Wie werde ich Psychologin/psychotherapeut?

4 Antworten

Hallo olgastrelka

Die Universität ist ein weites Feld; egal, welches Studium man wählt, man entdeckt immer neue Themen, die einen packen und aus denen sich wieder neue Perspektiven ergeben. Man könnte sagen, das Studium hat kein Ende und das ist auch das Schöne und Bereichernde dabei, würde ich mal behaupten.

In der Regel ist es hilfreich, wenn man von Anfang an ein bestimmtes Erkenntnisinteresse mitbringt, also nicht "einfach mal" Psychologie studieren will, sondern z.B. verstehen will, was genau bei einer Depression, einer Zwangsstörung, dem Lernen oder dem Verstehen an sich, bzw. sonst einem psychischen Phänomen abläuft.

Dann ist auch ganz hilfreich, wenn man für andere Menschen etwas tun will. Es gibt ja Psychologiestudierende, die zunächst mal ihre eigenen "Probleme" lösen wollen und plötzlich merken, dass sie sich mit Statistik und anderen wissenschaftlichen Methoden befassen müssen. Da sollte man sich nicht entmutigen lassen, sondern daran denken, dass das alles Handwerkszeug ist, welches später anderen Menschen dazu dient, besser im Leben klarzukommen, egal auf welche Psychotherapie-Richtung man sich eines Tages spezialisiert.

Also, es ist ein langer, aber spannender Weg: Psychologiestudium und anschliessend Ausbildung zum Psychotherapeuten. Und das Wichtigste dabei: Immer den Patienten im Blick haben. Sehr gute Therapeuten sind meist diejenigen, die im engsten Familienkreis einen "schwierigen Fall" hatten und diesen dann als Psychologen besser verstehen wollen. Aber dadurch helfen sie dann natürlich vielen anderen, die in der gleichen Situation sind.

Liebe Grüsse

Der klassische Weg wäre :

Sehr gutes Abitur absolvieren, der NC (Numerus Clausus), also der festgelegte Schnitt, der für die Zulassung für das Psychologiestudium erforderlich ist, ist in Deutschland zwischen 1,0 bis 1,5. Man kann seinen Schnitt durch Ehrenamt und Ähnliches aufwerten, oder durch Wartelisten mit einem schlechteren Schnitt in das Studium reinkommen, oder man sucht sich eine weniger beliebte Universität aus, da hat man größere Chancen mit einem schlechteren Schnitt zugelassen zu werden.

Es folgt Bachelorstudium der Psychologie, dann Master und dann noch die Ausbildung, durch die man die Erlaubnis bekommt als TherapeutIn zu praktizieren.

LG :)

also der festgelegte Schnitt, der für die Zulassung für das Psychologiestudium erforderlich ist

Herrje.

Der Schnitt ist nicht festgelegt. Die Note ergibt sich aus dem Vergabeverfahren.

https://www.nach-dem-abitur.de/numerus-clausus-nc

0
@Kristall08

"Herrje" finde ich trotzdem eine etwas übertriebene Exklamation. Entschuldigung, ich habe es vereinfacht und verständlich erklären wollen und mich nicht ganz treffend ausgedrückt. Es kommt aufs gleiche raus, du kommst im der Regel seit Jahren mit ca 1,0-1,5 rein, das ist doch die Information, die man braucht. Wenn man unbedingt wissen möchte wie der NC zustande kommt, dann danke für deinen hilfreichen Beitrag. Herrje...

0
@gabrieeelaa

Ein falscher Ton wird nicht richtig, nur weil ein ganzer Chor ihn singt.

Die vereinfachte Darstellung des NC als "geforderte Note" ist schlichtweg falsch, sitzt leider immer noch sehr fest in vielen Köpfen. Man muss das nicht noch verstärken.

0
@Kristall08

Niemand hat Ihnen inhaltlich widersprochen. Für den 'falschen Ton' habe ich mich entschuldigt. Sie könnten alternativ auch freundlich und respektvoll auf Fehler hinweisen, dann würde man gerne von Ihnen lernen. Einen herablassenden und belächelnden Ton halte ich für weniger zielführend.

0

Musst wahrscheinlich erst einmal ein psychologiestudium absolvieren also folgt auf deine realschule erst einmal das abitur 😬

Ja ist auch mein Wunsch, bin aber zu schlecht. Auch iwie Profiler werden kann ich trotz guten IQs vergessen wegen meinen scheiss Schulnoten...dann muss ich mich wohl erschiessen xD just kidding, ist aber echt Kacke...finde der IQ sollte über den schulischen Leistungen stehen

Woher ich das weiß:Hobby – Ich recherchiere 24/7, lese alle Bücher - schaue alle Dokus

Wie möchtest du den IQ gerecht messen? Es existiert keine feste einheitliche Definition von Intelligenz, wie will man folglich etwas messen, was man nicht richtig greifen kann, etwas wobei sich die Wissenschaft nicht einig ist? Es existieren zwar verschiedene Modelle zur Intelligenzmessung, diese erlauben dir aber nur eine Aussage wie "laut x&y Modell ist mein IQ z". Die aktuelle Selektion durch Schulnoten orientiert sich an die Fähigkeit zu lernen, wichtig ist also Fleiß. Auch wenn das Schul- und Notensysten einige Mängel aufweist, ist es aus meiner Sicht chancengerechter und eher vergleichbar zu schauen, wer sich wie viel Mühe in der Schule gegeben hat und durch mehr oder weniger Arbeit einen guten Schnitt erreicht hat, als nach so etwas so Willkurlichem wie Intelligenz zu selektieren, zumal das Studium größtenteils Fleißarbeit ist.

Nur ein paar Gedanken zu dem Thema :)

LG

1
@gabrieeelaa

Ich finde trotzdem das Intellekt über Fleiß stehen sollte und ein nicht so fleißiger mit einem IQ von 120 immer eher den Job bekommen sollte, als ein deutlich fleißiger mit einem IQ von 103

0
@Starkweather

Dass du das so siehst habe ich verstanden. Allerdings ist deine Idee nicht umsetzbar. Du könntest bei verschiedenen IQ Tests unterschiedliche Ergebnisse erzielen und einmal 120 rausbekommen und beim anderen Test 103. Wie entscheidet man dann auf welches Modell man sich verlässt? Das sind untransparente Kriterien.

0

Was möchtest Du wissen?