Wie weniger Sachen vergessen?

1 Antwort

Ja, hier sind 10 gute Tipps:

1. Kein Stress

Bei Stress werden ­verschiedene Hormone wie Cortisol ­ und Adrenalin im Körper freigesetzt. Sie versetzen den gesamten Körper in einen aufmerksamen Zustand, bereiten ihn aber auch auf Bewegung, Kampf oder Flucht vor. Ein mittlerer Stresslevel könne sich durchaus positiv auf das Lernen auswirken, erklären Psychologen. Sobald ein gewisser Punkt allerdings überschritten ist, werden Inhalte nicht mehr gründlich verarbeitet und gespeichert. Entspannung und Ruhe helfen vor allem beim verstehenden Lernen und beim Lösen komplizierter Aufgaben. „Die Kunst ist es daher, den Mittelweg zu finden“, sagt Bamberger. Nach stressigen Situationen muss unbedingt eine Entspannungsphase erfolgen. Diese darf aber auch nicht allzu lange sein. Denn dauerhafte Entspannung führt zu Langeweile – ein Feind des Gedächtnisses.

2. Schokolade essen und viel trinken

Kakao enthält die Pflanzenfarbstoffe Flavonoide, die sich positiv auf die Hirnleistung auswirken. Das besagt eine Studie der Columbia University in den USA. Eine hohe Konzentration Flavonoide im Blut verbessert die Blutzirkulation in einem bestimmten Teil des Gehirns, der für das Erinnerungsvermögen verantwortlich ist. Aber zu viel Schokolade ist auch nicht gut: Zu viel Zucker und Fett schaden dem Gehirn, wie eine weitere Studie mit Ratten zeigte: Wurden die Tiere mit stark zucker- und fetthaltigem Futter gemästet, bauten sie geistig ab und wurden anfälliger für Hirnschäden. Wichtiger als Zusatzpräparate, Zucker oder ähnliches scheint Trinken für das ­Gehirn zu sein. Ein bis zwei Liter am Tag sollen die Leistungsfähigkeit stärken.

3. Keine Kreuzworträtsel

Seltsamerweise vergisst kaum einer die Behauptung, das Lösen von Kreuzworträtseln und Sudokus verhelfe zu einem besseren Gedächtnis. Tatsächlich haben solche Aufgaben nur einen geringen Effekt auf die Merkfähigkeit, sagt der Experte Bamberger. Dies bestätigt auch ein Memorandum von 30 Neurowissenschaftlern und Altersforschern: Das Gehirn sei zwar wie ein Muskel, dessen Funktionen man mit Rätseln, Programmen, Gedächtnisspielen trainieren könne. Derzeit gebe es „keinen wissenschaftlichen Beleg dafür, dass solche kognitiven oder soziale Interventionen einer Demenzerkrankung vorbeugen oder verzögern“ könnten.

4. In Bewegung bleiben

Bewegung führt dazu, dass sich neue Verbindungen zwischen den Nervenzellen ausbilden. Ist das Gehirn dabei noch gefordert – etwa beim Tanzen –, ist dieser Effekt besonders ausgeprägt, sagt Gedächtnisexperte Bamberger. Dass Sport Vorteile für die psychische Gesundheit bietet, Depressionen entgegenwirkt oder eben auch den Rückgang kognitiver Fähigkeiten verlangsamt, ist seit längerem bekannt: In einer US-amerikanischen Studie wurde beispielsweise gezeigt, wie sich bei Ausdauersport der Bereich des Gehirns, der für die Erinnerung verantwortlich ist – medizinisch Hippocampus genannt – vergrößert. Eine aktuelle Studie der Universität Göttingen bringt ähn­liche Ergebnisse: Sie hat aufgezeigt, dass bestimmte Strukturen in Mäusegehirnen länger nachweisbar waren, wenn die Tiere im Laufrad trainierten, als bei denen ohne körperliche Betätigung.

5. Fremdsprachen lernen

Es muss kein philosophisches Gespräch sein, dass man in einer Fremdsprache führt. Aber ein Dialog von einer Stunde reicht aus, um bestimmte Gehirnareale stark anzuregen. Studien haben gezeigt, dass das Lernen oder Sprechen von Fremdsprachen auf Dauer dazu führt, dass sich in diesen Bereichen die graue Hirnsubstanz verdichtet. Die Nervenzellen werden also besser verschaltet, die geistige Leistungsfähigkeit erhöht. Wer eine Fremdsprache beherrscht, ist geistig deutlich frischer und beweglicher, sagt Bamberger.

6. Gesund leben

Wird Bluthochdruck nicht behandelt, schädigt er die Blutgefäße. Das gilt auch für die Gefäße im Gehirn. Sind diese erst angegriffen, kann das Gehirn nicht mehr ausreichend durchblutet und mit Sauerstoff versorgt werden. Die Folgen sind eine abnehmende Geistesleistung, Konzentrationsschwächen oder Erinnerungslücken. Wissenschaftler der Indiana University School of Medicine haben nachgewiesen, dass ein leichter Anstieg des systolischen Blutdrucks das Risiko für eine Gedächtnisschwäche um vier Prozent erhöht. Wie wichtig eine gesunde Lebensweise ist, betont auch Otto Witte, Direktor der Klinik für Neurologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena anlässlich der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und Funktionelle Bildgebung mit Richard-Jung-Kolleg in 2014: Bisher gibt es keine Medikamente, die eine Demenz vorbeugen. Etwa die Hälfte ließe sich aber vermeiden oder zumindest beeinflussen, indem Risiken wie starkes Übergewicht, Diabetes Typ 2 und Bluthochdruck im mittleren Lebensalter, Rauchen, körperliche Inaktivität, Depression oder ein niedriger Bildungsstand verhindert würden.

7. Infos in kleine Häppchen packen

Das Gedächtnis ist begrenzt: Durchschnittlich können sich Menschen sieben Dinge auf einmal merken. Umso wichtiger ist es, umfangreichere Inhalte auf möglichst kleine Einheiten aufzuteilen. Ein gutes Beispiel sind Telefonnummern, sagt der Gedächtnisexperte Christoph Bamberger: Die Nummer 14 02 19 65 lässt sich viel besser abspeichern, wenn sie als Datum abgeändert wurde – 14.02.1965. Grundsätzlich sollte man sich nur Dinge merken, die man für den Alltag braucht – Telefonnummern beispielsweise oder Adressen, sagt Bamberger. Um diese wie im Schlaf herunterbeten zu können, muss man sich einmal hinsetzen und sie auswendig lernen.

8. Gelobt werden

Forscher der Universität New York veröffentlichten am Mittwoch einen zweifelhaften Tipp, wie sich die Gedächtnisleistung verbessern lässt: Mit Hilfe von Schmerzen. So wiesen die Wissenschaftler mit Hilfe von Stromstößen nach, wie scheinbar belanglose Informationen sich ins Gedächtnis einprägen. „Es ist vorstellbar, dass ein ähnlicher Prozess auch durch positive Stimulierung hervorzurufen wäre“, sagt die Psychologin Julia Arnhold aus Berlin, „beispielsweise durch Lob. Damit wäre das ethische Problem der Schmerzreize umgangen. Außerdem können negative Emotionen wie Schmerzen, wenn sie zu stark sind, auch kontraproduktiv auf die Gedächtnisleistung wirken.“

9. Nicht ablenken lassen

Bei Menschen, die meditieren, verändert sich die Hirnsubstanz. In verschiedenen Arealen des Gehirns sei es nach mehreren Wochen regelmäßigen Meditierens zu einer höheren Dichte von Nervenzellen gekommen, sagen amerikanische Forscher. Möglicherweise wachsen während der Meditation sogar zusätzliche Nervenzellen. Nach Meinung des Gedächtnisexperten Bamberger reicht es schon, sich längere Zeit auf eine Sache zu konzentrieren, wie beispielsweise 50 Seiten eines Buches am Stück zu lesen. So können sich Informationen im Gehirn besser festsetzen. Ablenkung ist dabei unerwünscht. Vor allem das Smartphone kann zum Gedächtniskiller werden sofern es immer zur Hand ist. Daher rät Bamberger zu handyfreien Phasen – etwa während des Essens.

10. Gut schlafen

Ein Nickerchen nach dem Lernen festigt das Langzeitgedächtnis. Bei einer Studie mit Kleinkindern wiesen Forscherinnen aus Bochum und dem britischen Sheffield nach, dass Erinnerungen an Fakten und Ereignisse besser abgespeichert werden, wenn die Kinder nach dieser lehrreichen Erfahrung geschlafen haben. Die Psychologinnen besuchten mehr als 200 Babys zu Hause und untersuchten das Erinnerungsvermögen der Kinder mit einem Handpuppentest. Die Ergebnisse erschienen in den „Proceedings“ der US-nationalen Akademie der Wissenschaften.

Viel Erfolg bei deinem Gedächnistraining!!!


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