Wie werde ich zu einer Bedrohung, die man ernstnimmt?

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13 Antworten

Eine Bedrohung, die respektiert wird? Passt nicht zusammen.
Vor einer Bedrohung hat mensch vielmehr Angst als Respekt. 
Es sei denn, für dich bedeutet Respekt = Angst.

Mit "Vater das stimmt nicht..." setzt du mitnichten deine Grenzen, sondern belehrst ihn, statt bei dir zu bleiben.
Du möchtest ja auch nicht belehrt werden - oder sehe ich das falsch?

Ein "ich sehe das anders, weil..." ist eine ganz andere Geschichte.

Sind die körperlichen Auseinandersetzungen mit Fremden wirklich nicht vermeidbar?

Kommt der Vermieter einfach so - während die Mieter unterwegs sind - ungefragt in die Wohnungen?
Wenn ja, was sagen deine Mitmieter dazu?

Bis auf meine allererste Wohnung hatte ich keinen Vermieter mehr, der einfach so bei mir eine Besichtigung gemacht hätte.

Und ich bin mitnichten eine Bedrohung.

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Du solltest keine Bedrohung darstellen. In einem Kampf ist es besser unterschätzt zu werden. Der Gegner würde vmtl. mit weniger Konzentration an die Sache rangehen, ergo schlechtere Verteidigung, mehr Angriffsmöglichkeiten.

"Er unterstellt mir etwas."

Sofern er falsch liegt: Einmal sagen und dann weggehen. Persönlich lasse ich mich selten auf so ne Kindereien ein. Er dürfte es dann nochmal in vernünftiger Weise versuchen.

KP wie dein Vater darauf reagiert.

"Oder auch bei körperlichen Auseinandersetzungen mit Fremden."

Das ist etwas was ich einfach nicht nachvollziehen kann. Mir ist es in so vielen Jahren noch nie passiert, dass jmd. eine ernsthafte Auseinandersetzung mit mir sucht. Weder bin ich unfassbar groß, noch unfassbar trainiert. Es wird also wohl kaum daher kommen, dass ich eine bedrohliche Art habe. Vmtl. ist das auch eher kontraproduktiv.

"Ich kann schreien, ich kann es ruhig sagen, ganz egal, die lächeln dann und kommen kurz danach wieder auf mich zu."

Hast du mal von dem Spruch gehört "Bellende Hunde beißen nicht"? Jemand der schreit fühlt sich aus meiner Sicht in die Ecke gedrängt. In einer körperlichen Auseinandersetzung wäre panisches schreien (nicht rufen) für micht die Ansage, dass er unterlegen ist.

In einer Diskussion wäre es für mich ein Zeichen dafür, dass der Person die Argumente ausgehen und keine sachliche Argumentation mehr kommt.

Lautstärke bringt etwas um Hilfe zu rufen. In den meisten anderen Belangen ist es absolut sinnlos.

"er will immer wieder in die Wohnung und obwohl er sogar einen Gerichtsprozeß gegen mich wg. grundloser Besichtigung verloren hat"

Solange verklagen bis ers gelernt hat.

Du musst nicht bedrohlicher sein, sondern konsequenter. Bedrohlichkeit ist, aus meiner Sicht, einfach nur negativ. Selbstbewusstes Auftreten und konsequentes Handeln ist vmtl. sinnvoller.

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Erst mal ganz wichtig: Du möchtest NICHT zu einer Bedrohung werden, aber du möchtest ernst genommen werden. 

Dein vermutliches Problem: Du hoffst insgeheim auf "Zustimmung". 

Tipp: Fasse dich kurz und akzeptiere, dass dir nicht jeder zustimmen wird. Akzeptiere andere Meinungen und Dinge, die du nicht ändern kannst. Versuche nicht, andere zu überzeugen, sondern sage klar, was du möchtest und was du nicht akzeptierst.

Vermieter: "Tut mir leid, ich kann sie gerade nicht rein lassen!"

Warum nicht?

Ich habe gerade etwas Privates zu tun und keine Zeit für Sie. Vereinbaren Sie bitte einen Termin, wenn Sie die Wohnung betreten müssen. Tut mir leid, ich bin jetzt beschäftigt - einen schönen Tag noch!" (Tür schleißen)

SV: Frage: Kannst du solchen Situationen nicht ausweichen? Polizei rufen?

Übe mal ggf. mit Freunden oder alleine, richtig empört zu sein! Sagen Sie mal, was erlauben Sie sich?! -Haltung! Keiner, der darauf aus ist, dich zu provozieren oder zu verletzen wird sich davon abhalten lassen, wenn du ihn darum "bittest". Angst und Unsicherheit sieht man anderen leicht im Gesicht an, besonders, wenn man geübt darin ist, weil man oft Angst und Unsicherheit bei anderen auslöst!

Vater:

Du hast eine Meinung, dein Vater hat eine. Wenn dein Vater demonstriert, dass er dich nicht ernst nimmt, ist das SEINE Meinung. Deine ANGST ist nun, dass andere diese Haltung übernehmen. Stelle ruhig klar, dass du eine andere Meinung hast und belasse es dabei. Gib eine Erklärung EINmal und dann nicht wieder. Ggf. wiederhole sie ruhig (nicht hektisch, nicht bittend, nicht hoffend) mehrere Male mit den gleichen Worten. 

Bspw.: "Du möchtest bestimmt abnehmen, damit du mal für eine Frau interessant wirkst!" "Nein, Papa, ich habe das nicht nötig, danke!" - und dann schweigen. Schweigen kann andere auch verunsichern.

Oder:"Du rauchst doch heimlich in deinem Zimmer!" - "Nein, tue ich nicht. Warum ist dir diese Vorstellung so wichtig?" - "Du rauchst doch, ich rieche das doch!" - "Okay, wenn du dir das einbilden willst..." - und dann nichts weiter dazu sagen.

Man kann Leute mit Schweigen auflaufen lassen. Auch mit wortgleichen, ruhigen Wiederholungen, wenn sie umfangreiche Erklärungen, Bitten, Entschuldigungen erwarten.

Übe innerlich gelassen zu sein (das kann man lernen und wird immer besser darin), übe, dich zu distanzieren (guter Tipp: Sieh Leute wie deinen Vater als Kind oder z.B. geistig behindertes Kind an. Mit solchen Leuten hättest du Geduld, du würdest sie nicht allzu ernst nehmen, wenn sie dich versehentlich beleidigen, du könntest gelassen mit ihnen umgehen. Siehe deinen Vater auch so an, wenn er dich in zu etwas drängt).

Ziel ist es nicht, dass jemand deine Meinung übernimmt oder freiwillig deine Grenzen respektiert, Ziel ist es, dass du bei deiner Meinung bleibst und nicht als "kleines Kind" dastehst und dass du nicht in Gefahr gerätst. 

Meine Mutter hat so etwas auch super drauf. Gestern ging ich mit ihr durchs Parkhaus und sie erklärte mir, dass ich mehrere Tage lang nicht die Unterwäsche wechseln würde. Früher hätte ich mich ängstlich umgesehen, ob das keiner gehört hätte, wäre vor Scham im Boden versunken, hätte versucht, ihr zu erklären, warum so eine Bemerkung unangemessen ist, hätte evtl. sogar über meine Unterwäsche gesprochen - heute nehme ich das gelassen hin. Wer das glaubt, ist selbst schuld, und wenn sie das unbedingt sagen muss, muss ich mich davon nicht verunsichern lassen. Es zeigt eher ihre Unsicherheit, dass sie auf so ein Niveau sinken muss.

Gefahr: Situationen umgehen, sachlich-höflich bleiben, nicht unnötig "provozieren" (im Sinne von Gewalttaten gegen dich herausfordern), auch mal die Polizei rufen.

Oder: Schreibe dir die Situationen möglichst wörtlich auf und übe sie mit einem SV-Lehrer. Also: Ich war hilflos in der und der Situation, wurde nicht ernstgenommen, das und das klappte nicht. Was kann ich anders machen? Kann ich das so lange mit Ihnen durchspielen, bis ich sicherer bin, erfolgreich so eine Situation zu bewältigen?"

Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass übermäßiges Ernstnehmen und übermäßige (nicht gespielte) Höflichkeit (wie gegenüber Kindern) in brenzligen Situationen oft Gewaltpotential entschärft. Jemand pöbelt einen an - man entschuldigt sich aufrichtig, aber nicht unterwürfig. Man tritt so auf, als ob man gar keine Gewalt erwarten würde oder Drohungen nicht wahrnehmen würde. Damit ist man weder Provokateur noch ängstliches Opfer. Allerdings sollte man sich auch nicht in Gefahr begeben - wenn eine Gruppe von Besoffenen mit Messern spielt, gehe ich da nicht extra durch.

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Du hast nennenswert oft körperliche Auseinandersetzungen? Dagegen würde ich zuerst etwas unternehmen. Aber der Reihe nach:

Du musst deutlicher NEIN sagen. Kein "ich möchte nicht..." oder "das mag ich nicht...", sondern ganz klar "Nein, du lässt das sofort!"

Wenn das nicht hilft, kannst du dich meistens der Situation entziehen:

  • Steht der Vermieter vor der Tür, dann mach dir Tür zu. Lass ihn gar nicht erst hinein. Sag ihm klar und deutlich: "Sie können heute nicht in die Wohnung." Dann Tür zu, Klingel stummgeschaltet und fertig.
  • Redet der Vater falsches Zeugs, dann sag laut und ohne dich unterbrechen zu lassen: "Du lügst!" Wenn er weiter lügt, lass ihn kommentarlos stehen und geh nach Hause.
  • Fremde Schläger bedrängen dich - was machst du überhaupt in einer Gegend, in der so'n Pack herumläuft? Geh in einen besseren Stadtteil, bevor die überhaupt auf Armlänge heran sind. Falls sie dich doch erwischen, ruf die Polizei und zeig sie an. Nicht nur damit drohen, sondern wirklich machen.

Durch dieses Zusammenspiel von klaren Aussagen und konsequenter Vermeidung kommt du fast nie in Situationen, in denen dir verbale oder körperliche Gewalt angetan wird.

Und falls es doch mal passiert: Nicht diskutieren, sondern sofort wehren und die Polizei dazu holen. Mit Letzterer will niemand zu tun bekommen, lieber wird man dich in Ruhe lassen.

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Wenn du endlich mal ernst genommen werden willst, so musst du das innerlich in dir haben.
Eine innere Autorität brauchst du.
Diese strahlst du dann nach außen hin ab. Dann hören diese Kämpfe mit anderen auf, weil du eine entsprechende Ausstrahlung hast. Diese wirkt wie eine Grenze dann. Ohne ihr bist du grenzenlos.

Wenn du diese Autorität nicht in dir hast, bleibt es bei vielen erfolglosen und nervigen Kämpfen.

Finde ich gut, dass du das alles so gut erkannt hast und was dafür tun willst. Das bringt dir sicherlich viel. Da wird sich einiges ändern dann.

Diese innere Autorität erhältst du, wenn du selbst absolut davon überzeugt bist, dass du gut und richtig mit deinen Ansichten liegst. Auch mit einer gewissen Willensstärke und Einsatzbereitschaft dafür. Zuerst also müsstest du selbst die Lust dazu haben, deine Grenzen für angemessen und zumutbar zu halten.
Ich mein, wer weiß, wie du erzogen und geprägt wurdest, auch dein Vater, wenn er sie bei dir nicht einhält, hat er vielleicht auch irgendwelche Probleme damit. Dann kommt es schon einmal vor, dass man in diesem Bereich ein falsches Bild von diesem Thema hat. Ist jetzt so und kann man nicht mehr ändern, auch deinem Vater will ich damit keinen Vorwurf machen, ....nur, damit du die Hintergründe bissl verstehen kannst.
Überprüfe mal deine Gedanken darüber, was du selbst eigentlich so über dich und deine erwünschten Grenzen so denkst. Sollten da negative Gedanken auftauchen, nicht schlimm, aber gegebenenfalls dann selbst erst mal ändern.

Du solltest also primär selbst von deinen Bedürfnissen überzeugt sein, sie dir erlauben, fest zu ihnen stehen können.

Kann es sein, dass es dir bissl schwer fällt, Energie und Lebenskraft in deine Ansichten und Grenzen zu lenken? Ist das anstrengend für dich? Dann nur, weil du selbst noch nicht ausreichend genug (Willensstärke) hast, selbst nicht genug dazu stehst und zu wenig Bereitschaft nur dafür hast, dich für sie gerade zu machen, aufzurichten, um sie einzufordern und durchzusetzen.
Fordere sie also ein, übe dich weiter darin und handle entsprechend. Keine Nachgiebigkeit!
Arbeite vor allem mit dir selbst! Das im Außen und Umfeld ergibt sich dann schon. Aber zuerst muss das in dir drinnen passen!

Nimm dich vor allem selbst mit deinen Bedürfnissen ernst! Ehrlich gesagt glaube ich, das es dabei noch hapert.
Und entwickle die Bereitschaft dazu, dafür einzustehen, dafür zu kämpfen. Nur innerlich (geistig)!

Versuche, deinen Vater von dir zu überzeugen, solltest du meiner Ansicht nach erst mal zurückstellen. Sie können nicht gelingen, solange es in dir innen zu schwach dafür ist.
Wenn er dir ins Wort fällt, solltest du meiner Ansicht nach lauter also gerade noch weitersprechen. Dann kommt es schon mal vor, dass beide zusammen sprechen und man nicht alles vom anderen dann verstanden hat. Das aber ist egal. Hauptsache, du hast dich nicht unterbrechen lassen.
Was nichts bringt, solltest du erst mal bleiben lassen. Es anders versuchen. Bedenke auch, dass du vielleicht nicht mehr zwingend von der Akzeptanz deines Vaters abhängig bist. Du bist vielleicht ja nicht mehr der kleine Bub, der sie noch braucht. Weiter ist es normal, dass du dich von ihm abnabelst, um eigene Wege zu gehen.

Und prüfe mal, ob es Dinge gibt, die dir bei allem Angst machen.

Das sind alles mal Anregungen und Denkanstöße.
Bleib in jedem Fall dran, das solltest du dir wert sein. Nimm dich selbst so oft wie möglich und egal in welchem Bereich ernst und wichtig. Sei dir deiner selbst öfter sicher. Prüfe und beobachte eigenen Gedanken dahingehend! und ändere sie gegebenenfalls!!!!
Respekt heißt Rücksicht. Nimm also viel öfter und intensiver und liebevoller Rücksicht auf dich selbst! Dann wird das!

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Du scheinst Dich nicht richtig auszudrücken - "Ich will nicht, dass Du das wiederholst" klingt so gar nicht überzeugend. Bei dem Vermieter machst Du das anscheinend auch so.

Wenn ich was nicht will, sage ich klar und deutlich "Nein". An mir käme kein Vermieter einfach vorbei und würde die Wohnung inspizieren, ich würde ihn einfach nicht reinlassen. Du jammerst anscheinend, dass Du Dich dabei nicht wohlfühlst - klingt nicht nach einem klaren Verbot. Erstens mal hat ein Vermieter das ein paar Tage vorher anzukündigen und er muss einen triftigen Grund haben.

Bei Deinem Vater solltest Du auch mal deutlicher werden. Ich habe da derartige Hemmungen nicht, ich sage da auch schon mal sehr laut und deutlich: "Jetzt ist aber endgültig Schluß, ich will von diesem Mist nichts mehr hören"

Du musst lernen, dass man auch mal laut und klar seinen Standpunkt klar machen muss, sonst wird man nicht ernst genommen. Dass dann andere evtl. beleidigt sind, muss man dann halt in Kauf nehmen.

lg Lilo

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Kommentar von KurtS2
02.02.2017, 09:35

Meinem Vater sage ich sogar immer öfter "Halt dein Maul", etwas, das ich früher nicht getan hätte. Würde ich meinem Vater "Jetzt ist aber endgültig Schluß, ich will von diesem Mist nichts mehr hören" sagen, würde er mit "Aber warum? Es ist so, daß" antworten. Ich bin laut und ich bin klar. Das bringt einfach nichts.

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Wie werde ich zu einer Bedrohung, die man ernstnimmt?

Hier geht es nicht um Bedrohung oder ernst nehmen, sondern um Kommunikation.

Immer und immer wieder habe ich in Selbstverteidigungskursen gelernt, daß man zuerst verbal dem Gegenüber mitteilen soll, Abstand zu halten. Ich mache das in einigen SV-Situationen und mein Gegenüber hört _nie_ auf. Ich kann schreien, ich kann es ruhig sagen, ganz egal, die lächeln dann und kommen kurz danach wieder auf mich zu.

Ich möchte mal hier die Beispiele trennen. Das passt nicht so gut zu den anderen Themen. In einem SV-Kurs ist es ja die Übung, dass andere immer wieder auf dich zu kommen. Wenn du hier Fragen hast, wende dich an deinen Trainer.

Er unterstellt mir etwas. Ich sage: "Vater, das stimmt nicht, du weißt das auch. Ich will nicht, daß du das wiederholst".

Bei sowas musst du dann einfach deine Strategie ändern. Es ist schwierig zu sagen, was da bei euch schief läuft. Wichtig ist, dass es in der Kommunikation immer um 2 Personen geht. Beide sind für das Ergebnis verantwortlich.

Ich würde dir hier dieses Buch empfehlen: Miteinander reden 1: Störungen und Klärungen: Allgemeine Psychologie der Kommunikation

Das könnte dir schon helfen, klarer zu werden.

Oder mein Vermieter: er will immer wieder in die Wohnung und obwohl er sogar einen Gerichtsprozeß gegen mich wg. grundloser Besichtigung verloren hat,

Jetzt muss ich fragen: Ist das Problem, dass er in die Wohnung kommt, oder dass es dich nervt, dass er andauernd fragt?

Wenn es das erste ist, einfach Anzeige erstatten. Wenn es das zweite ist, hast du doch alles richtig gemacht. Er kommt nicht in deine Wohnung, auch wenn er es noch immer will. Du hast also die von dir gesetzte Grenze verteidigt und verteidigst sie immernoch.

 

 

 

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Warum machst du deinem Vermieter überhaupt auf? Bist du dazu verpflichtet? Lass ihn nächstes mal einfach vor der Türe stehen, wenn er keinen rechtlichen Anspruch hat. Sobald die Tür auf ist, ist es eine rechtliche Grauzone und er kann dich mit Leichtigkeit als "verrückt" darstellen, wenn du dann die Polizei rufst o.ä.. Oder bestellst du ihn etwa wegen Kleinigkeiten, um ihn "fertig zu machen", diese Strategie funktioniert doch offenbar nicht, wenn du dich viel mehr an seinen "Besichtigungen" störst, als er sich daran stört. Ohne dir zu nahe zu treten, aber wie hast du es überhaupt geschafft, dich mit deinem Vermieter so persönlich zu verstreiten? Bei Nachbarn und Vermieter sollte man nett lächeln und nie irgendwas verbindlich zusagen. Oder bist du die Art von Nachbar, der ständig bei anderen an der Tür klopft und sie wegen Kleinigkeiten nervt? Ich habe auch so einen Spinner als Nachbar, der sich selbst ständig als Opfer inszeniert und ständig glaubt, aggressiv auftreten zu müssen, weil ja niemand "auf ihn hört". Dem Typen sieht man den Minderwertigkeitskomplex von 10km Entfernung an und leiden kann ihn auch niemand in der gesamten Nachbarschaft. Wenn ich den Typen sehe, lächele ich immer nett und grüße, aber ich lasse ihn bei jedem nur möglichen Anlass auf dem Trockenen sitzen. Bei deiner nächsten Wohnung solltest du darauf achten, bei einer großen Wohngenossenschaft einzuziehen und nicht bei einem im selben Haus wohnenden Vermieter. Das ist für mich beim Umzug grundsätzlich ein Ausschlusskriterium, einfach weil es viel zu viele depressive Psychopathen als Vermieter gibt, die ihre Mieter terrorisieren, weil sie sonst keine Freu(n)de im Leben haben.

Wenn du so schlecht mit Konfliktsituationen klar kommst, warum provozierst du diese ständig? So schön es ist, dass du deine Rechte durchsetzen kannst, was glaubst du, damit zu erreichen, außer persönliche Antipathie zwischen dir und anderen Menschen? Du hoffst anscheinend auf eine gewalttätige Eskalation, aber das setzt voraus, dass die andere Seite dich angreift. Die allermeisten werden dich aber nur verbal und nicht körperlich angreifen und dann bist du am Ende immer der Schuldige und musst bezahlen. Dir geht es vielleicht darum, deinen "Standpunkt klar zu machen", aber helfen tut dir das in keiner Art und Weise. Den asozialen Menschen, denen du versuchst etwas zu beweisen, bietest du dadurch doch nur Angriffsfläche, wenn sie sehen, wie sehr du dich verbal provozieren lässt. Damit gibst du ihrem Tag ein Erfolgserlebnis. Du führst einen Kampf gegen Windmühlen, das ist in etwa so, wie wenn du zum Amt gehst und es denen dort "mal so richtig zeigen" willst, indem du besonders gleichgültig und nicht-entgegenkommend bist. Die spielen in einer ganz Liga, was das angeht. Du versuchst, eine "Bedrohung" zu werden. Hast du dich da draußen mal umgeguckt? Jeder zweite Halbstarke versucht, wildfremde Leute durch aggressives Auftreten zu beeindrucken. Hinter deren Rücken macht sich jeder über die lustig, mit gutem Grund. Wenn du nicht wie ein Pubertierender wahrgenommen werden willst, solltest du nicht so auftreten. Mal eine ganz ausgeflippte Idee: Wie wäre es, wenn du anstelle dem Versuch, "bedrohlich" (jeder halbwegs intelligente Mensch wird dann sofort den Respekt vor dir verlieren) zu wirken, mal versuchst, einfach selbstbewusst und positiv zu wirken? Das solltest du wirklich mal ausprobieren. Von daher ist deine Frage schon komplett falsch: Je "bedrohlicher" du zu wirken versuchst, desto emotional unreifer und damit weniger ernstzunehmend wirkst du auf andere.

Also: Am besten jeden Kontakt vermeiden, sich stets dumm stellen und so lang wie möglich für jede Reaktion brauchen. Am besten immer mindestens drei Minuten warten, bevor du aufmachst (falls überhaupt) und dann mit einem fetten Grinsen grüßen und so tun, als wäre nichts. Dann wird deinem Vermieter der Spaß daran vergehen, weil er immer zunächst der Dumme ist. Immer so tun, als wärst du nicht zuhause, mach von deinen Rechten Gebrauch, aber nicht im offenen Konflikt! Immer formal bleiben, wenn die Gegenseite dann eine Grenze überschreitet, bist du klar im Recht. Und vor allem immer so tun, als würde es dir überhaupt nichts ausmachen, denn wenn du dir anmerken lässt, wie sehr dich die Situation stört, stachelst du die Gegenseite nur noch mehr an. Einfach aufhören, große Gesten und Bedrohungen auszusprechen und dann keine Handlung darauf folgen zu lassen. Sonst wird dich natürlich niemand ernst nehmen. Und wenn dein Vater dich nervt, lass ihn mal ein paar Monate links liegen. Einfach Gründe vorschieben und vor allem von deiner Seite aus keinen Kontakt mehr aufnehmen.

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Du musst den Punkt finden wo die Zeit zum Reden vorbei ist und es Zeit zum Handeln ist. Wenn du Selbstverteidigung machst solltest du das aber wissen. Meistens reicht eine kleine Demonstration um das klar zu stellen. Wenn dein Vermieter zudringlich wird setz ihn sanft aber bestimmt vor die Tür.

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Kommentar von KurtS2
02.02.2017, 09:41

Nein, in der Selbstverteidigung wird davon gesprochen, dann zuzuschlagen, wenn es nicht anders geht. Und wenn man es genau sieht, geht es IMMER anders.

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Kommentar von maxim65
02.02.2017, 11:57

Du sollst nicht schlagen sondern die den Freiraum verschaffen den du brauchst. Jemanden aus der eigenen Wohnung zu drängen hat nichts mit schlagen zu tun. Ausserdem scheint es bei dir ja nicht anders zu gehen.

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Dein Fehler: Du fürchtest die Konsequenzen - die vielelleicht gar nicht so schlimm sind, oder nie eintreten.

1.) Dem Vater sagst Du z.B. "Ende der Diskussion. Wiedersehen!". Sieh es als würdest Du einen frechen kleinen Hund erziehen.

2.) Faust > Mowl, dann abwarten. Dem Sensai sagen wir davon nix :D!

3.) Vermieter: Tür zu lassen. Du hast Dein Urteil in der Tasche und wirst das bei allen gerichtlichen Folgen geltend machen können.

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Versuche es mal mit Kraftausdrücken. Die heißen nicht umsonst so. Statt "Das stimmt nicht" sage deinem Vater, ohne mit der Wimper zu zucken, in seine Visage: "Du laberst so einen Scheiß". Wenn dein Vermieter vor der Tür steht "Was soll der Scheiß jetzt schon wieder?".

Letztlich musst du aber bereit sein, Menschen zu verletzen. Sei es verbal, psychisch oder physisch.

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Reflektiere dich mal selbst, evtl. hast du eine zu devote Körpersprache bzw. -haltung!?

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Kommentar von KurtS2
02.02.2017, 09:36

Nein, ich stehe aufrecht, in letzter Zeit immer häufiger sogar bereits in Kampfstellung, was die Füße angeht.

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Zunächst dazu mal ein paar Fragen:

Wie alt bist Du?
Wie groß bist Du?
Wie ist Deine körperliche Konstitution?

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Kommentar von KurtS2
02.02.2017, 10:15

Worauf willst du raus?

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Kommentar von Nightlover70
02.02.2017, 10:15

Wenn man einen Rat geben soll, benötigt man halt ein paar Eckdaten

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Kommentar von Nightlover70
02.02.2017, 10:49

Genau, deswegen nimmt mich ja auch keiner Ernst ....

... ach ne, das warst Du ja den keiner Ernst nimmt 😄😄😄😄😄

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Kommentar von kiniro
03.02.2017, 09:52

Die Größe ist zweitrangig.

Auf die innere Haltung kommt es an.

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