Wie werde ich M17 Politiker?

10 Antworten

Fangen wir damit an, dass Du Dich mit 17 Jahren m.E. auf jeden Fall erst einmal mit praktischer Politik beschäftigen solltest, bevor es gleich fix in eine Partei geht. Dazu bietet sich - je nach Bundesland - z.B. ein JGR an (DV JGR – Interessenvertretung der Jugendgemeinderäte in Baden-Württemberg (jugendgemeinderat.de)). Das musst Du aber schnell angehen, denn mit 18 ist da i.d.R. bereits wieder Schluss.

Als nächstes solltest Du Dir die Frage stellen, was für ein Politiker Du sein willst: kommunal, regional, im Landtag oder mit Ambitionen im Bund. Der Werdegang ist bei den Politikern maximal unterschiedlich, man muss nur die Berufe der Abgeordneten anschauen. Wir hatten auch einmal einen MdB mit lediglich einer Taxilizenz, der später ein ganz passabler Außenminister wurde - also nicht jeder muss Jurist oder Politikwissenschaftler sein.

Ansonsten ist politische Arbeit primär geprägt von Verzicht auf Freizeit, Eloquenz, gutes "networking", Allgemeinbildung und Neugier (!!!!), ein passables Auftreten (das ist mehr der konservative Teil 😉😂) und hin und wieder hilft auch etwas Fachkompetenz. Dazu kommt i.d.R. Mitwirkung in Arbeitskreisen in einer Partei.

Eins sollte Dir aber klar sein: Politik, insbesondere aktive, ist KEIN Spiel. Du vertrittst Menschen, die Dir ihre Stimme gegeben haben und sich auf Deine Aussagen und Deine Umsetzung von zusagen verlassen. Das ist ein verantwortungsbewusster Job - auch wenn es nur ehrenamtlich im Gemeinderat sein sollte.

Du musst Menschen auch nicht lenken sondern von Deiner Vorstellung der Zukunft überzeugen und noch besser: sie motivieren, mitzumachen.

Woher ich das weiß:Hobby – Kommunalpolitik und Themen bis auf Landtagsebene

Sorry, "Politiker" ist ebenso wenig ein Beruf wie Arzt oder Beamter oder Forscher. Für genaue künftigeTätigkeiten musst du deine Wünsche / Planungen schon konkretisieren !!

Außerdem würde ich(!) die Frage nicht gerade bei GF stellen, sondern in entsprechenden Institutionen deiner Stadt (Stadtrat, Parteien etc.).

Suggestives Lenken ist KEIN POSITIVER Wert, und gute Rhetorik sowie die Fähigkeit, ohne Lampenfieber vor Vielen zu sprechen, sind keine Qualitätsmerkmale.

Nebenbei: ...Eine Partei, DEREN Meinung ..... (deutsche Elementar-Grammatik !)

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung
Suggestives Lenken ist KEIN POSITIVER Wert

Natürlich damit kommt man sehr weit. Beispiel Hitler. Also ich verachte was er getan hat aber seine Fähigkeiten und seinen politischen Werdegang bewundere ich.

Und natürlich würde ich das nur für Gutes einsetzen. Und Rhetorik ist eigentlich alles. Was du sagst ist zweitrangig.

entsprechenden Institutionen deiner Stadt (Stadtrat, Parteien etc.).

Aber wie bringt mich das weiter in die Jugendform der Partei einzutreten? Was machen die denn da? Außerdem wirken die im Onlineauftritt also so extrem schwach. Also das sind so langweilige nichtssagende Persönlichkeiten. Möchte wenn schon wirklich was machen

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@Anonym73965
Und natürlich würde ich das nur für Gutes einsetzen.

Lustig, das hat Hitler von seinen Ideen auch gesagt 🤨

Aber wie bringt mich das weiter in die Jugendform der Partei einzutreten?

Man beginnt eine Profi-Fußballer-Karriere nicht in der Champions-League, sondern beim lokalen Fußballverein. Für mich hört sich dein Ansinnen eher nach Möchtegern-Geplapper an als nach ernsthaften Lebensvorstellungen.

Was du sagst ist zweitrangig.

Mit anderen Meinungen umzugehen gehört zum Tagesgeschäft. Sie abzulehnen ist erlaubt, aber es so zu tun zeigt, dass du vielleicht zunächst die Spielregeln im lokalen Amateurverein erlernen solltest, ehe du dich nach der dritten oder zweiten Bundesliga umschaust...

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@Grinzz

Ich war innerhalb meiner sieben Lebensjahrzehnte 15 Jahre lang Mitglied in zwei Parteien (einmal 10 Jahre, einmal fünf Jahre), antwortete dir und werde einem 17-jährigen ignoranten Besserwisser gegenüber nicht weiter wertvolle Lebenszeit vergeuden. (Meine Examensarbeit schrieb ich übrigens über die "Demagogie der politischen Rede" an Hand der gefährlichen rhetorischen Begabung von Goebbels und Franz-Josef Strauß.............)

AN GRINZZ EIN SCHLICHTES DANKE !!!

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Sorry, "Politiker" ist ebenso wenig ein Beruf wie Arzt,

Bitte was?

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Also ich finde die Frage hier bei gf gut platziert, da etliche aktive und ehemalige Politiker hier weiterhelfen können.

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Von Experte paulklaus bestätigt

Indem Du in eine Partei eintrittst und Dich jahrelang (während Du einer anderen Arbeit nachgeht um Dich zu ernähren) in der Partei engagierst und nach oben arbeitest.

Und irgendwann, wenn Du in der Hierarchie weit genug oben bist, dann kannst Du vielleicht auch etwas bewegen. - Im Rahmen der Grenzen, die Dir Deine ganzen Verpflichtungen Dritten gegenüber stecken. Denn Du bist auf Andere angewiesen um hoch zu kommen und musst demzufolge auch deren Wünsche berücksichtigen, damit Du dort bleibst.

Und es kann natürlich nicht schaden, wenn Du entsprechend in dem Bereich in dem Du politisch weiterkommen willst auch beruflich gebildet bist, die entsprechenden Kontakte hast etc.
Denn warum sollte man Dich sonst innerhalb einer Partei zu einem "Fachmann für ein bestimmtes Thema machen", wenn Du kein Thema hast in dem Du Dich wirklich von der Masse des anderen "Fußvolks" in der Partei abhebst?

In fast allen Parteien wird Nachwuchs gesucht. natürlich wartet niemand ausgerechnet auf dich, um dich gleich zum Landtagsabgeordneten zu wählen.

Aber wie tritt man in diese Jugendformen ein? Und macht es Sinn sich die nächst größere Stadt dafür zu suchen?

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@Anonym73965

Du suchst einfach im Internet nach den Jugendorganisationen der einzelnen Parteien. Dann kannst du dir aussuchen, welche Richtung dir am besten liegt.

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Der von dir genannten Partei beitreten. Politiker ist keine Ausbildung. Es gibt zwar Politikwissenschaften, aber theoretisch kann jeder, unabhängig vom Schulabschluss, von der Ausbildung, vom Studium, vom Beruf o.Ä. Politiker werden. Einen Job brauchst du aber schon, denn du musst ja auch Mitgliedsbeiträge zahlen und wenn du später ein besonderes Amt in einer höheren Position begleiten willst, wäre es gut, dafür qualifiziert zu sein. Willst du zum Beispiel Gesundheitsminister werden, solltest du einer Tätigkeit im medizinischen Bereich nachgehen.

Ne sowas wissenschaftliches möchte ich nicht machen. Natürlich werde ich mich nebenbei auch in anderen Sachen hocharbeiten. Aber Politik soll so ein Hobby sein womit ich Bekanntheit und Einfluss bekomme, um Natürlich auch was zu bewegen

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@Anonym73965

Das war ja nur ein Beispiel mit der Medizin.

Einer Partei beizutreten, wäre ein guter Anfang. Zwar kannst du theoretisch auch ohne Partei in der Politik sein (z.B. als Bürgermeister), aber mit Partei ist es einfacher, denke ich.

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