Wie weit reicht die ärztliche Schweigepflicht?

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10 Antworten

Nun, dann ist sowohl die Zeitangabe als auch der Ort nicht verfälscht.

Ich würde es nur auf Informationen über deine Arbeit an sich belassen. Beispielsweise wieviele Leute du an dem Tag versorgt hast, ob du dafür gelobt wurdest, das du jemandem etwas anreichen durftest, das dir der Essenswagen auf dem Weg zurück zur Küche fast umfiel, wie das Klima zwischen den Kollegen allgemein ist.... Solche allgemeinen Dinge eben, die dich persönlich betreffen. Das interessiert Eltern normalerweise eher als Informationen wann welche Patienten wo welche Krankheiten haben.

Du kennst deine Eltern auch besser als jemand anderes. Weißt also wieviel du ihnen anvertrauen kannst, ohne das sie das (aus versehen) weitergeben an andere Personen.

Du darfst (und musst vielleicht sogar) über deine Erlebnisse und Erfahrungen im FSJ sprechen, um dich zu entlasten (z. B., wenn ein Patient stirbt) Du musst dich so ausdrücken, dass der Patient nicht erkannt werden kann. Also, keine Namen nennen und auch keine nähere Beschreibung geben, aus der auf die Identität des Partienten geshchlossen werden kann.

Ich arbeite schon sehr lange in einer Krankenanstalt, aber habe nie über meine Arbeit zu Hause oder außerhalb des Betriebs gesprochen - außer z.B. "heute hatte ich viel Arbeit oder heute war es ruhig..." - das solltest Du Dir angewöhnen. Wenn man etwas besprechen möchte, sollte man es mit Kollegen tun - die verstehen erstens, über was man spricht und zweitens haben auch sie Schweigepflicht - und das gilt ausnahmslos für alle Beschäftigten in einem Krankenhaus!!! Liebe Grüße

Wird zwar oft so gemacht, aber die Schweigepflicht gilt auch unter/zwischen Schweigepflichtigen.

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@WZ1955

klar - das ist richtig!- ich meinte damit Kollegen, mit denen man direkt zusammenarbeitet - und in diesem Fall auch notwendige Gespräche innerhalb der Abteilung.

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@gabiOEBI

Versteht von selbst. Man bewegt sich eben auf dünnem Eis. Praktikanten etc. von außen sollten grundsätzlich nichts konkretes nach Außen tragen.

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@WZ1955

pflegerische und ärztl. Unterlagen sind für alle die unter der Schweigepflicht arbeiten einzusehen und werden bei jeder Übergabe besprochen und diskutiert. dadurch ergeben sich die pflegerischen und ärztl. Abläufe.

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Hey! Klar will man zu Hause auch mal erzählen was auf der Arbeit los war. gerade im KH hat man mit viel Leid zu tun und man möchte sich "erleichtern" und austauschen.

Wenn du mit deinen Eltern einfach immer nur Herr und Frau Müller nennst, wird schon nichts passieren.

Deine Eltern werden ja nicht in den Krankenakten nachforschen wen du meintest und damit an die Öffentlichkeit gehen :)

Viel Spaß in deinem Freiwilligendienst.

Ein Patient bei uns in der Station hat XXX" ohne dabei Namen zu nennen, also alles anonymisiere oder mache ich mich damit schon strafbar? Ich will nichts falsch machen.

Die Schweigepflicht gilt auch unter Schweigepflichtigen. Grundlage ist § 203 StGB.

Du darfst überhaupt nichts erzählen, was für Irgendjemanden Rückschlüsse auf den jeweiligen Patienten ermöglichen kann. Wenn überhaupt, solltest du keine konkreten Angaben nennen. Ich würde höchstens in Form einer anonymen Geschichte erzählen und die Daten verfälschen, also z.B. Geschlecht und Alter verändern.

Denke immer daran, wie du es fändest, wenn jemand anderen über deine Krankheitsdaten mit dir fremden Personen sprechen würde?

Das darfst du schon, wichtig ist, es muss anonym sein.

Das darfst du schon, machst dich nicht strafbar. Ich würde aber die station nicht nennen :)

Tatsächlich darfst du gar nichts über Patienten zu Hause erzählen. Warum tust du das denn überhaupt???? Das ist doch nichts, worüber man sich zu Hause unterhält. Hast du nichts anderes, worüber du dich unterhalten kannst? Wenn du kein FSJ machen würdest, müsstest du dich doch auch über andere Dinge zu Hause unterhalten. Also lass das besser bleiben.

das braucht "man" zur psych. Entlasutng.

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@ischdem

...dann nimmt man die Probleme nach Hause! - Dein Kopf arbeitet dann sozusagen weiter - da erreichst Du das Gegenteil! - Abschalten heißt die Devise! - Daran gewöhnt man sich und dann genießt man die Freizeit mit anderen Dingen

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@gabiOEBI

es gibt "kluge" Leute die alles wissen un dkönnen.

jeder Anfänger ist belastet und muss sich üben ...darum geht die Frage hier - auch geht es hier um das Lernen des Abschaltens.... so ist am Anfang des sich "FREISPRECHERNS" eine gute und zulässige Übung.

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@ischdem

innherhalb der gesetzlichen Vorgaben ...so lehrt das auch die Krankenpflegeschule

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@ischdem

wenn es um die psychische Belastung geht - dann kann man die "Supervision" in Anspruch nehmen - die Möglichkeit steht zur Verfügung! (auch einem Anfänger :) LG

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@gabiOEBI

gabiOEBI@ "Supervision" in Anspruch nehmen - die Möglichkeit steht zur Verfügung! "

wo denn ? wie denn ? bei gabiOEBI ???

steht nicht zur Verfügung weil kein Geld vorhanden ist in den "Krankenanstalten" wie sie schreiben. Heute sagt "man " dazu Krankenhäuser.

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@ischdem

ich arbeite in einer Krankenanstalt eines österreichischen Sozialversicherungsträgers und da gibt es die Supervision, die jeder in Anspruch nehmen kann, der möchte. - Das ist Fakt!

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ja du darfst erzählen aber nur so dass niemand auf die Person schließen kann. also ohne Namen und keine persönl. "Merkmale"

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