen kann).

Kommt mMn stark auf die Fachrichtung an!

Ich war nie gut in Englisch, vor allem der FehlerIndex war schlecht (Haha) und im 5. Semester bekamen wir die ersten Texte auf Englisch! Weil wir die Kopierer nicht benutzen durften und die wenigsten die Fachbegriffe für Laborgeräte auf Engl kannten, haben viele die Texte abgeschrieben und zu Hause mit einem Wörterbuch übersetzt. GoogleTranslater oder HandyKameras gabs nicht! Was für ein Krampf!

Später waren Texte kein Problem, weil man sich in die Fachsprache reinfindet und einzelne fehlende Wörter kein Problem sind. Auch kamen immer mehr Vorträge von GastDozenten dazu und viele Asiaten und SüdEuropäer sprechen ein grauenhaftes Englisch! Iwann hatten wir auch ausländische Kollegen, einige mussten auf Engl. Plakate, Texte schreiben und selbst Vorträge halten...

Ich sag mal...man wächst rein, fast niemand ist perfekt und es gibt immer welche, die noch schlechter sind! Immerhin waren wir Naturwissenschaftler/Chemiker und die wenigsten hatten Englisch als LK. Man kommt halt aber nicht drum herum und es sieht schlecht aus, wenn man sich drum drückt oder es gar nicht kann!

Für einen Akademiker ist Englisch meines Erachtens unverzichtbar. Schon allein um mit internationaler Fachliteratur arbeiten zu können.

Im Berufsleben kommt es auf die konkrete Stelle an. Allerdings wird es kaum Schäden, rein Englisch aufzufrischen und zu verbessern.

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