Wie werde ich Organspender?

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9 Antworten

Du brauchst nur den Ausweis auszufüllen und ständig bei Dir zu tragen. Deine Familie sollte außerdem Deinen Wunsch kennen.

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Deine Frage bezieht sich wohl auf Deutschland und die deutschen Gesetze (?). - Hier gilt die sogenannte Zustimmungslösung. Das bedeutet: Nur wenn Du zugestimmt hast, darf man dann, wenn bei Dir der sogenannte "Hirntod" diagnostiziert wurde, die Organe entnehmen. -

Wenn Du keine Erklärung abgegeben hast, werden Deine Angehörigen befragt. Das wird "erweiterte Zustimmungslösung" genannt, die wir dem Bundesgesundheitsminister Bahr zu verdanken haben. Vorher galt: Nur wenn wir selbst zugestimmt haben, durften Organe aus dem Körper herausgeschnitten werden, da wurde niemand anders gefragt. Hatte man sich gar nicht dazu geäußert, war das ein NEIN. - Naja, Du willst ja eine Erklärung bei Dir haben in Form solch eines Ausweises. - Den kriegst Du übrigens überall, auch im Internet kannst Du Dir den runterladen.

Du musst Dich nirgends registrieren.

Du schreibst:

"Ich meine, ich habe ja nichts zu verlieren. Wenn es so weit ist, bin ich schon tot."

Das ist leider ein Irrtum. Es wird zwar in den Werbungen für die sogenannte "Organspende" behauptet, die Organe würden NACH dem Tod entnommen. Wahrheit ist aber, von wirklich Toten können keine Organe in einen anderen Körper verpflanzt werden. Denn Organe von wirklich Toten sind giftig, und der Empfänger würde daran elendig krepieren.

Es gibt ja nur lebendig ODER tot - genauso wie bei der Schwangerschaft, da gibt's ja auch nur schwanger oder nicht schwanger, dazwischen gibt es nix. - Deshalb müssen die sogenannten "Spender" leben, während die Organe herausgeschnitten werden - wobei allgemein keine Narkose und keine Schmerzmittel gegeben werden, sondern nur muskelentspannende Medikamente, damit sich der "Spender" nicht mehr bewegen und nicht mehr schreien kann. (Nur in der Schweiz ist Narkose während der Organentnahme Pflicht - was ja deutlich macht: Die Spender sind NICHT tot!)

Lies dazu meine ausführliche Antwort an Seeguerkchen, der/die um Informationen zur sogenannten "Organspende" bat:

http://www.gutefrage.net/frage/infos-zu-der-organspende#answer130838033

Bitte pass gut auf Dich auf.

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Kommentar von KummererOttmar
04.09.2014, 11:02

hallo cyracus,

mir sträuben sich bei diesem Text die Nackenhaare. Mich würde interessieren, welche Erfahrungen Sie persönlich mit der Organspende gemacht haben.

LG Ottmar Kummerer

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Kommentar von HontaYO
04.09.2014, 12:38

Danke, cyracus - bist ein absoluter Lichtblick hier ! :)

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Erst einmal: gute Entscheidung. Ob man es glaubt oder nicht - so eine Entscheidung macht einen Unterschied.

Habe mir bei meiner Krankenkasse auch mehrere Ausweise geben lassen (sind ja an sich nur Blaco Karten, auf die man seine Daten schreibt). Einer in der Brieftasche und einer immer um Auto denn man weiß ja wirklich nicht wo, wie und wann etwas passieren kann. :)

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Nein, nur im Portemonnaie dabei haben.

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Der Ausweis reicht, den du immer mit dir führen sollst. Sprich auch mit deinen Verwandten ( zum Beispiel deinen Eltern, deiner Frau usw.) darüber, dass sie im Notfall bescheid wissen und es auch nochmal den Ärzten sagen können. Gruss Weena

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In jedem Krankenhaus, Krankenkasse, Hausarztbüro liegen die Spendeausweise rum...einfach ausfüllen und in den Geldbeutel stecken. Gute Sache.

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Guten Tag,

Ja, der Organ Spendenausweis reicht aus! Den sollte man aber immer bei sich tragen.

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nein, einfach ausfüllen und den ausweis bei sich tragen

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Nein, nur dabei haben. Lohnt auch immer mehrere zu haben, ich hab glaub 3, einen immer bei mir, einen im Auto und einen daheim, man weiß ja nie, wie man stirbt und ob man dabei gerade die Hose, in der das Ding ist, noch an hat.

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