Wie werde ich kreativ und was ist das eigentlich?

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7 Antworten

Nun, eigentlich machst du dir einfach nur zu viele Gedanken :) schalt das ab! Zeichne drauf los!

Das kenne ich zu gut! Die Gedanken "was mache ich?!" Aber du musst die starke entwickeln, einfach mal ein Bild durchzuziehen. Als Inspiration kannst du alles aus deiner Umgebung nehmen. Reales zu zeichnen ist leichter, weil du es sehen kannst und nicht nur als Gespenst in deinem Kopf umher schwirrt. Versuch es mal mit 2 Minuten Scribbles: also zB sowas wie Aktzeichnen, wo die Person halt nur 2 Minuten so stehen bleibt und du somit auch nur so kurz Zeit hast. Auch ohne viel Geld für einen Kurs zu bezahlen geht das übrigens: http://reference.sketchdaily.net/de

Dadurch verlierst du die Angst vor dem Weißen Blatt und wirst schnell merken, dass du dich verbesserst. :)

Wenn zeichnen/malen einfach nicht deins ist, wirst du ggf in der Fotografie schneller Erfolge erreichen. Dort kannst du auch dein Auge Schulen, was Farben, Formen und Bildaufbau angeht. Jedoch schult man damit nicht die Motorik für das zeichnen... Aber ich finde dennoch, dass die Fotografie in sehr schönes Mittel ist, Dinge darzustellen und evtl später als Collage zu verarbeiten.

Aber egal, was du machst: führe deine Projekte zu Ende! Immer durchsetzen, evtl noch einmal machen... Aber die Entwicklung wird kommen! Werfe daher keine alten Bilder weg! Behalte sie, brauchst sie ja niemanden zeigen... Aber in einigen Monaten wirst du schmunzeln, wie du damals gezeichnet hast und wie du dich entwickelt hast. Das wird dir Mut machen.

Wenn du Inspiration zum zeichnen brauchst, suche andere Bilder und Künstler. Schau dir ihre Werke täglich an. Zum Beispiel via Instagram, Tumblr, etc. sieh, dass sie täglich arbeiten und somit täglich tolle Sachen Posten. Mich erinnert es immer daran, dass ich auch mehr tun sollte... Oft findet man auch Inspiration was man selber zeichnen möchte. Wenn die Gespenster im Kopf plötzlich eine Form bekommen, durch irgendein Foto oder Zeichnung die man sieht. Speicher dir ggf die Bilder die dich inspirieren.

Dass du eher negativ eingestellt bist, würde ich nicht als Hindernis ansehen: im Gegenteil! Wer nicht alles durch eine sonnige rosa Brille sieht, sieht mehr und weiter. Die Welt ist grausam, voller Probleme und schlichtweg nicht schön. Daher genieße die kleinen Momente. Ich persönlich liebe dazu folgendes Zitat: "Krise ist ein Produktiver Zustand – man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen!" Es erinnert mich daran, dass ich diese negativen Gefühle in etwas positives wandeln kann, indem ich sie als Ansporn nehme kreativ zu werden.

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Ich würde dir raten, es erstmal mit der Malerei zu lassen. Du verbindest damit schon soviel negatives, dass du dich selbst blockierst. Kreativ kann man auch mit vielen anderen Werkstoffen sein. Vielleicht musst du deine Vorstellungen wirklich anfassen können, um sie umzusetzen, sprich Modelliermasse oder Holz, so ticke ich etwa. Fotografieren und Schreiben ist ebenfalls kreativ.

Im Kunstunterricht lernt man nicht Kreativität, da man einfach Aufgaben abarbeitet. Kreativ zu sein ist meiner Meinung nach aber genau das Gegenteil. Hast du schonmal mitten am Tag mit offenen Augen richtig geträumt, etwa in der Schule? Also den Gedanken und der Fantasie freien Lauf gelassen, ohne Grenzen, so dass du kaum mehr etwas um dich herum mitbekommen hast? Tagträumen wird leider häufig als schlecht verurteilt, dabei trainiert es den Kopf, neues zu entdecken, Ideen zu entwickeln und Probleme zu lösen. 

Schau dir deine Umgebung an und frage dich, was du wohl noch sonst alles damit machen könntest. Im Prinzip reicht da schon etwas ansich völlig unspektakuläres wie eine Handvoll Steine. Aber man kann sie z.B. anmalen, zusammenkleben, sie in einen Muster legen, sich ein Spiel damit ausdenken, fällt dir spontan noch mehr ein?

Ein anderes Stichwort ist da Inspiration. Gibt es etwas, was dich fasziniert, was du dir stundenlang anschauen könntest, ohne das dir langweilig wird? In meinem Fall ist es das Meer. Es ist der Punkt oder auch die Vorstellung, zu der ich zurückkehre, wenn es mir an Ideen mangelt, wie ich z.B. die Fotos in meinem Zimmer aufhängen könnte. Und plötzlich fügt es sich Stück für Stück fast von alleine zusammen, also zwei Fischernetze und Stoff an der Wand drapieren, große Seesterne modellieren und Muscheln ankleben, Bilder dazwischen, fertig ist die Deko.

Das wäre meine Ideen zu deinem Problem und ich hoffe, ich habe sie halbwegs verständlich in Worte fassen können. Das ist tatsächlich gar nicht so einfach zu erklären und deswegen haben vermutlich einige Menschen Probleme mit ihrer Kreativität, da es eben keine exakte Anleitung gibt, sondern es jeder in sich selbst finden muss, aber bestimmt auch kann. Geh nicht so verkrampft an die Sache heran, sondern versuche die Augen einfach für alles mögliche offen zu halten.

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Trommelbum 23.07.2016, 23:52

Vielen Dank für die ausführliche Antwort :)

Den Tipp, von der Malerei abzulassen, werde ich sehr gerne annehmen. Ich denke das ist wirklich nicht meins.
Mit Holz und Modelliermasse habe ich im Kunstunterricht auch bereits gearbeitet, aber nur nach vorgegebenem Motiv und das hat mich eher gelangweilt. Bei freier Motivwahl stünde ich wieder vor dem großen Problem der Auswahl, weshalb ich davon vielleicht lieber auch ablasse.

Was jedoch Schreiben und Fotografieren betrifft, so muss ich gestehen, dass ich für das Schreiben eine Leidenschaft habe, besonders im Bereich Poesie. Auch die Fotografie interessiert mich sehr, aber ich glaube eher aus dem Blickwinkel des Betrachters und Bewunderers und weniger aus dem des Fotografen. Meine Fotos wirken immer langweilig. (Habe auch nicht wirklich die Mittel, ohne richtige Kamera)
Danke jedoch, für die Ideen! Ich werde mich mit ihnen beschäftigen.

Den Zusammenhang zwischen Kreativität und Kunstunterricht habe ich, wie du ihn erklärt, noch nie so betrachtet. Aber ich denke du könntest da wohl recht haben.
Und wo du's sagst, früher war ich tatsächlich ein richtiger Tagträumer, ständig driftete ich ab.
Heute denke ich oft, dass ich keine Zeit dafür hätte.
Komisch, eigentlich habe ich die nämlich, wie komme ich nur auf den Gedanken?

Tatsächlich fällt mir zu Steinen was ein! Ich würde gerne Löcher durchbohren und eine Kette rausmachen!
Hey, das hat jetzt tatsächlich Spaß gemacht, mir vorzustellen wie ich das realisiere. Problem ist: ich bin ein geborener Theoretiker. Ich denke das könnte ich aber in den Griff kriegen, wenn ich mich aufraffe.

Dinge die ich mich interessieren und lange betrachten könnte:

Träume (auch die normalen)

Flüsse/Meer

Augen anderer Menschen

Menschen

Mathematik

Rubik's Cube

Spiritualität

Hm, gar nicht mal schlecht für den Anfang.
Jetzt muss ich es nur noch schaffen, kreativ damit umzugehen.
Schwierig....

Ich werde mich weiter damit auseinandersetzen! Vielen Dank für die hilfreiche Hilfe :)

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Wenn sie ein Rezept brauchen : Nehmen sie sich am besten sofort einen Blestift und hören sie auf wenn die Seite voll ist. Seien sie schnell und seien sie großzügig in ihren Bewegungen. Sie halten sich dann davon ab, viel nachzudenken und das verstärkt die kreativen Impulse. Machen sie das ein paar Tage hintereinander. Zeichnen sie ihre eigenen Skizzen nach und verbessern sie diese. Investieren sie Zeit und beschäftigen sie sich mit dem Thema Kunst im Internet, das sie hier Fragen, ist ein guter Anfang. Sie können auch in eine Austellung gehen oder mit ihrer Oma malen. Seien sie interessiert und fangen sie an die Grundlagen zu lernen (Proportionen,Perspektiven,Kontraste, ect.). Seien sie zufrieden mit ihrer Arbeit, oder lassen sie es ein Anlass sein, es beim nächsten mal besser zu machen. Nicht in zwei Wochen aber in zwei Monaten können sie Fortgeschritte machen, die sie nicht für möglich halten. Talent führt zur Meisterschaft, aber sie brauchen kein Talent um eine Sache gut zu können.
Die Kreativität trifft den Fleißigen, sagt Picasso, also bleiben sie dran. Frau V. Birkenbiehl sagt zur Kreativität, je mehr man kennt, desto kreativer kann man sein. Also tauchen sie ein. Viel Spaß.

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Trommelbum 24.07.2016, 00:23

Vielen Dank für Ihre Antwort!

Das sind vielversprechende Ansätze, die ich einmal ausprobieren möchte!
Ich hoffe wirklich, dass das bei mir funktioniert, obwohl sich schon wieder in mir eine pessimistische Stimme laut macht, die ich zu ignorieren versuche.

Gerne befasse ich mich mit der Kunst, auch im Internet oder auf Ausstellungen.
Ich hatte einmal ein Praktikum in einem Museum und das intensive befassen mit den Gemälden und Kunsthistoriker war echt beeindrucken.
Von daher denke ich, dass ich da Anschluss finden kann

Ich gehe dann mal auf Tauchkurs!

Vielen Dank und viele Grüße!

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Kreativität zu bringen ist genauso lächerlich wie jemanden zu benoten ob er eine gute Stimme hat. Nicht jeder ist kreativ , muss auch nicht sein. Eventuell hast du ja andere Begabungen wie logisches Denken.

Das Schulsystem mit dem Schubladen-denken ist einfach behindert... Anstatt Stärken zu fördern, wird auch Schwächen rumgehaun.

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Trommelbum 23.07.2016, 23:35

Erstmal danke für die Antwort.
Ich stimme dir zu, dass es einem Untalentiertem schwer fallen wird, ein Kunstgenie zu werden. Das ist jedoch auch nicht mein Ziel.
Ich will nur Kreativität in mein Leben bringen, sei es auch nur im Vergleich zu einem Gogh oder Munch lächerliche Kunst.

Bei dem Schulsystem stimme ich dir voll und ganz zu, jedoch kann ich mich persönlich gar nicht beklagen, da ich auf keine staatliche Schule gehe, sondern auf eine alternative Waldorfschule, wo man sowieso individueller gebildet wird.
Zum Beispiel habe ich tatsächlich eine kleine Begabung für Mathematik, weshalb mein Mathe-Lehrer mich extra fördert mit Sonderaufgaben und Sprechstunden.
Von der Schule her ist mein Problem im Kunstunterricht wirklich nicht schlimm, ich muss jedenfalls nichts befürchten, jedoch denke ich, wenn ich mein Leben lang mich nur auf die Logik konzentriere, dann fehlt mir was.
Es ist eben dann nur die eine Hirnhälfte ausgebildet, was ich schade finde.

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Vielleicht kann dir das Buch "FLOW und Kreativität" von Mihaly Csikszentmihalyi aus dem Klett-Cotta Verlag weiterhelfen?

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Versuch doch einen Kunstkurs oder so was   XD

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Trommelbum 23.07.2016, 23:52

Hab ich in der Schule schon, hat nicht so gut funktioniert

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Nicht ohne Grund benutzen viele Künstler bewusstseinserweiternde Drogen

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