Wie werde ich Jüdin (Erfahrungen)?

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8 Antworten

Ich schliesse mich den Vorträgen von Sachsenqueen und Iwaasnet an. Wenn Du anklopfst und Interesse bekundest, zeigt Dir der Rabbiner erstmal "die kalte Schulter" und meint auf die eine oder andere Art, dass Du Dir das besser noch ma überlegen solltest oder so ähnlich.

An der Stelle musst Du zeigen, dass es Dir ernst genug ist, um Abfuhren hin zu nehmen und später erneut anklopfen und für Dich werben.

Das ist die einzige Konfession, die ich kenne, die Dir nicht hinterher läugt und sagt: "komm zu uns!" sondern: "geh weg" und Du dann sagen musst; "Ich will aber nun mal!".

Du solltest von Anfang zeigen, dass es nicht "nur so eine Idee" war und dass Du auch weisst, wovon Du redest. Wenn man Dich fragt, ob du denn bereit bist, alle 613 Mitzwot einzuhalten, solltest Du nicht gerade fragen: "was ist das?"

Es können auch sozusagen "listige" Fragen kommen, in der Art, wie man denn dieses oder jenes Gebot einhaten kann, wenn die Situation diese oder jene ist. Denn in der Tat sind die Gebote komplex und bekanntlich auch schwer einzuhalten. Du solltgest zeigen, dass Du Dir Gedanken gemacht hast, wie man solche Konflikte lösen kann.

Zum Judentum gehört neben der reinen Religion wie man sie auch als Christ oder Buddhist kennt, auch die Liebe zum Volke Israel und seinem Land In der Realität heute heisst das praktisch meist simpel: Du sollst Dich zum zionistischen Israel bekennen. Da Du schon sagtest, dass Du Muslima bist, könnte ich mir vorstellenm, dass das für Dich schwierig sein könnte (?)

Es gibt natürlich auch gemässigte oder radikale antizionistische Rabbiner bis hin zu der Position, dass der Staat israel verschwinden müsse (!)

Dann gibt es natürlich das Verhältnis zwichen Männern und Frauen, das nicht sehr viel anders ist als das, was Du aus dem konservativen Islam kennen dürftest. Wenn Du in den IIslam eingebunden bist, dürfte es kein Problem sein, wenn Du Dich davon emanzipiert hast oder dabei bist, kämst Du u.U vom Regen in die Traufe.

Während sich Dein in das Judentum hinein geborener Freund leisten kann, dass ihm das alles am A-piep- vorbei geht, er sogar sagen könnte: "Gott? Sowas gibts nicht. Israel geht mir am A vorbei und Gebote habe ich keine" und er dennoch immer Jude bliebe, musst Du das alles bierernst nehmen.

Ich würde mal so aus dem Bauch sagen: erst mal eine gute Zusammenfassung jüdischer Religionskunde aus dem Buchhandel kaufen und gut durcharbeiten. Auch ein bissle jüdische Geschichte könnte nicht schaden (Denn Du willst ja sowohl an Gott glauben als auch zu seinem Volk gehlren und seine Geschichte annehmen).

Und dann müsstest Du feststellen, wo Du keine Proble hast und wo Reibungspunkte sind. Und einen Rabbiner suchen, mit dem Du darüber klar kommst. Du kannst im Grunde nämlich nur aufgenonmen werden, wenn ein Rabbiner Deine Aufnahme empfiehlt. Dafür kannst Du dann wiederum auch in x Ländern vor dem jeweiligen Religionsgericht erscheinen (wenn Iwaasnet nicht widerspricht), das muss nicht in Deutschland sein.

Zwischendrin würde ich aber auch nmal fragen, ob man für eine Beziehung unbedingt die Konfession teilen muss. Willsrt Du das oder geht da Druck von ihm aus?

Sprich: erste denken, dann lernen, dann gut nachdenken, dann vielleicht Rabbiner für gutes Vertrausensverhältnis suchen.

Meine Meinung.

Man kann nur zum Judentum übertreten, wenn man an die Religion glaubt (d.h. dass es einen Gott gibt, der die torah dem moshe diktiert hat, dass alles stimmt, was drinnen steht) und sich allen jüdischen Gesetzen unterwirft.

aus anderen (privaten) gründen kann man nicht konvertieren. Es muss wirklich aus tiefstem herzen kommen, ein Wunscht sein, dieser religion anzugehören, weil sie die "wahre" ist. Das ist die voraussetzung für einen Übertritt.

natürlich muss man dafür erst einmal lernen, was die Religion beinhaltet. wenn man irgendwann auf irgend ein Gesetz stösst, das einem nicht gefällt, kann man den Übertritt abblasen. Man muss wirklich mit allem einverstanden sein. z.B auch mit dem Eherecht, das für Frauen eher ungünstig ist, bzw. in vielen Fällen ungünstiger als das zivile eherecht.

Natürlich muss man auch lernen, das "jüdische Leben" umzusetzen (kosher essen, Shabbat, Feiertage, Gebete auf hebräisch, kein Sex ausserhalb der ehe, etc.) und schon mal ein bisschen üben, sonst nimmt einem das rabbinische Gericht nicht ab, dass man es ab dem Übertritt kann.

Olivia1 25.10.2012, 13:28

Ja ich glaub wirklich daran,aber der Grund zwei ist das ich und mein Freund sowas von Lieben,ich bin aber Muslima und er Jude,ziemlich fettes Problem also.Ich werde mich auch daran halten. Könntest du mir bitte das erklären was ich machen muss?Ich werde es mir durch den Kopf gehen lassen was du gesagt hast.

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Iwaasnet 25.10.2012, 15:14
@Olivia1

Wenn dein Freund nicht religiös leben will, dann geht es nicht...

Wenn er damit grundsätzlich einverstanden ist, dann könnt ihr ja gemeinsam zum Rabbiner gehen, in der nächst gelegen jüdischen Gemeinde, und ihn fragen, was er dazu meint und wie man das angeht. es hängt sehr von der persönlichen situation ab. z.B. wenn du einen Beruf hast, wo du nicht jeden Shabbat frei kriegen kannst, ist es schwierig... Wenn du an einen Ort gebunden bist, wo es keine gemeinde gibt, ist es schwierig... Und willst du dich wirklich dem jüdischen eherecht unterstellen? Erkundige dich erst sorgfältig, ob du das alles überhaupt willst. Nur wegen einer schönen Hochzeit würde ich es auf keinen Fall machen... man kann auch zivil sehr schön feiern...

und noch was: ist es für deine Familie, dein Ursprungsland etc. kein Problem, wenn du den Islam verlässt? Lass dir auch diesen Aspekt durch den Kopf gehen. Laut Judentum erfüllt der Islam die 7 noachidischen Geboten, du bist also quasi besser dran, wenn du beim Islam bleibst...

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Du wendest Dich einfach an die nächstgelegene Synagoge! Es gibt im Judentum 3 Haupt- Richtungen: Orthodoxe, Konservative und Liberale! Die meisten west-europäischen Juden, sofern sie den Holocaust überlebt haben, sind konservativ! Viel Spaß!

Jeder Mensch kann Jude werden, wenn er den Rabbi und die Gemeinde von seinem Willen zu konvertieren überzeugen kann. Meist wird man standartmäßig vom Rabbi 3 mal abgelehnt. Erklärt sich der Rabbi einverstanden dein Lehrer zu werden dauert die Sache mit dem Konvertieren 2-3 Jahre. Man lernt hebräisch, lernt etwas über Feiertage und Traditionen, nimmt am Gemeindelebenteil etc. Wenn der Rabbi glaubt, dass man genügend Wissen über den jüdischen Glauben besitzt und reif genug ist tritt man vor das Beth Din-ein dreiköpfiges Rabbinat und muss sich vor diesem verantworten. Hat man bestanden wird man beschnitten und taucht in der Mikwe unter-JETZT IST MAN JUDE und damit ein Mitglied des Volkes Israel.

Olivia1 25.10.2012, 13:06

Danke,aber die andern Sagen ich bräuchte eine Jüdische Mutter,stimmt es oder nicht?

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derdorfbengel 25.10.2012, 16:04
@Olivia1

wenn Du die Mutter hättest, bräuchtest Du ja gerade NICHT konvertieren. Dann wärest Du ja schon jüdisch.

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PatrickLassan 25.10.2012, 13:07

Hat man bestanden wird man beschnitten

Wenn ich das richtig sehe, ist die Fragestellerin weiblich.

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Olivia1 25.10.2012, 13:09

Ach ja ,ich bin weiblich! ,ich habe auch Jüdin geschriben nicht Jude

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Du wirst Juedin wenn Du zu dem Rabbiner deiner Vertrauens gehst. Denke aber daran das Du nur orthodox Konvertieren kannst wenn du spaeter man in Israel leben willst. Den das liberale Judentum wird in Israel nicht erkannt also kannst du dort keine Giur ablegen. Ich selbst musste es nicht tun. ABer ich kennne viele die es taten. Anfangs gehst du in die Synagoge wo der Rabbi bereit ist dich auf die Konvertierung vorbereiten. Aber du darfst nicht verheiratet sein und auch alleine einen Haushalt fuehren. Denn der muss alle koshere Kriterien erfuellen muessen. wenn Du z.B. mit einem Freund zusammenlebt der nicht mit konvertieren will geht das alles nicht mehr. Denn die Gsamte Kueche muss kosher sein. Solltest Du verheiratet sein musst du dich auch schreiden lassen. Nun wirst du zwei Jahre lang an allen Festtagen und an jedem Shabbt in der Synagoge teilhaben. Daneben wird dich auch eine Juedische Familie "belehren" und du sie ein oder zweimal in der Woche besuchen muessen die erklaeren dir das andere.

Olivia1 26.10.2012, 12:11

Thank you für die Antwort,aber was ist der unterschied zwischen orthodoxen Juden und liberaen Juden?

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Orel1982 27.10.2012, 15:53
@Olivia1

Nun das ist so viel wie der Unterschied wenn man an HasShem glaubt und seine Regeln beachtet oder wenn man einfach in den lieben langen Tag hineinlebt. Und wenn du aus Privaten Gruenden konvertieren willst weil dein Freund Jude ist hast du schon Pech gehabt. Du musst es von Dir wollen, du musst fuer dich der Grund sein und nicht deine Beziehung.

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Olivia1 28.10.2012, 12:02
@Orel1982

Ich glaub auch daran,echt,ich glaub einfach nicht mehr am Islam.

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zum einen kann man googeln, zum anderen schau, wo die nächste jüdische gemeinde bei dir in de rregion ist und ruf dort und bitte um einen termin.

sicher lädt man dich dann auch ein den gottesdiesnt zu besichen udnähnliches, um das gemeindeleben kennezulernen

Sollte man sich nicht erst mit dem Thema auseinandersetzen und dann zu dieser Entscheidung kommen? Offenbar weißt du nicht viel über das Judentum.

Deine Mutter muss Jüdin sein, sonst kannst du nie eine werden. Find' ich schon ungerecht, dass nur die Juden in den Himmel dürfen.

PatrickLassan 25.10.2012, 13:10

Das ist so ziemlich alles falsch.

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orochimaru 25.10.2012, 13:11

Sorry Sorry irrtum.. jeder kann jude werden !

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Iwaasnet 25.10.2012, 15:08

Jeder kann jude werden, wenn er das wirklich will, und jeder Nichtjude kann in den "jüdischen" Himmel kommen, wenn er nur 7 Gebote einhält... und das sind: Gott anerkennen, kein Götzendienst, nicht morden, keine Unzucht, nicht stehlen, kein Organ von lebenden Tieren essen und eine gerichtsbarkeit haben

Im Gegensatz zu den Christen glauben die Juden nicht, dass man ihrer Religion angehören muss, um überhaupt eine chance auf den Himmel zu haben...

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