Wie werden die meisten Pferde angeritten?

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4 Antworten

Erlich gesagt habe ich keine Ahnung davon wie die meisten Pferde angeritten werden.

Der Ablauf selbst ist bei jeder Reitweise der gleiche. Zumindest im großen und ganzen. Bodenarbeit, Gewöhnung an Komandos, Gewöhnung an Ausrüstung, Longierarbeit, Gewöhnung an Sattel, Gewöhnung an Gewicht, Lernen der Hilfen.

Erst ab diesem Zeitpunkt unterscheiden sich die Reitlehren voneinander, aber wieder eigendlich nicht so grundlegend wie man oft denkt.

Wenn ich meinem Bereiter nicht über die Schulter schauen darf, was er mit meinem Pferd macht, dann ist das nicht mein Bereiter. Mein Bereiter legt jeden Umgang den er meinem Pferd zuteil werden lässt offen dar. Man kann auch Beobachten, ohne im Weg zu sein, das ist also kein Argument.

Immer wieder kann ich nur hoffen, das Pferde schonend an ihre zukünftige Arbeit herangeführt werden.

Ich kann nur für meine Ausbildung sprechen und die ist schonend fürs Pferd, relativ spät, damit das Tier genug Entwicklung hinter sich hat, ganz ohne Zwangsmittel und in aller Ruhe, mit so viel Zeit fürs Pferd wie es braucht.

Ich hab bisher alle Pferde vom Fohlenalter an betreut. Mit drei Jahren dann einfach raufgesetzt und gut. Man kannte sich ja schon und Vertrauen war da. Nie Probleme gehabt.

Das ist ganz ganz unterschiedlich. Das kommt darauf an ob der, der das Pferd einreitet auf das Wohl des Tieres achtet oder nicht. 

Manche reiten die Pferde mit etwa 4 Jahren ein. Eigentlich sollten sie frühstens mit 3 eingeritten werden. Wenn es aber um eine Körnung geht, dann juckt es viele nicht die Pferde noch viel viel früher einzureiten. Das ist sehr schlimm. 

Es gibt diese - schnell einreiten - mit Ausbinder - schön das Maul zuschnüren - einfach den Sattel drauf - Sporen - Gerte - brutal 

Dann gibt es noch die Guten - alles mit Ruhe - langsam herantasten - gewöhnungszeit 

Von den Guten gibt es aber nicht mehr so viele und unter den Hochleistungsreitern sowieso nicht 

Wenn keiner je zuschauen durfte dann ist da was faul!...

Amira2013 28.01.2016, 18:50

Ja, aber ich möchte jetzt nicht lästern... . Bevor ich hier wieder angemotzt werde vonwegen ich solle das nicht schreiben, da mein Trainer hier ja reinschauen kann...

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JaneDoe18 28.01.2016, 19:10

Da muss beim besten Willen nicht automatisch was faul sein!

Der Chef des Stalles in dem ich hin und wieder arbeite, macht das auch am liebsten "für sich". Da geht man zu 2 oder zu 3 mit dem Pferd in Halle oder Rundhalle, und dann wird angefangen mit dem ersten Maldrauf sitzen. (Mit genügend Vorarbeit natürlich).

Je mehr Leute drum herum, desto höher der Ablenkungsfaktor. Mit jungen Pferden, oder wenn ich bestimmte Dinge zum ersten Mal "erarbeite", bin ich auch gerne für mich. Einfach, weil dann mehr konzentration vorhanden ist. ;)

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friesennarr 28.01.2016, 19:18
@JaneDoe18

Ja - ist ja schon in Ordnung wenn das so ist, aber ich will erst mal sehen, wie jemand mit meinem Tier umgehen wird, bevor ich mein Tier dort in den Beritt schicke.

Jemand der überhaupt nicht zusehen lässt wie er arbeite, würde keines meiner Pferde an die Hand bekommen.

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sukueh 28.01.2016, 19:50
@friesennarr

Deshalb habe ich beispielsweise auch Reitstunden in dem Stall genommen, wo ich mein Pferd dann später in Beritt gegeben haben. 

Dabei kann man sich gut "unauffällig" ein Bild vom Stall und vom Umgang mit den Tieren machen. Oft sind ja dann auch schon andere Berittpferde da, wo man sich mit den Besitzern unterhalten kann etc. 

Also man hat schon Mittel und Wege, um sich über die Arbeitsweise eines Trainers zu informieren.

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JaneDoe18 28.01.2016, 19:55
@friesennarr

Gut, das ist klar. Bei jemandem der ausdrücklich sagt, dass generell nicht zugeschaut wird, oder kommentarlos die Hallentür verschließt wäre ich auch skeptisch. Aber da "verbietet" es meiner Meinung nach ja schon der gesunde Menschenverstand, das Pferd dort abzugeben.

Wenn ich ernsthaft überlege mein Pferd in Beritt oder zum Einreiten zu geben, schaue ich mir den Hof ja vorher an. Wenn mir da schon was spanisch vorkommt, behalte ich mein Pferd zuhause.

Wollte damit ja auch nur erwähnen, dass ein "hier darf jetzt keiner rein, ich arbeite mit jungem Pferd" nicht automatisch heißt, dass schlecht gearbeitet wird. Besitzer der Pferde oder ausgewählte Interessenten sind bei kompetenten Trainern immer gerne hinter der Tür gesehen. Denn Mundpropaganda ist bekanntlich recht erfolgreich.

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friesennarr 29.01.2016, 08:37
@sukueh

So sollte es aber nicht nötig sein, oder?

Wenn ich einen Bereiter such für ein Pferd, dann komme ich da auch mal unangemeldet zu einer Reitstunde oder einem Beritttermin von einem anderen Pferd und kucke da zu und wenn mir nicht gefällt was ich sehe gehe ich wieder - und wenn es mir gefällt dann bleib ich und rede mal mit dem oder der.

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sukueh 29.01.2016, 11:34
@friesennarr

Klar, das kann man auch machen ... durch die Reitstunden hatte ich aber die Möglichkeit, mir über einen längeren Zeitraum die "Zustände" auf dem Hof anzuschauen. Zudem hatte es den Vorteil, dass der Bereiter sich ein gutes Bild von meiner Reiterei machen konnte und das Pferd dann so "gebaut" hat, dass ich es auch wirklich nachreiten konnte. Auf damals noch vorhandene Reiterfehler hat er auch gleich "Sicherheitsfeatures" beim Pferd eingebaut. Insofern hat mir das schon mehr gebracht, als nur zuzuschauen oder mich mit anderen Besitzern zu unterhalten.

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