Wie weit kann drahtlose Übertragung von Strom gehen?

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Miss doch mal die Blitze bei einem Gewitter. Der längste Blitz ging bisher wohl über mehr als 300 km.

Klingt interessant. Aber man kann Blitze wohl kaum lenken. Oder? Und sie sind gefährlich.

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Man kann für den Fluss des elektrischen Stromes vielerlei höchst komplizierte und teure Alternativen zum einfachen Metalldraht als Leiter einsetzen.

Beim Gewitterblitz fließt der Strom durch ein ionisiertes heißes Plasma. Der Metalldraht beginnt da erst beim Blitzableiter. Aber das geht auch viel einfacher:

Ich z.B. leide sehr an trockener Atemluft. Zur schnellen Luftbefeuchtung leitete ich gerade eben elektrischen Strom durch ionisiertes Wasser, umständehalber einfach Leitungswasser mit etwas Kochsalz. Dabei bilden sich im Wasser zwischen den beiden Drahtenden (Elektroden) helle Blitze. Die sehen aus wie Gewitterblitze. So bringt man Wasser viel schneller zum Kochen als mit jedem Tauchsieder.

"Aber man kann Blitze wohl kaum lenken. Oder?"

Ich habe doch gerade Blitze gelenkt! Und Gewitterblitze lenkt man über Blitzableiter. Die taugen zum Schutz von Gebäuden und keinesfalls zur Energie-Fernübertragung.

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"Prognosen sind schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen..."

Die Frage ist, ob du effektiv "Strom" meinst, also elektrische Ladungsträger, oder einfach Energie oder auch nur "elektrische Energie".
Wenn du Elektronen meinst, so geht das nur begrenzt, weil ja ein Stromkreis bestehen muss, also auch der Rücktransport "organisiert" sein muss.

  • Elektronen kann man schon lange im Vakuum rumballern (z.B. in Elektronenröhren). Der Rückweg führt aber meist über die Spannungsquelle, also Drähte. Man könnte sie auch zurückschiessen. Aber damit ist nichts gewonnen, man braucht auf beiden Seiten eine Spanungsquelle, verliert also mehr Energie, als man übertragen könnte.
  • Ein Gewitterblitz ist eine drahtlose Übertragung von Strom - eine Entladung von etwas, das sich zuvor aufgeladen hat. Auch hier ist die Energiebilanz negativ.
  • Hingegen gibt es viele drahtlose Energieübertragungsmöglichkeiten. Z.B. magneteisch (Transformatoren, oder alle kabellosen Ladestationen). Ferner durch Strahlung (Hitze, Licht, Laser usw.)

Wenig bis gar nichts. Liegt einfach daran, dass man die Elektronen irgendwie transportieren muss und diese zu Transportieren wie bei W-Lan vom Prinzip her, geht nur per Induktion. Das Problem ist, das Induktion in dieser Hinsicht super ineffizient ist und das starke Magnetfelder einige Probleme mit sich bringen, bis hin zur Schrittspannung. Außerdem ist Luft kein schlechter Isolator.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

der Blick in die Zukunft fällt naturgemäß schwer. Die Frage ist letztlich die Motivation: steht kein Metall mehr zur Verfügung wird man hohe Kosten und Verluste in Kauf nehmen (müssen). Falls es eine vielversprechende Technologie geben sollte, dann vlt über Mikrowellen oder Laserlicht, ggf über eine Relaisstation in der Umlaufbahn. Licht kann bekanntermaßen in Elektrizität gewandelt werden und es wird weiter geforscht: https://www.photonik.de/umwandlung-von-licht-in-elektrizitaet/150/21301/393102

.... nur der Wirkungsgrad ist bescheiden. Aber: wie war der Stand der E-Technik vor 100 Jahren . . . und was wird sein in 100 Jahren?

......und was wird sein wenn jemand in den Űbertragungsweg gerät ....

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Die Frage ist wieder ziemlich diffus. Durch welchen elektrischen Leiter willst Du den Metalldraht ersetzen?

Eine Illusion kann ich Dir gleich abnehmen: Die Fernübertragung elektrischer Energie nach dem Modell der "drahtlosen" Nachrichtenübertragung ist so absurd wie die Mondrakete mit Schmetterlingen als Zugtiere.

Mondrakete mit... LOL

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