Wie weit schossen Gewehre um 1800?

...komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Die englischen Scharfschützen des Rifle Regiments führten damals die Baker Rifle (also eine Waffe mit gezogenem Lauf).Deren maximale Reichweite lag zwar bei über 300 m, aber die Kernschussweite lediglich bei 100 m. Bei Musketen kann man daher wohl davon ausgehen, dass ihre effektive Reichweite noch unter 100 m lag. Wegen der damaligen Infanterietaktik war das allerdings nicht weiter von Belang.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Reichweite und Präzision waren von der Beschaffenheit der Kugel, der Muskete, dem Pulver, der Witterung, dem Gewicht der Kugel, der Menge des Pulvers und dem Talent des Schützen abhängig. Bei guten Bedingungen Schoss eine Muskete laut meinem Wissen ca. 200 - max. 550 Meter weit.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Jedoch hast du bei 400-500 Metern zur Garde gehören müssen um mit seeeehr viel Glück zu treffen. Der durchschnitt(extra nochmal nachgeschaut)waren 150-200 Metern Glückstreffer

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nicht sehr weit. Das waren ja damals noch die Frontlader. Auf eine Entfernung von 100m konnte man noch was treffen. Aber so ab 120 bis 150m musste man schon ein guter Schütze sein.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
PatrickLassan 23.03.2013, 17:23

Der Begriff lautet nicht Front-, sondern Vorderlader.

1

Vor Einführung des Minié-Geschosses (um 1850 + ) waren die meisten Heere ganz oder weitgehend mit Vorderladergewehren ohne gezogene Läufe ausgerüstet. Diese unterkalibrigen Rundkugeln hatten ein mehr oder weniger kleineres Kaliber als das Rohr der Waffe und konnten so in diesen recht zügig mit dem Ladestock auf die Ladung verbracht werden. Beim Schuss strömte ein Teil der Explosionsgase an der Kugel vorbei, und so verließ sie den Lauf unstabilisiert in Richtung Ziel. Um mit solchen Gewehren eine Wirkung auf einen Feind zu erzielen, musste ihr Feuer massiert und in hoher Schussfolge auf ihn gerichtet sein. Die Lineartaktik des 18. und frühen 19. Jahrhunderts resultierte unmittelbar aus der Wirkungsweise dieser ungenauen Vorderlader: Um maximale Wirkung zu erzielen, mussten die Schützen in enger Aufstellung mit hoher Geschwindigkeit feuern, wodurch sie selbst natürlich auch zu einem kompakten Ziel wurden. Dabei kam es nicht so drauf an, ob die Waffen auf hundert oder zweihundert Meter ein paar Dezimeter streuten. Die kompakte anvisierte Menschenmasse war als Ziel wahrlich groß genug. Wen und wo man den einzelnen Gegner traf, war bei den riesigen Kalibern (meistens deutlich über 15 mm) nicht von Belang.

Der große Vorteil des preußischen Heeres lag deshalb in der Tatsache begründet, dass man den Männern beibrachte, während der Bewegung zu feuern. Das heißt, preußische Soldaten konnten, während die Formation marschierte oder die Aufstellung wechselte nachladen oder soger während des Stellungswechsels den Feuerkampf weiterführen. Das war nur durch diesen allseits bekannten* preußischen Drill* möglich.

Die ersten echten militärischen Feuerwaffenscharfschützen hatte im amerikanischen Bürgerkrieg die Unionsarmee mit ihren Berdan Rifles.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

sie verloren nach gut 200m ihre den großteil ihrer kraft

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?