Wie werden sich die neuen Wahltarife der Krankenkassen darstellen?

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3 Antworten

Auch wenn der Beitrag schon ein wenig älter ist, so ist das Thema doch momentan sehr aktuell. Mittlerweile bietet der Großteil der Krankenkassen Wahltarife an, welche sich zum Teil sehr unterscheiden. Eine Übersicht der Wahltarife und wie viel man sparen kann gibt es bei www.1a-Krankenkassen.de

Die [b]ALLGEMEINEN ORTSKRANKENKASSEN (AOK)[/b] bieten ihren Versicherten einen Selbstbehalttarif an, mit dem diese je nach AOK und jeweiligem Einkommen bis zu 600 Euro pro Jahr einsparen können. Dieser Bonus verringert sich nur, wenn das AOK-Mitglied im Laufe des Jahres bei einem Arztbesuch ein Rezept verschrieben bekommt oder ins Krankenhaus muss. Arztbesuche ohne Rezept, Früherkennungsuntersuchungen und Leistungen rund um die Schwangerschaft werden nicht angerechnet. «Das ist wie eine gemeinsame Wette auf die Gesundheit», erläuterte der Chef der AOK Baden-Württemberg, Rolf Hoberg. Das finanzielle Risiko beträgt je nach Tarifklasse allerdings maximal 50 bis 120 Euro pro Jahr. Zudem gibt es bei den Allgemeinen Ortskrankenkassen Prämienprogramme, die gesundheitsbewusstes Verhalten belohnen.

Die BARMER geht mit 18 Wahltarifen an den Start. Darunter sind Bonusprogramme, Kostenerstattungs- und Selbstbehalttarife. «Wir freuen uns auf einen intensiveren Wettbewerb», sagte Vorstandschef Johannes Vöcking. Im Kostenerstattungstarif beispielsweise ist im ersten Jahr eine Rückzahlung von 80 Euro möglich. In Tarifen mit Selbstbehalt sind Prämienzahlungen von bis zu 500 Euro möglich.

Die DEUTSCHE ANGESTELLTEN-KRANKENKASSE (DAK) plant zunächst bis zu 20 unterschiedliche Individual-Tarife. Darunter sind mehrere Selbstbehalttarife mit unterschiedlichen Prämienzahlungen, die nach Einkommensklassen gestaffelt sind. Dabei haben DAK-Versicherte die Wahl zwischen Sach- und Geldprämien. Zu den Sachleistungen zählt zum Beispiel Klinik-Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer. Zusätzlich werden ein Beitragsrückerstattungstarif für freiwillig Versicherte, Kostenerstattungstarife und ein Tarif für die Kostenübernahme bei homöopathischen Arzneimitteln angeboten.

Die TECHNIKER KRANKENKASSE will unter anderem Selbstbehalttarife anbieten. Dabei steigen die ausgezahlte Prämie und die Höhe des Selbstbehalts mit dem Einkommen des Mitglieds an. Bei 18 000 Euro Jahreseinkommen etwa liegt der Selbstbehalt bei 300 und die Prämie bei 240 Euro. Bei 42 000 Euro Einkommen sind es 960 Euro Selbstbehalt und 600 Euro Prämie. Zudem gibt es einen Rückerstattungstarif.

Die KAUFMÄNNISCHE KRANKENKASSE (KKH) wird zum 1. April sieben neue Tarife anbieten, unter anderem vier Selbstbehalttarife und einen Rückzahlungstarif. «Die Stufen starten bei einem Jahreseinkommen von mehr als 12 000 Euro. Hier beläuft sich die maximale jährliche Bonuszahlung auf 120 Euro und der Selbstbehalt auf 170 Euro», sagte eine KKH-Sprecherin. Beim Rückzahlungstarif winken Versicherten Erstattungen von einem Zwölftel ihres Jahresbeitrags.

Die KNAPPSCHAFT bietet zum 1. April insgesamt sechs Wahltarife an. «Diese Tarife unterscheiden sich nicht wirklich von den Tarifen, die es auch vorher schon gegeben hat», sagte ein Sprecher. Unter anderem gibt es nun zwei neue Wahltarife mit Selbstbehalt.

Die GMÜNDER ERSATZKASSE bietet künftig drei Wahltarife an. Mit einem neuen Vorsorgetarif könnten Singles bis zu 250 und Familien bis zu 600 Euro im Jahr sparen. Voraussetzung für die Erstattung ist die Teilnahme an Gesundheitsförderungs- und Präventionsprogrammen. quelle: dpa

die Gesundheit des Patienten wird quasi als Glücspiel gesehen, in dem der Patient mit dem Kauf eines Glückloses das ca. doppelte seines Einsatzes gewinnen kann!

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@Mismid

wäre aber toll, wenn jemand der etwas als falsch ansieht seine richtige Meinung mitteilen würde

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Im Endeffekt wird man nichts sparen, weil durch die Gesundheitsreform alles erstmal teurer werden wird. Wenn man dann unter bestimmten Bedingungen weniger zahlt, zahlt man zwar weniger als der Standardtarif, aber immer noch mehr als vorher! So funktionieren ja alle Rabattsysteme - erstmal alle merzahlen um es dann wieder für einige zu vergünstigen. Die Geldmenge muß ja gleich bleiben, und da alle Kassen jammern sie hätten zu wenig, muß erstmal kräftig erhöht werden. Allein für Bezieher höhrer Einkommen werden sich die Beiträge reduzieren. Die Leute mit kleinem Einkommen werden wesentlich mehr zahlen müssen. Aber das kommt ja erst in einigen Wochen/Monaten

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