Wie weit kann BDSM gehen?

9 Antworten

Wo die Grenzen liegen, ist Definitionssache. BDSM ist für viele ja nicht nur sexuell, sondern auch eine Art, die Beziehung zu gestalten. Heißt, das Machtgefälle existiert auch im Alltag. Das kann in Ausnahmefällen so weit gehen, dass der devote Part hörig und abhängig gemacht wird, evtl. (extrem selten) sogar gebrochen wird. Das wird aber von den allermeisten innderhalb der BDSM-Szene abgelehnt und man distanziert sich davon. Viele sagen, dass das für sie dann kein BDSM mehr ist, weil ein gebrochener Mensch nicht mehr ehrlich über etwas einwilligen kann.

Genauso ist es wohl mehr als grenzwertig, wenn sich jemand wünscht, umgebracht zu werden und der andere das dann tut.

Rechtlich gesehen ist übrigens alles, das ersthaften Schaden anrichtet (dauerhaft verletzte Organe, Amputationen etc) grundsätzlich strafbar. Da kann man sich auch streiten, ob das dann noch BDSM ist.

Ansonsten kann das schon recht weit gehen. Und um das körperliche und seelische Heil möglichst sicherzustellen, muss man sich sehr viel informieren und langsam rantasten. Konkrete Praktiken werde ich hier aber nicht nennen.

Dominant und masochistisch gibt es tatsächlich. Genauso auch devot und sadistisch. Das sind einfach verschiedenen Neigungen, die nicht unbedingt etwas miteinander zu tun haben. Masochismus ist in dem Fall aber wirklich nur die Lust am Schmerz. Und wodurch man erregt wird, hat mit einer dominanten oder devoten Neigung nichts zu tun. Ob das nun dursch Schmerzen ist oder durch Küssen oder Oralverkehrt etc pp. Es gibt genug, die reinen SM ohne Machtgefälle ausleben, das geht wunderbar. Und bei manchen ist das Machtgefälle eben andersherum als es "im Normalfall" ist.

dabke dafür ^^ gut zu wissen

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Ich antworte jetzt mal nur auf den zweiten Teil - ich bin selbst switcher, empfinde also Lust beim unterwerfen und beim dominieren. Das hängt immer von meiner momentanen Situation ab ;) aber die devote Seite ist deutlich ausgeprägter. Ich habe auch eine, für Laien nicht verständliche, bdsm-sex-chat-beziehung quasi xD heißt, ich schreibe mit meinem Dom, der mir Anweisungen gibt und ich diese ausführen muss etc... ich habe ihn aber auch schon 2-3 Mal selbst dominiert;) was viele Leute nicht glauben, ist, dass eine switcherin die momentan devot ist auch genau so, wenn nicht noch unterwürfiger sein kann als eine beständige sub. Mein Chatpartner meinte jedenfalls, dass ich die erste seiner bisherigen Bekanntschaften bin, die sich vollkommen hingibt und extrem unterwürfig ist - und das, obwohl ich switcher bin.
Also, Leute, nicht alle Vorurteile stimmen ;)
Letztendlich nach ein Fazit: Ja, man kann definitiv an beiden Seiten seinen Reiz finden, das ist auch nichts schlimmes :)

Vielen Dank ^^ deine Erfahrung damit hat mir sehr weitergeholfen

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Die Spielarten im Bereich Fetisch sind riesig und weitläufig. Schau dir alleine die ganzen Fetischkontake auf fetisch-treffen.com an, da gibt es Variationen von soft bis bizarr da kommst du nie drauf auf was die Leute alles abfahren. Und ja, natürlich kannst einerseits dominant sein, andererseits auch masochistisch. Das nennt sich dann Switcher im BDSM Bereich. Das A und O bei solchen Sachen ist aber immer mit dem Partner Grenzen und Bedürfnisse zu klären und abzustecken.

Danke dafür :D Muss sowas vorher sehr genau abgeklärt werden?

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