Wie werden Filme wie Bärenbrüder, Bambi, Arielle, und diese ganzen 2D Filme gemacht?

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3 Antworten

600 Leute vier Jahre bei Laune halten

Computer und Scanner helfen da nicht viel: Die Realisation eines

klassischen Zeichentrickfilms ist wie in den Anfangszeiten von Walt

Disney Knochenarbeit und gerade für die Kreativen eine harte

Geduldsprüfung. Es braucht mehrere Jahre von der ersten Idee bis zum

fertigen Film. Nicht umsonst gilt der Produzent Don Hahn, der mit seinem

stabilen Team für Filme wie "Der König der Löwen" oder "Die Schöne und

das Biest" reihenweise Oscars eingeheimst hat, als Meister der

Motivation. "600 Leute über vier Jahre bei Laune halten - das ist

wahnsinnig schwer", erzählt Hahn beim Interview in Monaco, wohin der

Disney-Konzern geladen hatte. Doch der stattliche Macher mit der

Ausstrahlung eines freundlichen Pastors findet immer wieder begeisternde

Momente in seinem Job. "Es ist einfach ein tolles Gefühl, wenn aus

einer Betonzeichnung ein lebendiger Charakter wird."

Nach der Idee zum Film wird die Story entwickelt, die Figuren entstehen
und das spezielle Design mit Architektur, Landschaften und Kostümen wird
festgelegt. "Diese Anfangsphase liebe ich absolut am meisten", schwärmt
Art-Director Dave Goetz. "Das ist 100 Prozent Kreativität jeden Tag."
Dann machen sich die Autoren an das Drehbuch als Vorlage für das so
genannte Storyboard. Zeichnung für Zeichnung, Szene für Szene entsteht
ein genauer Abriss des späteren Films. Noch roh und nicht in Farbe, aber
schon so genau, dass auf dieser Grundlage über Details entschieden
werden kann.

Kein Computer kann den Zeichner ersetzen

Erst jetzt kommt der Computer richtig zum Einsatz. Vor allem vorher

gezeichnete Hintergründe, Räume, Geräte und alles, was nicht "lebendig"

ist, kann mittlerweile am Bildschirm bearbeitet werden. Schichtweise

werden Farben aufgelegt, Oberflächen verändert, Bewegungen erzeugt.

Reine Handarbeit liegt aber nach wie vor in den

"schauspielernden" Charakteren. "Man sieht einfach den Unterschied ob

Hand oder (Computer-)Maus", erklärt Toomey, der für Leonardo da Vinci

und Michelangelo schwärmt, den teuren Einsatz seines 85-köpfigen Teams,

das Feinarbeit am Fließband leistet. "Viele von uns haben Probleme mit

den Armen, Fingern oder Rücken. Als 'Schadenersatz' findet sich oft

einer von uns als Insider-Witz irgendwo im Hintergrund des Filmes

wieder."

Während die Bilder immer bewegter, bunter und perfekter werden,
komponiert ein Komponist die Musik dazu und spezielle Sound-Experten
kreieren alle Geräusche, die die bis dahin stummen Bilder vermissen
ließen. Und erst zum Schluss, bei der Synchronisation durch Schauspieler
aus Fleisch und Blut, erleben auch die Charaktere ihre hörbare Geburt
im Studio.

Quelle:http://www.manager-magazin.de/unternehmen/it/a-171087.html

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Die werden am PC gezeichnet und animiert. Sehr teuer eigentlich. Es gibt aber auch Anfänger Programme. Schau auf youtube mal nach "2D Animation Anfänger"

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Wie früher Zeichentrickfilme gemacht wurden, hat Peter Lustig auch mal bei Löwenzahn erklärt. Hier in dieser Folge ab ca. 17,5 Minuten:

Aber neuere Filme wie "Bärenbrüder" wurden denke ich bereits am Computer gemacht. So wie es im Film gezeigt wird, wird es heute glaube ich kaum noch gemacht. Eben wie gesagt mittlerweile fast alles am Computer.

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