Wie werde ich Helikopterpilot - Alternative gesucht!

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Oh da hast Du Dir aber einen schönen Berufswunsch ausgedacht. Leider ist die Ausbildung ziemlich kostspielig. Je nach dem welche Typenberechtigungen man erwerben will und ggf. sogar noch die Instrumentenflugberechtigung erwerben möchte, reichen 100.000 EURO nicht. Hinzu kommt noch das Problem, dass Arbeitgeber lieber auf erfahrene Piloten zurückgreifen, die einige tausend Flugstunden in ihrem Flugbuch stehen haben. Als frisch gebackener Berufspilot mit nur wenig Flugerfahrung findet man entweder überhaupt keinen Job auf dem kleinen und überschaubaren Markt für Berufshubschrauberführer oder aber man arbeitet für einen Hungerlohn. (Ich kenne sogar Piloten, die dafür zahlen, damit sie fliegen dürfen - das ist dann gewissermaßen ein Gehalt mit negativem Vorzeichen). Bei der Bundeswehr oder Polizei absolviert man die Ausbildung während des Dienstes, erhält dabei also ein Gehalt und die Kosten für die Ausbildung werden vom Dienstherrn übernommen. Da dies für Dich nicht in Frage kommt, musst Du wohl oder übel die Ausbildungskosten selbst berappen. Falls Du die Kohle nicht übrig hast bleibt nur die Möglichkeit den Daddy oder die Oma zu fragen, ob sie Dir die Ausbildung finanzieren und Dir die ersten paar Jahre finanziell unter die Arme greifen, bis Du einen halbwegs gut dotierten Job gefunden hast, von dessen Gehalt man leben kann. Das wäre dann die von Dir gesuchte "günstige Alternative". Was die Vorkenntnisse betrifft, so sollte ein verstärktes Interesse für Physik, Technik, Meteorologie usw. vorhanden sein. Spezielle Kenntnisse musst Du nicht haben, allerdings erleichtert ein umfangreiches Allgemeinwissen in diesen Fachgebieten die Ausbildung.

Hallo,

wie immer im richtigen Leben gilt auch hier: Von nichts kommt nichts!

Bw und Polizei fallen weg, damit bleibt nur die private Ausbildung und die ist bis zum Erwerb einer Berufspilotenlizenz CPL(H) nicht gerade preiswert.

Dazu kommt, dass Du ja nach Lizenzerwerb Flugstunden nachweisen und jedes Jahr einen Check absolvieren musst, denn die Musterberechtigung (das Typerating) ist immer nur ein Jahr gültig.

DRF und ADAC verlangen mindestens 1.000 oder 1.500 Flugstunden. Beide Organisationen sind sog. TRTOs, also "Type Rating and Training Organisations". Sie dürfen zwar Umschulungen auf die bei ihnen geflogenen Muster machen, haben aber keine Anerkennung als ATO, als "Approved Training Organisation", also als Flugschule für die fliegerische Grundausbildung.

Mir ist auch keine zivile Firma in Deutschland oder Europa bekannt, die analog einiger Major-Airlines eine vergleichbare "ab-initio"-Ausbildung auf Hubschraubern gegen Verpflichtung anbietet.

Alle Unternehmen, egal ob Lotsenversetzdienst, Ölplattformversorgung, Vermessung, Rettung usw. stellen nur "Ready Entries" ein. Da hilft nur die Eigenrecherche bei den Firmen selbst oder bei den Flugschulen, ob sie einem beim Joberwerb helfen.

Zu den Themen: Gute Kenntnisse in den mathematisch-naturwissenschaftlichen und technischen Fächern sollten vorhanden sein und/oder ausgebaut werden. Gerade Hubschrauberaerodynamik ist diffiziler als die bei der Fläche.

Und was glaubst Du wie groß meine Chancen wären beim Joberwerb unterstützt zu werden?

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@Tobi145

Hi, das kann ich nicht sagen. Ich bin weder Pilot, noch Arbeitsvermittler noch habe ich eine Flugschule. Beruflich kenne ich halt das Umfeld von Pilotenausbildung, Lizenzierung, EU-Vorschriften (gut, für die Fläche) und aus der guten alten Zeit noch die Militärfliegerei und deshalb weiß ich, wo ich nachschauen kann, aber eben nicht, wie die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind.

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