Wie wichtig ist das Aussehen in unserer Gesellschaft.. / Mobbing wenn man anders ist, warum?

22 Antworten

Menschen sind Rudeltiere. Ein Rudel bekämpft Eindringlinge und sortiert schwache Elemente aus. Schau dir mal Beispiele für Gesellschaften aus dem Tierreich an:

Wölfe: Ein Rudel besteht aus einem Elternpaar und mehreren Jahrgängen von Kindern. Alle sind ähnlich. Das Rudel verteidigt sich und seinen Besitz (Aas, Revierfläche) mit aller Gewalt gegen fremde Wölfe. Krank geborene Jungtiere werden aufgegeben, damit das Futter für die Gesunden reicht.

Bei Menschen musste, aufgrund der Bevölkerungsgröße, das Familienrudel auf die ganze Klasse, Nachbarschaft oder Subkultur ausgedehnt werden. Ansonsten läuft es genauso: Ein harter Kern ähnlicher Exemplare vertreibt Andersartige, weil sie offensichtlich nicht zum Rudel gehören oder minderwertiger Nachwuchs sind.

Ameisen: Ein Ameisenstaat töten alle Insekten und Spinnen, die in seinen Haufen eindringen. Dass eine einzelne Ameise nicht zum Staat gehört, erkennen sie am Geruch. Wer falsch riecht, wird sofort umgebracht.

Bei Menschenkindern zählt das Aussehen mehr als das Parfüm. Ansonsten läuft es in den Schulklassen genauso. Die Erwachsenen retten Gemobbte, indem sie sie auf andere Schule versetzen, also aus dem falschen Ameisenhaufen rausholen. Die Mobber kommen ungestraft davon.

Vögel: Nur starke Küken werden aufgezogen. Sobald das Futter knapp wird, wirft man das Schwächste aus dem Nest.

Bei Menschen ist es genauso. Wird ein behindertes Kind von den Eltern umgebracht, reagiert die Gesellschaft oft mit einer Welle von Mitleid und Verständnis. Pflegt man sein behindertes Kind jahrelang, reagiert die Gesellschaft mit Mobbing gegen das minderwertige Exemplar, welches die Population insgesamt zu schwächen scheint.

Fazit:

Wie du siehst, besitzen Menschen zwar einen Verstand, handeln aber nicht danach. Was sie im Endeffekt tun, wird von Gefühlsmustern gesteuert, die wir aus archaischen Vorzeiten geerbt haben.

Du kannst einem Menschen tausendmal erklären, warum es besser ist, mit Andersartigen gut auszukommen. Er wird sie trotzdem aus Instinkt ablehnen.

Du kannst auch tausendmal erklären, worin ein Andersartiger besser ist. Der Instinkt wird die Leuten trotzdem nur sehen lassen, worin sie schlechter sind.

Zum Thema Mobbing:

Manche Menschen haben Angst davor, wenn andere anders sind. Vor allem wenn die Andersartigkeit durch einen eigenen Stil und Lebensweise hervorgerufen wird. Ich denke, im Grunde sind sie selber unzufrieden mit ihrem Leben, aber statt sich das einzugestehen und ihr Leben attackieren sie die Anderen.

Mobbing selbst ist mehr als eine deplazierte/gehässige Äußerung. Studien haben herausgefunden, dass Mobber, die nie selbst gemobbt wurden, psychopathische Tendenzen haben. Mehr braucht man dazu nicht mehr sagen, denke ich.

Aussehen:

Wie viel Druck auf dein äußeres Erscheinungsbild liegt, ist auch geschlechterabhängig. Wenn du eine Frau bist, ist viel mehr Druck da. Denn die wichtigste Eigenschaft einer Frau ist immer noch hübsch zu sein. Da kann man noch so kompetent sein, man muss auch hübsch sein. Oder kannst du dich an jemanden erinnern, der auf Schröders Aussehen damals hingewiesen hat?

Generell kann man aber sagen (und das komplett geschlechterunabhängig), dass immer noch mehr der Schein als das Sein zählt. Die perfekten Kinder, der perfekte Ehepartner, das perfekte Haus, das perfekte Auto... nur wie es innen drin aussieht, das ist nicht wichtig.

Leider wird das Aussehen in unserer Gesellschaft heutzutage viel zu hoch gelegt meiner Meinung nach, ich würde schon von einer Sexualisierung der Gesellschaft sprechen. Wenn man sich mal Youtube Empfehlungen die einen Clickbait aufgrund sexueller Anspielungen im Titel oder Thumbnail verursachen anschaut, die Fernsehserien die laufen oder die Werbungen... Alles schreit förmlich danach "wenn du so und so bist/ nicht bist dann wirst du deswegen nicht akzeptiert/ akzeptiert.". Ich hatte einen ähnlichen Gedanken wie du gegen 2014 und über die zwei Jahre verhärtete sich mein Bild was sich damals aufbaute.

Mobber sind Menschen die in ihrer frühen Kindheit schwere psychische Verletzungen erlitten haben, die sie kompensieren indem sie sich in Horden (ich sage bewusst Horden) zusammen raufen um auf Menschen rumzuhacken die anders sind als sie oder der Durchschnitt, weil die Menschen die sie sich aussuchen eher Einzelgänger sind. Deshalb bilden sie ein Kollektiv was zuerst unangreiflich oder bedrohlich scheint, weil sie in der Mehrzahl sind. Um hier nochmal meine Meinung zu nennen, dieses Verhalten find ich unter aller Sau und ist extrem feige.

Summa summarum in der Spiritualität gibt es zwei Arten von Bewusstsein, das Ego und die Seele. Das Ego ist da um das Überleben zu sichern und beschäftigt sich mit "Wie wirke ich auf andere? Wie sehe ich aus? Was springt für mich dabei raus?". Heutzutage kümmern sich die meisten Menschen um ihre Looks oder ihre Präsenz (Ego). Das die Seele dabei zu kurz kommt, die die Menschen akzeptiert wie sie sind und liebt egal was passiert, ist die Konsequenz davon.

Eine sehr interessante Frage, vielen Dank! =)


Mobber sind Menschen die in ihrer frühen Kindheit schwere psychische Verletzungen erlitten haben, die sie kompensieren indem sie sich in Horden (ich sage bewusst Horden) zusammen raufen um auf Menschen rumzuhacken die anders sind als sie oder der Durchschnitt, weil die Menschen die sie sich aussuchen eher Einzelgänger sind. Deshalb bilden sie ein Kollektiv was zuerst unangreiflich oder bedrohlich scheint, weil sie in der Mehrzahl sind. 

jetzt mal ernsthaft ... diese form der verallgemeinerung ist ja schon gemeingefaehrlich. der ueberwiegende teil der sogenannten mobber hat keine psychischen verletzungen in seiner kindheit erlitten sondern das sind ganz einfach mitlaeufer.

horden von psychisch gestoerten raufen sich zusammen, um einzelgaenger niederzumachen? ... nee, iss klar.

das problem beim sogenannten mobbing sind die mitlaeufer und das sind die, die gar keinen primaeren grund haben, andere zu aergern, sondern sich ihrer peer-group anpassen (wollen).

0

Es tut mir leid das ich da etwas verallgemeinert hab, jedoch habe ich nicht gesagt das es sich um psychisch gestörte Horden handelt nur um Horden von Menschen, die andere ärgern weil sie Probleme mit sich selbst haben. Klar ich gebe ihnen Recht das es sicher auch Mobber gibt die absolut keine Idee haben wieso sie so etwas machen, wie sie sagten nur um dazu zugehören, jedoch muss einer der Menschen der Anführer sein und der hatte einen Mangel an etwas in seiner Kindheit erlebt was ihn in die Jugend folgte.

0

Was möchtest Du wissen?