Wie werden Motorradfahrer geblitzt?

10 Antworten

Auch wenn nur Frontfotos gemacht werden, kann der Messbeamte das Kennzeichen hinten ablesen und im Messprotokoll festhalten. Mit dem Infrarotblitz ist der Fahrer trotz Helm meist gut erkennbar. Bei Krädern ist in den allermeisten Fällen der Halter auch der Fahrer. Lässt das Foto eine Fahrererkennung zu und der Halter ist nicht der Fahrer, hat er nur gegenüber Angehörigen ein Zeugnisverweigerungsrecht, sonst muss er spätestens vor dem Richter aussagen (sonst droht Beugehaft). Wer als Mann keinen etwa gleich alten Bruder oder als Frau keine Schwester hat, ist damit schon mal schlecht dran.

Wenn der Halter Erinnerungslücken über den verantwortlichen Fahrer geltend macht, wird er nach dem Personenkreis gefragt, der sein Krad genutzt hat, oder er muss erklären können, wieso er Fremden sein Krad leiht:

Einer hat mal mit einem Fremden die Kräder getauscht, damit jeder der beiden mit der Maschine des jeweils anderen eine Probefahrt machen konnte. Nach einer halben Stunde haben sich beide an einem verabredeten Platz wiedergetroffen und jeder hat wieder seine Maschine übernommen ...

Die Blitzer die Aussehen wie Litfaßsäulen sollen wohl Kameras beherbergen die in beide Richtungen Blitzen. Aber bei den Starenkästen kann dir als Motorradfahrer nichts passieren.

Mittlerweile gibt es Blitzer, die von vorne und hinten ein Foto machen oder manche Motorradfahrer werden auf frischer Tat ertappt. Ich denke aber, dass in Deutschland trotzdem über 90% der geblitzten Motorradfahrer Glück haben und nicht bestraft werden können.

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