Wie wertvoll ist das Abitur noch, wenn weit über die Hälfte eines Jahrgangs das Abitur schafft?

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14 Antworten

Hallo!

In der Tat istd as Abi nichts signifikant Besonderes mehr! Habe mich etwa vor geraumer Zeit sehr angenehm und intensiv mit einer Frau unterhalten, die auf dem Land 1967 Abi gemacht hat... da war das was Besonderes, was Exotisches, was wirklich die Elite nur durfte! 

Es ist zwar nicht leichter als damals, aber es hat nicht mehr den Nimbus des "Besonderen" --------> es ist einfach nur noch ein Schulabschluss wie jeder andere auch. 

Es ist heute nun einmal so, dass jeder mit Schnitt 2,8 sich durchs Wirtschaftsgymnasium prügelt & anschließend doch Technischer Zeichner oder Industriekaufmann lernt wie ein klassischer Realschüler... man denkt eben, dass das Abi ein Statussymbol sei, aber auch das ist heute nicht mehr so bzw. nur noch in den Köpfen verankert. Auch dass das Abi per se Wohlstand und Reichtum garantiert trifft heute nicht mehr zu.

Man kommt entgegen der gesellschaftlichen Ansicht auch ohne Abitur zu etwas, sofern man realistische Ziele hat und weiß, was man ist und was man kann und auch die Noten halbwegs passabel sind -----> natürlich muss man wissen, mit einem Dreierschnitt eher bei einer kleinen Firma sich zu bewerben als in dem Super-Ober-Premiumbetrieb vor Ort, zu dem jeder will, der auf zwei Stellen 20 Bewerbungen bekommt und daher nur die Besten nimmt.

Ein schlechtes Abitur ist oftmals sogar weniger wert als eine gute Mittlere Reife -----> bei uns im Betrieb (Zeitungsverlagshaus) verfährt man im Ausbildugnswesen ebenso nach diesem Raster & gibt lieber einem Realschüler eine faire Chance anstelle einem Abiturienten, dessen Notenbild suboptimal ist den Platz zu geben, den auch ein Realschüler ohne weiteres packt. Wir sind in der Stadt und im Umkreis nicht der einzige Betrieb, der das so handhabt!

Ich selbst (Jahrgang 1990; Mittlere Reife 2007) habe auch kein Abitur und trotzdem alles erreicht, was ich mir immer gewünscht habe.. habe es nie bereut!

Die meiste Schwächeren wurden in den 8 Jahren vor dem Abi schon ausgesiebt. 

Mein Sohn hat heuer Abi gemacht. Von 179 Anfängern in der 5. Klasse wurden 110 zum Abi zugelassen. Einschliesslich aller Neuzugänge auf 8 Jahre.

102 haben bestanden. Da hast du doch fast deine 50%, die nur das Abi geschafft haben...

Es hat immer weniger  Aussagekraft. Deshalb gibt es ja in der Wirtschaft und übrigens auch zunehmend an Universitäten spezielle Aufnahmebedingungen und /mit Tests.

So musst du z.B. an der Uni Bi schon seit vielen Jahren einen Cambridge-Test nachweisen, wenn du Englisch studieren willst. Einer Abitur-Note wird keine Bedeutung mehr gegeben!

Nicht mehr und nicht weniger wertvoll als wenn nur einer oder alle es schaffen würden.

Da fragt hinterher keine Sau mehr nach. Je nachdem, was du studieren willst, ist höchstens noch dein Notendurchschnitt von Belang. Es interessiert keinen, wie viele von deiner Stufe das Abi bestanden haben.

Eine Prüfung ist nicht dazu da, dass sie von wenigen geschafft wird, sondern dass man beweißt, dass der vermittelte Stoff begriffen ist und das Wissen eingesetzt werden kann. Ein Wettbewerb ist dazu da, die besten zu finden und da ist es Sinn, in den Vorentscheidungen "auszusieben".

Es war das Ziel der Bildungspolitiker, die Zahl der Abiturienten zu erhöhen. Das haben sie geschafft, indem sie das Niveau des Abiturs gesenkt haben. Das war nicht in allen Bundesländern so krass wie in manchen speziellen.

Lies doch mal, wie manchen Orts die gestiegene Abiturientenzahl gefeiert wird.

Leider ist es heute so, das heute kaum noch jemand eine Chance hat weiterzukommen ohne Abitur. 

Alleine deshalb ist es schon wichtig ein vernünfiges Abitur zu haben.

Dabei geht es nicht nur um ein evtl. Studium. Es geht schon bei einer ganz normalen Ausbildung los.

Viele Berufe gibt es nicht mehr in dem man kein Abitur braucht. 

Was meinst du, warum so viele Haupt und auch Realschüler keinen Ausbildungsplatz finden. Das obwohl sie durchaus in der Lage wären bestimmte Berufe sinnvoll auszuführen.

Unendlich "wertvoll" , denn ohne einen hochwertigen Abschluss, keine Perspektive, keine Ausbildung, kein Studium, keine guten Berufsaussichten. 

Egal wie viele es haben, es gibt noch genug ohne Abitur und die liegen leider meist auf der Strasse..

superwertvoll - wer will schon zu denen gehören, die das Abi nicht geschafft haben obwohl weit über die Hälfte eines Jahrgangs das Abitur schafft.  

solange der kleine handwerkerle für seinen laden keine azubis mit abgeschlossenem wirtschaftsstudium sucht, hast du immer noch gute chancen für die klassische berufsausbildung.

und trotzdem verlangen die betriebe auch von abiturienten eine breite basis an grundwissen und -kenntnissen insbesondere in deutsch und mathematik. viele abiturienten beherrschen nicht mal mehr dreisatz- oder prozentrechnung.

Selbst Handwerksmeister suchen heute gebildete Leute für ihre Berufsausbildung.

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@Huflattich

Gebildet ja. Abitur ist aber eher unerwünscht im Handwerk und wird gerne belächelt ;) Btw: arbeite bei der Innung ;)

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Das Abitur an sich ist nichts besonderes mehr. Aber der Schnitt lässt dann doch die ein oder andere Aussage zu.

Früher waren eben die Abiturienten Exoten (Minderheiten) heute sind es die Hauptschüler. Das Abi dürfte jeder schaffen der bis in die letzte Klasse versetzt wurde, die anderen haben ja schon aufgegeben.

Das wirst du in 1,5,10,20 und allen weiteren Jahren jeweils besser beantworten können.

Es kommt darauf an, was du aus deinem Leben machst!

Total wertvoll.

Heute ist der Kopf gefragt, nicht - wie früher - die Muskeln.

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