Wie wichtig ist die Studienzeit für die Bewerbung/Einstellung als Lehrer?

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3 Antworten

Ob man ein Semester länger oder kürzer studiert hat, ist letztendlich unerheblich. Es zählt für die Einstellung nur die Leistungsziffer (diese setzt sich aus den Noten des 1. und 2. Staatsexamens zusammen), ob man ein Mangelfach unterrichtet (Aber weder Mathe noch Kunst sind Mangelfächer) und wieviele Neueinstellungen das jeweilige Bundesland in fraglichen Schuljahr einstellt.

Bei mir war das genau so. Also es ist nicht schlimm ein Jahr länger studiert zu haben. Generell kann ich Dir sagen, dass im Endeffekt niemals für irgendetwas ganz entscheidend sein wird. Es kommt viel mehr darauf an in welchem Bundesland Du später arbeiten möchtest/wirst und wie sehr der Senat oder die jeweilige Schule für sich auf neue Lehrkräfte setzt. In vielen Beispielen von meinen Kollegen ist es so gewesen, dass die Abschlussnoten nicht wirklich eine Rolle gespielt haben. Klar wird nach dem Familienstand etc. gefragt, aber meist ist es wirklich nicht so schlimm wie es scheint. Und ja ich unterrichte auf einem Berliner Gymnasium :) Zur Fächerkombi kann ich dir auch nur sagen, dass es einfach nur darauf ankommt, ob die Schule Defizite an Personal im jeweiligen Fach hat oder nicht. Mittlerweile ist es aber so, dass viele meiner Kollegen/innen für sie "neue Fächer" anfangs zusätzlich unterrichten mussten (ich übrigens auch), weil einfach wirklich ein hoher Mangel an Lehrkräften in Deutschland existiert. Ich mit meinen 28 Jahren und 3 1/2 Jahren Berufserfahrung kann Dir einfach nur sagen, dass in dieser Zeit an der Schule, an der ich unterrichte bis jetzt von ursprünglich 84 Lehrkräften bis heute nur noch 52 verblieben sind. Warum? Alle sind in Rente! Deutschland ist wie bekannt ein altes Land :D Zwar ist (war mal) die Schule groß, nur können mittlerweile nur halb so viele Schüler pro Jahresbeginn wegen des Mangels aufgenommen werden... Jetzt habe ich vermutlich zu viel gesagt als ich wollte. Bei weiteren Frage stehe ich gerne zur Antwort bereit :) LG

Nach meiner Erfahrung hat die Dauer des Studiums keinerlei Einfluss, nicht für die Einstellung ins Referendariat und erst Recht nicht für die später Einstellung in  den Schuldienst.

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