wie weit werden Kinder in der Kita aufgeklärt?

...komplette Frage anzeigen

12 Antworten

Hallo!

Ich denke, das ist von Einrichtung zu Einrichtung unterschiedlich. In einem Kindergarten, in dem ich mal ein Praktikum gemacht habe, gab es Bücher und ein Computerspiel, in dem der nackte Körper von einem Mann und einer Frau zu sehen war. Die Kinder fanden das sehr spannend. Über Sex wurde jedoch nie gesprochen, das fängt doch i.d.R. erst in der Grundschule an, da müssen dann die Eltern meines Wissens nach sogar einen Zettel unterschreiben, dass ihre Kinder am Sexualkundeunterricht teilnehmen dürfen.

Nun noch einmal mein persönliches Statement dazu: Grundsätzlich finde ich Aufklärung jeder Art gut und wichtig. Sexualität darf nicht tabuisiert oder gar dämonisiert werden! Es sollte von Anfang an sachlich als etwas natürliches betrachtet werden, denn nichts anderes ist es ja. Insofern sehe ich prinzipiell auch gar kein Problem darin, wenn dein Töchterchen schon weiß, wie Kinder gezeugt werden. Dennoch bin ich der Meinung, dass dies kein zwingend relevantes Wissen für Kinder in diesem Alter ist; meistens interessieren sie sich so explizit sowieso noch nicht dafür. Wenn aber Wissensdurst vorhanden ist, dann bitte, ist es pädagogisch sehr wertvoll, ihnen diesen auch (dem Alter gemäß evt. vereinfacht erklärend) zu stillen. Du kannst dir sicher sein, Kinder merken sofort, wenn man ihnen nicht ehrlich gegenüber ist oder wenn man herumdruckst. Das schlimmste, was passieren kann, sind dann natürlich Hemmungen, die die Kinder übernehmen, weil sie glauben, Sexualität sei etwas böses, über das Mama und Papa bloß nicht sprechen möchten. Also; du kannst das Wissen deiner Tochter nicht rückgängig machen, deswegen solltest du offen sein, wenn sie dir davon berichtet. Offenbar beschäftigt sie dieses Thema gerade, oder sie ist dabei, es zu verarbeiten. Du solltest also den Mittelweg wählen, weder zu tabuisierend, noch zu drängend. Lass sie erzählen, zeige ihr, dass du ihr zuhörst und bleibe möglichst auf der sachlichen Ebene.

LG

Von allein hat sie allerdings nie etwas erzählt und auch nicht mit ihren Barbies nachgespielt so wie sie es oft mit Erlebnissen und Gedanken tut

aber als ich danach fragte sprudelte alles aus ihr herraus was sie irgendwie zu diesem Thema passend in ihr angestaut hatte

0
@lenamarlen123

Sehr erstaunlich! Dann war es also vielleicht gar nicht so falsch, dass du sie darauf angesprochen hast, denn offenbar gibt es da doch einige kleine Hemmschwellen bei ihr. Was auch das ständige Kichern erklärt. Aber wie gesagt, das ist gar nicht schlimm :-) sie wird es verarbeiten und irgendwann im Hinterkopf abgespeichert haben; möglicherweise wird sie im späteren Alter dann sogar reifer auf dieses Thema reagieren, da sie sich bereits damit auseinandergesetzt hat.

4

Edit:

"Über Sex wurde jedoch nie gesprochen..." - das meine ich natürlich im Bezug auf die Erzieherinnen; ich habe noch nie von einer Einrichtung gehört, in der Sexualkunde als Projektthema durchgeführt wurde o.ä.

2
@Locoloco77

ich ja auch nicht aber ich kann mir nicht vorstellen das sie so viel von einem anderen Kind erfahren hat...denn wo sollte sie das dann her haben?Und so ausführlich wird sich doch auch nicht unter Kindern unterhalten

natürlich kriegen Kinder auch immer mehr über die Medien mit da Sex ja Thema in viele Filmen,auf Plakaten und in Werbung ist (allerdings so viel schauen wir auch nicht Fern)

0
@lenamarlen123
Und so ausführlich wird sich doch auch nicht unter Kindern unterhalten

Klar doch... Sie muss ja auch nicht alles in einer einzigen, ausführlichen Unterhaltung erfahren haben. Und ja, Kinder reden über sowas... Menschen generell, in allen Altersstufen.

5

Im Kiga werden die Kids eigentlich gar nicht aufgeklärt. Das was sie weis wird sie von Freunden erzählt bekommen haben. Meistens Kinder die schon ältere Geschwister haben. In der Grundschule sollte man anfangen die Kids aufzuklären, da deine Tochter allerdings schon so gut informiert ist solltest du ihr aber auch keine kindergeschichten mehr eintrichtern ... Schön und gut ist jedenfalls das viele Eltern der Meinung sind umso früher umso besser oder das Kinder da keine Hemmungen haben sollten. Naja ich persönlich bin da anderer Meinung. Ich finde es ist gar nicht verkehrt wenn Kinder beim Thema sex Hemmungen haben. Man sollte Kinder nicht für alles direkt offen erziehen. Ihren sex werden die Kids sowieso früh genug haben in der heutigen zeit. Also ich würde meiner kleinen Maus jetzt in deinem Fall nur noch mal sagen, das sie da schon recht hat, aber das es kein Thema ist was man mit anderen bespricht. Sondern wenn sie da noch fragen hat das sie gerne mit dir darüber sprechen kann.

Nach meiner Erfahrung ist es nicht üblich, in Vorschuleinrichtungen gezielte Aufklärungsarbeit zu leisten.

Im Normalfall ist es so, dass das Thema dann aufgegriffen wird, wenn es die Kinder beschäftigt. Die Initiative zur Aufklärungsarbeit geht von den Kindern aus, nicht von den Erziehern.

Und das ist auch richtig so. Kinder entwickeln im Laufe ihrer Vorschulzeit eine eigene Neugier in Bezug auf sexuelle Belange. Sie entdecken in dieser Zeit, dass sich Jungs und Mädchen durch ihre Geschlechtsorgane unterscheiden und nehmen oft auch Schwangerschaften bewusst wahr.

Typisch für dieses Alter sind die "Doktorspiele", die häufig in der Kita stattfinden und dann von den Erzieherinnen meist als Anlass genommen werden, die Dinge, die die Kinder interessieren, anzusprechen. Sie benennen die Geschlechtsorgane korrekt und beantworten ansonsten die Fragen der Kinder.

In Sachen Schwangerschaft interessiert Vorschulkinder häufig als erstes, wie die Kinder aus dem Bauch heraus kommen. Die Frage, wie sie hineingekommen sind, stellt sich meist erst später.

In der Regel ist es aber nicht so, dass Erzieherinnen regelrechte Aufklärungsstunden halten. Über Verhütungsmittel wird dabei um Normalfall auch nicht gesprochen, weil dieses Thema die Kinder in diesem Alter nicht von sich aus interessiert.

Ich vermute stark, dass dein Kind sein Wissen aus anderen Quellen hat.

Naja das Kinder im Bauch sind und so wurde mir auch früh beigebracht ... Aber Verhütung und wie das genau gemacht werden muss hab ich erst ab dem Gymnasium gelernt obwohl ich es auch schon vor dem Unterricht wusste aber in der Grundschule hatte ich noch keinen blassen Schimmer wie das wirklich abläuft ...

ich weiß nicht was daran schlimm ist, ich finde es eher gut das schon die jüngsten bescheid wissen. also dass sie über kondome bescheid weiß ist schon echt ein bisschen krass, aber wie das so im allgemeinen funktioniert wusst ich auch schon voll früh, auch aus bilderbüchern oder einfach was man so von den kleinen freunden aufschnappt.

Aha und was ist daran gut dass sie das alles genau weiß? Was macht das jetzt für einen Unterschied wenn sie so viel weiß? Ich finds ehrlich gesagt sehr befremdlich sowas. Der einzige Vorteil daran ist vielleicht dass sie über Verhütung Bescheid weiß aber sonst?

0
@blueman91
Der einzige Vorteil daran ist vielleicht dass sie über Verhütung Bescheid weiß aber sonst?

Und in welchem Kontext kann man über Verhütung Bescheid wissen, aber nicht über den ganzen Rest, der dazugehört? Das ist doch ein widersinniger Kommentar, gerade hier einen Vorteil zu erkennen und dann zu meinen, den Rest müsste sie nicht wissen...

5
@hydralernae

Bitte? Wieso muss ein kleines Kind bitte über den genauen Ablauf vom Sex und so Bescheid wissen? Wozu???

0
@blueman91

Ich sage nur, dass es widersinnig ist, in dem Wissen über Verhütung einen Vorteil zu erkennen und zu glauben, dieses Wissen könnte ohne das Wissen um Sex vermittelt werden.

Wieso muss ein kleines Kind bitte über den genauen Ablauf vom Sex und so Bescheid wissen? Wozu???

Wozu muss es wissen, wo andere Länder liegen, wie man Integrale berechnet, oder wie der Brenztraubensäurezyklus funktioniert? Sex ist alltäglich, schon allein in Form von Schwangeren oder der Frage wo kleine Kinder eigentlich herkommen. Sex ist menschliches Kulturgut, dem auch Kinder nicht entkommen können. Und nein, ich meine damit nicht Pornographie oder ähnliches! Sondern schon so etwas wie Grundlegendes wie Mama und Papa im selben Bett, der erste Freund der großen Schwester oder diese ganzen knutschenden Leute auf der Straße und im Fernsehen. Wenn man das alles verheimlicht und ein großes Tuch des Schweigens drüberlegt, führt das nur zu Hemmungen und Unsicherheiten, anstatt dass Kinder das als eine normale, gesunde, natürliche Sache kennenlernen.

7
@hydralernae
Wenn man das alles verheimlicht und ein großes Tuch des Schweigens drüberlegt, führt das nur zu Hemmungen und Unsicherheiten, anstatt dass Kinder das als eine normale, gesunde, natürliche Sache kennenlernen.

Wenn ich sarkastisch wäre, dann würde ich schreiben, dass man ja sieht, wohin das führt. Aber ich bin ja nicht sarkastisch ...

... und Anwesende sind ja prinzipiell sowieso ausgenommen. ^^

0

Hallo lenamarlen123,

das ist nicht Sache der Kita, die Kinder aufzuklären. Das ist Sache der Eltern...

Ich habe meine Kinder frühzeitig aufgeklärt. Und sie haben es verstanden. Dadurch hatten wir auch ein offenes, freundschaftliches und respektvolles Miteinander.

Ich selbst wurde von meinen Eltern nie aufgeklärt. Und hatte daher unvorstellbare Fantasien. Die Aufklärung in der Schule empfand ich als zu trocken. Das kann man liebevoller gestalten.

Alles Gute

Virginia

das ist nicht Sache der Kita, die Kinder aufzuklären. Das ist Sache der Eltern...

Ich stimme dir hier vollkommend zu. Jedoch sehen es viele Eltern nicht als ihre Aufgabe an, ihre Kinder früh altersgemäß aufzuklären (z. B. eigene Scham, strenge Religiosität).

In dem Fall muss der Staat (Schule) einspringen und das übernehmen.

Ich bin grundsätzlich auch dafür, dass Aufklärung im Elternhaus stattfinden sollte - aber solange es Eltern gibt, die das nicht machen, leistet der Staat unverzichtbare Arbeit.

5
@bluejule
In dem Fall muss der Staat (Schule) einspringen und das übernehmen.

Jep, denn in diesem Land steht das "Kindeswohl" (mittlerweile) über dem "Wohlgefühl" der Eltern. Und der Staat will dafür sorgen, dass aus Kindern nicht gehirngewaschene Erwachsene werden, sondern, s. Verfassung, Individuen mit einer eigenen, ihrer, Persönlichkeit innerhalb der Gemeinschaft.

Wie die sich dann als Erwachsene wofür auch immer entscheiden, ist dann alleine deren Angelegenheit (sofern innerhalb der Gesetze natürlich). Aber dies überhaupt zu ermöglichen, ist der Grund.

1

ich finde es auch wichtig das Kinder von ihren Eltern aufgeklärt werden

genau aus diesem Grund wollte ich ja mit ihr sprechen

doch als ich sie fragte was sie schon wüsse gab es nichts mehr was ich noch ergänzen konnte

1

Das kenne ich überhaupt gar nicht. Das ist ja eine Unverschämtheit, was sich die Kita da rausnimmt. Meine Kinder kommen jetzt in die Schule und mussten sowas nicht erleben. Die wissen das natürlich noch nicht! Damit ist ein Kind auch völlig überfordert und sollte das noch gar nicht wissen.

Damit ist ein Kind auch völlig überfordert

Genau, wie man ja an dieser Kleinen hier sieht... Ironie aus

6
@hydralernae

ja sie scheint das alles sehr interessant zu finden (und lustig) und überhaupt nicht schlimm

sie ist im allgemeinen sehr wissbegierig aber danach hat sie nie bei uns gefragt deshalb habe ich ja dieses Thema mal angeschnitten

2

wann denkst du denn ist der richtige Zeitpunkt um es ihnen zu sagen?

oder wartest du bis das die Schule dann irgendwann übernimmt und deine Kinder fallen aus allen Wolken? Ein wenig vorwissen wäre schon gut nur so viel hätte es nicht sein müssen

doch sie kommt super damit klar und findet die Vorstellung sehr lustig

5
@lenamarlen123
doch sie kommt super damit klar und findet die Vorstellung sehr lustig

Okay, dann greife ich doch mal in die sexualpädagogische Kiste (kram ;-)):

"Sexualität im Sinne einer erwachsenen Sexualität beginnt Jugendliche schon sehr bald zu interessieren. Das anfängliche Interesse ist die Neugier, ob das, was man davon sagt, wirklich wahr ist. Diese erste Neugierde taucht bei den meisten bereits im Grundschulalter auf. In diesem Alter wollen Kinder sehr konkret wissen "wie Kinder gemacht werden". Sie wollen wissen, ob Erwachsene "das" wirklich tun und betrachten diese neue sexuelle Welt mit Neugier und mit Distanz. Zwischen zehn und dreizehn Jahren verwandelt sich diese erste Neugierde in die Sehnsucht, selbst Geborgenheit und auch Sexualität mit jemand anderem zu erleben. Bis es dann wirklich zu den ersten Beziehungserfahrungen und dann auch zu den ersten Erfahrungen mit Sexualität kommt, können noch einige Jahre vergehen."

Allerdings sollte dir eines klar sein:

"Sexuelle Handlungen von Kindern werden in der Regel unter dem Blickwinkel, der Erfahrung und der Lebensweise des Erwachsenen betrachtet, verstanden und interpretiert. Sexualität wird dabei oft reduziert auf Fortpflanzung und den Genitalbereich. Die kindliche Sexualität ist dagegen weniger zielgerichtet und stärker durch Spontaneität und Ausprobieren gekennzeichnet.

Grundsätzlich hat Sexualität in allen Altersgruppen mit dem Suchen und Erleben körperlichen Genusses zu tun. Sie kann als Lebensenergie verstanden werden, die den Menschen ein Leben lang begleitet. Im Laufe der individuellen Entwicklung äußert sich Sexualität unterschiedlich stark und auf unterschiedliche Weise.

(...)

Wenn Kinder ihrer Neugierde, ihrem Lustprinzip und ihrem Bedürfnis nach körperlicher Nähe folgen, gehört das zu den normalen kindlichen Betätigungen."
Dipl. Soz. Päd. Dorothea Hüsson, Kinder- und Jugendlichentherapeutin

Oder um es nicht positiv zu sagen (da kann man auch einfach der Empathie folgen) sondern um die "Gegenseite" zu beschreiben, wie der Sexualtherapeut Dr. Marty Klein es IMHO schön getan hat: "Ist Kinder- und Jugendsexualität ein zu kontrollierendes und unterdrückendes Problem, oder ein gesunder Teil des Lebens, der gefeiert, erforscht und zu dem angeleitet werden sollte?

Was Sexualität angeht, sind Minderjährige eine unterdrückte Minderheit. (...) Wenn es um Sex geht, haben Kinder keine Rechte. Nicht unzureichende Rechte - keine Rechte. Ihre Rechte wurden ihnen genommen als Reaktion auf die Hysterie der Erwachsenen um ihre Sicherheit, der Ängstlichkeit bezüglich ihrer Moral, der Furcht vor ihrer Unabhängigkeit, Verwirrung über ihre Entscheidungsfindung, und Ablehnung ihrer menschlichen Bedürfnisse.

Sicher, wir steuern den Zugriff der Kinder auf Tabak, Alkohol und Autofahren. Aber die Wissenschaft deckt diese Entscheidungen, und Kinder haben Zugriff auf unbegrenzte, akkurate Informationen zu diesen Themen."

(Hervorhebung im Original)

1
@lenamarlen123

Wenn die Kinder von sich aus ernsthaft die Frage stellen und man auch merkt das sie wirklich für dieses Thema aufnahmebereit sind, dann erkläre ich ihnen ganz nüchtern und nachvollziehbar einzelne Zusammenhänge. Später, mit der nötigen Reife erkennen sie selbst die notwendige Reihenfolge.

0
@Mandrinio

Wenn die Kinder von sich aus ernsthaft die Frage stellen und man auch merkt das sie wirklich für dieses Thema aufnahmebereit sind

"Ernsthaft". "Wirklich aufnahmebereit". Und beides entscheidest dann natürlich Du? So unvoreingenommen, wie Du hier den Eindruck erweckst?

Später, mit der nötigen Reife erkennen sie selbst die notwendige Reihenfolge.

"Reife"? Och, schon wieder dieses Märchen bar jeglicher Realität.

BTW: Kinder sind neugierig. Sie stellen fest, dass es bestimmte Stellen an ihrem Körper gibt, wo das Anfassen mehr Spaß macht, als an anderen Stellen. Oder sie bekommen es von einem Freund/Freundin gesagt oder gezeigt oder gemacht - was durchaus schon in einer Kita geschehen kann. Wie reagierst Du? "Lass das! Das ist nicht ernsthaft!"? "Lass das! Du bist dafür noch nicht reif!"? Oder vielleicht einfach mit dem "Klassiker": "Fass dich da unten nicht an!"? Oder wie?

2
@Libertinaer
Sie stellen fest, dass es bestimmte Stellen an ihrem Körper gibt, wo das Anfassen mehr Spaß macht, als an anderen Stellen.

Und vor allem stellen sie vielleicht auch mal ganz unbedarft fest, dass Jungs "da unten" anders aussehen als Mädchen. Ach was, dazu müssen sie sich ja nicht mal ausziehen, das sieht man auch als Kleinkind schon, allein durch unterschiedliche Kleidung und Frisuren und der gesamten Umgebung. Und daraus entstehen natürlich Fragen, was das denn soll... DAS ist, wenn Kinder beginnen, sich dafür zu interessieren.

3
@Libertinaer

Du kannst mir schon glauben, dass ich das weiss.. Ich hab da ein paar mehr Kinder und auch das notwendige Gespühr und Erfahrung. Und wenn du der Ansicht bist, dass es kleinen Kindern besonders Spass macht, sich unten zu berühren solltest du dir unbedingt Hilfe suchen. Ich seh das im übrigen völlig neutral wenn sie es dennoch tun, weil sie wirklich keinen Bezug dazu haben. Nicht in dem Alter! Und so solls auch sein.

0
@Mandrinio
Und wenn du der Ansicht bist, dass es kleinen Kindern besonders Spass macht, sich unten zu berühren solltest du dir unbedingt Hilfe suchen. Ich seh das im übrigen völlig neutral wenn sie es dennoch tun, weil sie wirklich keinen Bezug dazu haben. Nicht in dem Alter! Und so solls auch sein.

Mit diesem letzten Satz offenbarst du schon, wes Geistes Kind du bist. "Nein, Kinder sollen sich nicht dafür interessieren!". Das ist Quatsch, sie tun es. Und ja, Kinder merken sehr wohl, wie sich ihr Körper so anfühlt. Das zu ignorieren, ist eher hilfsbedürftig...

Ich seh das im übrigen völlig neutral

Nein, eben nicht... Sonst müsstest du ja nicht hinterherschieben, dass deiner Meinung nach Kinder keinen Bezug dazu haben und das auch so sein soll. Wer das neutral sieht, der bezieht sich nicht auf irgendein dahergeholtes So-sein-sollen...

3
@Mandrinio

Du kannst mir schon glauben, dass ich das weiss..

Wie kann ich das, wenn das offensichtlich nicht der Fall ist?

Und wenn du der Ansicht bist, dass es kleinen Kindern besonders Spass macht, sich unten zu berühren

Natürlich. So funktioniert halt unser Körper. Wenn es anders ist, dann liegt ein körperliches Problem vor.

solltest du dir unbedingt Hilfe suchen.

Bei wem denn? Ich teile meine Meinung mit Sexualpsychologen, -therapeuten, ... den allermeisten, die fachlich damit zu tun haben (oder praktisch selbst hatten), und allen, die führend sind auf diesem Gebiet.

Ich seh das im übrigen völlig neutral

Ja, ganz offensichtlich! Ironie aus

wenn sie es dennoch tun, weil sie wirklich keinen Bezug dazu haben.

Wenn Du wirklich neutral wärst (also offen für fachliches Wissen, selbst wenn es dein Weltbild auf den Kopf stellen sollte), würde ich dir ja mal ein paar Literaturtipps geben. Aber ich vermute, meine Tipps werden nur für Dritte interessant sein, die wirklich neutral sind. Guckt ihr hier:: http://www.gutefrage.net/tipp/gesetzeslage-in-deutschland-ab-wann-und-mit-wem-darf-ich-sex-haben

Und dort die in meiner Ergänzung genannten Quellen, also insbes. "Körper, Liebe, Doktorspiele" und "Sexualität in Kindertagesstätten - immer noch ein Tabu?".

Ansonsten zitiere ich immer gerne die Kinder- und Jugendlichentherapeutin Dipl. Soz. Päd. Dorothea Hüsson, die es IMHO mustergültig erklärt hat: "Sexuelle Handlungen von Kindern werden in der Regel unter dem Blickwinkel, der Erfahrung und der Lebensweise des Erwachsenen betrachtet, verstanden und interpretiert. Sexualität wird dabei oft reduziert auf Fortpflanzung und den Genitalbereich. Die kindliche Sexualität ist dagegen weniger zielgerichtet und stärker durch Spontaneität und Ausprobieren gekennzeichnet.

Grundsätzlich hat Sexualität in allen Altersgruppen mit dem Suchen und Erleben körperlichen Genusses zu tun. Sie kann als Lebensenergie verstanden werden, die den Menschen ein Leben lang begleitet. Im Laufe der individuellen Entwicklung äußert sich Sexualität unterschiedlich stark und auf unterschiedliche Weise.

(...)

Wenn Kinder ihrer Neugierde, ihrem Lustprinzip und ihrem Bedürfnis nach körperlicher Nähe folgen, gehört das zu den normalen kindlichen Betätigungen."

(Hervorhebung von mir)

wenn sie es dennoch tun, weil sie wirklich keinen Bezug dazu haben.

? Der Bezug ist: Es ist ein schönes Gefühl und tut ihnen gut. Das reicht fürs erste.

Du machst den Fehler, den Frau Hüsson anspricht: Selbst-beschränkte Sicht aus Erwachsenenperspektive.

3
@Libertinaer

Nachtrag: Ach, sorry, Frau Hüsson hatte ich ja schon in diesem Thread zitiert.

Aber ein zweites Mal kann ja nicht schaden, wenn man das erste Mal nicht gelesen oder noch nicht verstanden hat ...

Oder soll ich lieber andere Fachleute zitieren? Ich hätte da einen reichhaltigen Fundus ... ^^

1

Also ich hatte so das gröbste in der dritten klasse und danach die weitere Sexualkunde kam dann 5 und dann noch mal 7. klasse. Ich wusste also erst mit 12 genau was da los ist und wie und warum und wieso und Käsekuchen. Das finde ich ja schon ziemlich krass. Sicher dass du dir nichts dazu dichtest? Ich finde das etwas beunruhigend... Frag doch mal die anderen Mütter der Kinder aus der Kita deiner Tochter ob die auch schon so gut Rachens wissen 😨

natürlich fängt Sexualkunde in den "höheren" Klassen an aber bis dahin wusste doch wohl schon jeder was ansatzweise los ist

aber so früh finde ich unnormal

0

und nein ich dichte mir nichts dazu

was hätte ich denn davon?

Ich suche ja hier nach einem Rat weil ich nicht genau weiß wie ich damit umgehen soll.Ich habe ihr gesagt das ich es gut finde das sie schon so viel weiß aber auch gefragt woher sie das wüsse allerdings konnte sie darauf keine richte Antwort geben

soll ich es jetzt einfach so stehen lassen oder möglicherweise mal bei ihrer Erzieherin ansprechen?

0
@lenamarlen123
soll ich es jetzt einfach so stehen lassen oder möglicherweise mal bei ihrer Erzieherin ansprechen?

Sollte die Erzieherin dahinter stecken: Gratulation! Dein Kind scheint in guten Händen zu sein.

Aber auch Erzieherinnen freuen sich über spontanes Lob! ;-))

Wenn dir nicht danach ist, würde ich es einfach mal so stehen lassen ...

1

WIE BITTE?! Ist das jetzt Spaß oder Ernst? o.O

Aufklärung fängt doch erst irgendwann in der weiterführenden Schule an..

nein deshalb stell ich ja hier die Frage

mach mir schon seit 2 Tagen einen Kopf darüber weil ich das einfach zu viel finde

was sie mir da alles erklärt hat hätte ich ihr so noch sicher nicht erzählt

0
@lenamarlen123

Ich kann irgendwie nicht glauben, dass das von den Betreuern kommt.. das soll so nämlich überhaupt nicht sein. Vielleicht mal in der Kita nachhaken und darauf ansprechen

0
@Luke91Nukem

kann ich mir Grundsätzlich auch nicht vorstellen aber das war so die einzige Erklärung die mir logisch erschien, denn klar sehen Kinder viel in den Medien aber woher kommen die Einzelheiten

z.B. woher weiß sie was der Mann mit der Frau macht und mit Samen und Eibefruchtung wenn sie vielleicht nur mal bei GZSZ 2 knutschende übereinander hat liegen sehen

oder was ein Kaiserschnitt ist und warum der wie gemacht wird

0
Aufklärung fängt doch erst irgendwann in der weiterführenden Schule an..

Wohnst Du in Bayern oder so?

Also üblicherweise fängt die Aufklärung mindestens in der Grundschule an (3. oder 4. Klasse). Dort habe jedenfalls ich meinen ersten gehabt. Und das ist schon 40 Jährchen her ...

Heutzutage ist Aufklärung schon vor der Grundschule eigentlich das wünschenswerte Ziel.

Eigentlich ist Aufklärung ein andauernder Prozess, der mit der Geburt beginnt und hoffentlich nie endet (man lernt ja immer noch dazu - ist beim Sex auch nicht anders als bei anderen Themen).

2
@Libertinaer

Also ich leb in Bayern und wir hatten da auch schon relativ früh Sexualkundeunterricht und das war schon Ende der 60er. Manche Klischees stimmen eben doch nicht!! Allerdings wurde ich durch meine Mutter schon altersgerecht aufgeklärt, als ich noch nicht mal im Kindergarten war! Da gabs auch noch nicht solche Bilderbücher für altersgerechte Aufklärung, wie es sie heute gibt und sicher in vielen Kitas vorhanden sind.

0
@tanztrainer1

Manche Klischees stimmen eben doch nicht!!

:-)) Schön zu hören!

Allerdings wurde ich durch meine Mutter schon altersgerecht aufgeklärt, als ich noch nicht mal im Kindergarten war!

Hat dir ja, ganz offensichtlich, schwerst geschadet! ;-)

1

So ist das, wenn man den Kindern ein Tablet zur Verfügung stellt. Dann lernen sie mal eben schnell lesen und schreiben und googlen dann solche Sachen :-)

wir haben garkein Tablet und mit unserem Handy darf sie auch nicht spielen(im Gegensatz zu vielen ihrer Freunde)

2

Als Vierjährige? Googeln?

5

Also ganz ehrlich wenn ich mir das so durchlese dann kann ich es nicht wirklich glauben. Dann hast du ja eine hyperintelligente Tochter. Ich wusste das alles vielleicht mit Anfang der Pubertät alles haarklein. Frühestens.

sie ist schon schlau (kann alle Buchstaben,bis 20 zählen und bis 6 + und - rechnen) aber hyperintelligent sicher nicht

ob du es glaubst oder nicht aber es war so und wer ich und mein Freund(ihr Papa) nicht dabei gewesen würd ichs warscheinlich selbst nicht glauben

aber woher kann sowas kommen?

0
@lenamarlen123

Hm gute Frage. Medien? Fernsehen? Bücher? Was anderes kann ich mir nicht vorstellen. Im Kindergarten ist ja kein Sexualunterricht.

0
@blueman91
Im Kindergarten ist ja kein Sexualunterricht.

In kirchlichen Kitas (vielleicht) nicht. In staatlichen Kitas findest Du optimalerweise entsprechende Literatur bzw. Bilderbücher.

Wenn Du ein Problem damit hast, dann sagt das nichts aus über staatliche Kitas, sondern nur über dich.

1
@blueman91

Ich war ja schließlich bis ins Grundschulalter noch nicht aufgeklärt und mich hats nicht geschadet.

0
@blueman91
Ja weil ichs einfach übertrieben finde in dem Alter...

Sexualität begleitet uns ab Geburt ein Leben lang.

Und es gibt keinen Grund, nicht darüber zu reden. Egal wann.

Und wenn Du schon mit dem Reden so ein Problem hast, will ich nicht wissen, wie es mit der Praxis aussieht ... =:-o

Also natürlich nicht deiner Praxis mit deiner aktuellen Freundin (obwohl ...), sondern was Kinder und Sexualität angeht.

1
@Libertinaer

Ich denke wir drehen uns hier nur im Kreis. der Klügere gibt bekanntlich nach und somit hat sich das Thema nun für mich erledigt denn im gegensatz zu dir greif ich andere nicht an...

1
@blueman91
der Klügere gibt bekanntlich nach

Vor allen Dingen erkennt man den Klügeren daran, dass er sich über ein Thema schlau macht. Zumal bevor er darüber schwadroniert.

Und wenn Du im Widerspruch zu allen Fachleuten stehst (zumindest aller führenden), muss das natürlich nichts heißen. Könnte ja sein, dass Du Recht hast und alle Fachleute Unrecht haben.

3
@blueman91

denn im gegensatz zu dir greif ich andere nicht an...

Bei Menschen, die anti-sexuellen "Missbrauch" von Kindern propagieren, werde ich nun mal ein wenig ungemütlich.

1
Ist das nicht zu viel für eine 4 jährige?

Siehste doch... Sie kommt doch bestens damit klar...

Findest du das auch noch gut ja? Damit die auch ganz früh anfangen Sex zu haben.

0
@blueman91

Bullshit! Nur weil Kinder wissen, wie etwas geht, fangen sie nicht gleich damit an - es ist übrigens durch mehrere Studien belegt, dass frühe Aufklärung nicht zu frühem Sex führt, sogar im Gegenteil. Und wenn sie es doch tun, sollten sie wenigstens wissen, wie ein Kondom funktioniert.

Also ja, ich finde das gut.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/leben/jugendliche-und-ihr-erstes-mal-mythos-frueher-sex-a-446108.html

Zitat: Wer wann das erste Mal Sex hat, hängt auch mit dem Bildungsniveau zusammen: Während von den sexuell erfahrenen Jugendlichen 63 Prozent der Hauptschülerinnen und 53 Prozent der Hauptschüler angaben, schon mit 14 Jahren oder früher Geschlechtsverkehr gehabt zu haben, waren es bei den Gymnasiasten nur 32 Prozent der Mädchen und 19 Prozent der Jungen.

10
@hydralernae

das glaube ich auch nicht, das dieses Wissen den beginn ihres Sexlebens in 10-15 Jahren beeinflusst.

danke für dein Beitrag DH

5
@blueman91

@blueman91

Der Sexualtherapheut Dr. Marty Klein würde hier wohl von typischem Fall von "Erotophobie" sprechen.

Wenn Du Probleme mit Sexualität hast, dann lass dich doch mal deswegen beraten. Aber nerv nicht die Leute, die nicht erotophob sind, oder, noch schlimmer, sich auch noch mit der Thematik "Sexualpädagogik" auskennen. Ängste bekämpft man nämlich am Besten mit Wissen.

Danke.

2
@blueman91

@blueman91

Meine Mutter hat mich ganz früh schon altersgerecht aufgeklärt, da war ich noch nicht mal im KIndergarten und das schon Anfang der 60er! Meine Tante wetterte auch dagegen und meinte, dass ich ein frühreifes Früchtchen werden würde, aber ich war in der Hinsicht eher brav!

In der Zeit gabs dann auch noch Mädchen in meiner Klasse, die meinten, dass sie sterbens krank wären, als sie die erste Periode gekamen. Ein paar von denen, die nicht so gut aufgeklärt waren, wurden dann so mit 14-15 schwanger! Das Wissen in dem Zusammenhang bewahrt einen vor so was!

4

ja also geschockt ist sie nicht und grundzätzlich ist es ja gut das man das Thema vorerst vom Tischt hat

aber kann ihr gelächter nicht er daran liegen das sie das ganze noch garnicht so richtig versteht?

2
@lenamarlen123

aber kann ihr gelächter nicht er daran liegen das sie das ganze noch garnicht so richtig versteht?

Glaubst du denn, wenn dir eine 15-jährige was über Sex erzählt, tut sie das ganz abgebrüht und ohne Kichern? Oder wenn du mit Freundinnen über euer Sexleben redest, seid ihr da ganz ernst? Sex ist nunmal mit vielen Unsicherheiten und auch komischen Vorstellungen behaftet, in jedem Alter. Wirklich besorgt wäre ich, wenn sie es total trocken runterrattert, was sie da gelernt hat. Besser, sie kann darüber lachen und ihre Unsicherheiten wahrnehmen, als dass sie völlig verstört und verkrampft das Thema umgeht.

4
@hydralernae

da hast du wohl recht ich glaube eine Lehrerin in der Grundschule oder auch noch anfang der Oberschule hat es sicher nicht leicht beim Sexualkunde Unterricht da dort sehr viel gelacht und sich geschämt wird

das sie bescheid weiß finde ich auch Grundsätzlich gut.Sie wusste zwar mehr als das ich ihr mit dem Gespräch vermitteln wollte aber das ist ja langfristig gesehen nichts schlechtes.

Ich wundere mich nur woher das kommt

3
@lenamarlen123
aber kann ihr gelächter nicht er daran liegen das sie das ganze noch garnicht so richtig versteht?

Was gibt es denn da zu "verstehen"? Das Gegenteil ist doch der Fall: Beim Sex ist der Verstand außen vor. Wenn wir mal ehrlich sind ist Sex doch eigentlich - nüchtern betrachtet - eine ziemlich peinliche Angelegenheit. Wenn man jemanden dabei beobachten müsste (und - ganz wichtig - gerade wenig angetörnt wäre), dann wäre das doch eine ziemlich skurrile Betätigung. Dieses ganze Schnaufen, Schubbern und Augenverdrehen ist doch eindeutig ein Überbleibsel aus Prä-Sapiens-Zeiten. ;-))

Das Gelächter ist völlig nachvollziehbar und zeigt nur, dass deine Tochter noch keinen Sexualtrieb hat.

3
@lenamarlen123

Ich wundere mich nur woher das kommt

Es ist sinnvoll. Ganz einfach.

Und die Menschen, insbes. konservative Menschen mit einem, nun ja, Faible für Religion und der dort üblichen Sexualfeindlichkeit, werden halt immer weniger. Da kann es dann schon mal passieren, dass das, was jahrelang unsinniger-, ja schädlicherweise unter der Decke gehalten wurde, nun nüchterner betrachtet gemacht wird. Die Gründe dafür sind eindeutig und leicht belegbar.

Zumal in Zeiten, wo an jeder Ecke die Hysterie beim Thema Kindesmissbrauch aufzieht.

Wissen ist eines der Dinge, die Missbrauch effektiv verhindern. Wenn schon nicht der Menschlichkeit wegen, dann "wenigstens" aus diesem Grund ist das schon in frühen Jahren angesagt.

PS: Googel doch mal nach

"Körper, Liebe, Doktorspiele" 4-6 filetype:pdf

Ein Ratgeber des Bundesgesundheitsministeriums für Eltern und Erzieher von Kindern im 4. bis 6. Lebensjahr.

2

Was möchtest Du wissen?