Wie wichtig findet IHr, dass in der Schule mehr Berufsvorbereitende Unterstüzung angeboten werden sollte?

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9 Antworten

Die Schulzeit ist kurz genug. Die Hauptaufgabe der Schule ist, den heranwachsenden Generationen ein Mindestmaß an menschlicher und fachlicher Bildung zu vermitteln, damit die jungen Leute eine Grundlage haben, sich beruflich zu orientieren, Interessen zu entwickeln und sich ihr Leben entsprechend zu gestalten.

Zu lernen, sich im Leben zurecht zu finden, bedeutet nicht, dass man sich in der Schule mit Versicherungsrecht, mit der Ausfüllung von Hartz-IV-Anträgen oder mit alltäglichen Arbeiten wie z. B. das Schmieren eines Butterbrotes beschäftigt. Solche lebenspraktischen Aufgaben fallen in den Erfahrungsbereich der Eltern der Schüler und sollten von den Eltern ihren Kindern auch vermittelt werden.

Ich verstehe das Bedürfnis vieler junger Menschen, Hilfen für die berufliche Orientierung, die Bewältigung des Berufslebens, des Alltags usw. zu bekommen. Aber die Schule kann nicht verpflichtet werden und ist auch nicht der Ort, auch noch diese lebenspraktischen Aufgaben zu leisten und das Versagen der Eltern auszugleichen!

Denn ein Grundsatz ist wesentlich für die Eingliederung der jungen Menschen in Staat und Gesellschaft, in der Vermittlung von allgemeiner Bildung sowie alltagspraktischen Kenntnissen und Fertigkeiten, dass Schule und Eltern an der Erziehungsaufgabe der jungen Menschen möglichst intensiv zusammenwirken! Wenn sich ein Teil aus der Verantwortung herausnimmt - und leider sind das heute zunehmend und aus unterschiedlichen Gründen die Eltern! -, dann funktioniert das Ganze nicht mehr, leider zu Lasten der Heranwachsenden, die daran keine oder allenfalls, in Fällen von Bildungsverweigerung, eine geringe Schuld tragen.

MfG

Arnold

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kiniro 23.09.2016, 18:04

Wenn ich mir so betrachte, wie manche Schüler miteinander umgehen, halte ich das mit der "menschlichen Bildung" für ein Märchen.

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ArnoldBentheim 23.09.2016, 19:54
@kiniro

Du hast Recht, ich habe mich missverständlich ausgedrückt, ich hätte besser "geistige Bildung" geschrieben.

Was das angesprochene (Fehl-)Verhalten der Schüler angeht, muss ich allerdings noch einmal auf meine Ausführungen zu den Eltern verweisen, die in dieser Hinsicht in einer besonderen Pflicht stehen!

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Die Schule soll Wissen ermitteln, Denken und Problemlösen lehren. Dann kommt man auch später im Leben zurecht. Diese Basiswissen, wie fülle ich eine Überweisung aus, habe ich mit intellektuell sehr stark eingeschränkten Schülern geübt. Das sollte jeder normale Schüler selbst geregelt kriegen. 

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Ich finde, man sollte vor allem mehr über den Umgang mit Geld lernen. Mein Vater hat früher immer gesagt, dass man ja in der Schule nicht einmal lernt, "wie man einen Scheck ausstellt". Inzwischen verwendet zwar kein Mensch mehr Schecks (deswegen sagt er das auch nicht mehr), aber mit dieser Aussage hat er trotzdem Recht. 

Man lernt so viel Müll, und für solche wichtigen Dinge reicht dann die Zeit nicht mehr.

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Akka2323 24.09.2016, 05:26

Und wozu hat man Eltern? Den Umgang mit Geld habe ich meinem Sohn selbst beigebracht. Inzwischen ist er Notar. 

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Hardware02 24.09.2016, 06:53
@Akka2323

Und wozu hat man eine Schule? Doch eigentlich dafür, dass man sinnvolle Sachen lernt! 

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Ich weiß nicht wieviel bei dir angeboten wird, dass du denkst es sollte mehr sein.

Bei uns in der Schweiz, zumindest in unserem Kanton, wird meiner Meinung nach genug angeboten.
Die fangen in der 6. klasse schon an darüber zu reden und zu informieren.

Ab der 8. klasse haben die Kinder dann 1 Stunde pro Woche Berufsvorbereitung, wo Eignungs-Test und so gemacht und Berufe vorgestellt werden.

In der 9. wird dann geholfen mit Bewerbungen schreiben und so weiter.

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Sehr wichtig, denn immer wieder bekommen wir FSJ-Kräfte, die den Realabschluss oder Abitur gemacht haben und nicht wissen, was sie lernen oder studieren sollen.

Ich würde vorschlagen, dass im vorletzten Schuljahr viel mehr Möglichkeiten geboten werden müssen, damit die Schüler Praktikas machen können.

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Sehr wichtig.

Aber was  ich noch viel wichtiger finde, das Schüler mal in Dingen die den Alltag betreffen etwas mehr lernen. Versicherungsangelegenheiten, wie man richtig mit Geld umgeht, Vertragssachen wie z.B. Ausbildungsverträge etc. zu verstehen.

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Nayes2020 23.09.2016, 12:55

genau meine Rede.

Berufsvorbereitung ist so ne Sache. nicht alle machen gleich nach der 9 oder 10. eine Ausbildung. diejenigen die weitermachen brauchen den Schulstoff der sonst ausfällt.

aber sowas betrifft alle. Man weiß einfach zu wenig über die Dinge im Alltag die du ansprichst.

Auch unsere heutige Politik ist für viele ein Buch mit 7 Siegeln. das DARF nicht sein. wenn Deutschland mehr Wahlbeteiligung will dann muss da mehr getan werden

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Ich finde, die Schule sollte viel weniger Raum im Leben von Kindern und Jugendlichen einnehmen.

Ansonsten gibt es sog. Berufsfachschulen, die in verschiedenen Bereichen auf den jeweiligen Beruf vorbereiten.

Diese Schulen können übrigens auf freiwilliger Basis besucht werden.

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Es wäre schön wenn Dinge wie Grundlagen der Ökonomie, Basis-Finanzwissen und praktische Anwendung in den Lehrplan aufgenommen würden.

Religion kann dafür weg.

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nicht nur das. am besten wie das leben läuft, wie man sich versichert, wie man vorsorgt, Geldgeschichten, usw.

ich mache gerade eine Ausbildung und hab von den ganzen kram kein Plan

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Strolchi2014 23.09.2016, 12:54

Ganz deiner Meinung. Und das geht nicht nur dir so sondern etlichen anderen auch.

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