Wie werden bei der organisch biologischen Landwirtschaft Acker aufgelockert?

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3 Antworten

Da werden natürlich auch Maschinen eingesetzt. Bodenbearbeitung hat eine zentrale Rolle im Ackerbau, im Ökolandbau ist es im wesentlichen die wendenden Bodenbearbeitung, also das Pflügen, Minimalbodenbearbeitung spielt dort noch eher eine untergeordnete Rolle.

Beim Pflügen werden zwar die Porensysteme im Boden zertört, aber Durchlüftung und schnellere Erwärmung beschleunigen die Zersetzung der Pflanzenreste und ggf. Pilzsporen. Zusätzlich, auch gerade im Ökolandbau von großer Bedeutung, werden Wurzelunkräuter in der Vermehrung gestört und Samenunkräuter, die zum Keimen angereget, die dann nach dem Auflaufen entfernt werden können.

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Wenn keine maschinelle Auflockerung des Boden möglich ist, dann geht dieses eigentlich nur mit tiefwurzenden Pflanzen oder durch Regenwürmer etc. Nutztiere würden den Boden nur verdichten.

Die Auflockerung des Boden dient zum einen der besseren durchlüftung des Boden,  wodurch er sich besser erwärmt. Zum andren sickert überschüssiges Wasser besser ab und bleibt nicht als Staunässe oben.

Die Vermischung des Bodens bei der Auflockerung trägt stark zur Verrottung vom Plfanzenresten und organischen Dünger bei.

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Kommentar von Agronom
21.02.2016, 13:01

Das mit der Versickerung stimmt nicht, da durch das Pflügen das Porensystem unterbrochen wird und so die Infiltration des Wassers geringer ist.

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Im biologischen Landbau gilt, tief lockern (Tiefengrubber), flach einarbeiten (bis 8 cm) und je mehr man macht, desto schlimmer wird es. D.h. eigentlich sollte man überhaupt keine Bodenbearbeitung vornehmen, damit die Bodenschichten nicht durchmischt werden und damit das Gleichgewicht nicht gestört wird. Im Idealfall gelingt dieses durch geschickte Auswahl der Fruchtfolgen (Tiefwurzeler/Flachwuzeler, Bodenverbesserer/Starkzehrer) und Förderung des Bodenlebens, z.B. durch Flächenkompostierung mit Stallmist.

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