Wie weit hängen Rheuma und die Psyche zusammen - gibt es dazu Untersuchungen bzw. Gedanken?

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8 Antworten

Basler & Rehfisch, 1989 (abstract):

Effekte eines Schmerz- und Krankheitsbewaeltigungsprogramms werden untersucht. Ein standardisiertes Behandlungsprogramm zur Foerderung der Schmerz- und Krankheitsbewaeltigung wurde Mitgliedern von Rheuma-Liga-Selfbsthilfegruppen im Rahmen wohnortnaher Versorgung angeboten. Das Programm zielt eine Selbstkontrolle der Schmerzen an und enthaelt neben progressiver Muskelentspannung imaginative Techniken sowie die Arbeit mit schmerzbezogenen Kognitionen und Strategien der Krankheitsverarbeitung. Als Erfolgskriterien wurden ueber ein Schmerztagebuch erhobene Ratings von Schmerz, Behinderung und Stimmung sowie Frageboegen zur Erfassung des emotionalen Zustandes und der Beschwerden unmittelbar nach Ende der Gruppenbehandlung und nach viermonatiger Katamnese herangezogen. Die Behandlung wurde in vier Gruppen mit insgesamt 33 Rheumakranken durchgefuehrt, bei denen die Diagnosen chronische Polyarthritis, Morbus Bechterew, Arthrose und Wirbelsaeulensyndrome gestellt worden waren. Hinsichtlich der Diagnose parallelisiert wurde eine Kontrollgruppe aus 33 Personen gebildet. Zum Followup-Zeitpunkt konnten folgende Behandlungseffekte im multivariaten Vergleich gesichert werden: Verringerung der Schmerzen, Reduktion der Aengstlichkeit und der Allgemeinbeschwerden sowie der waehrend der Schmerzzustaende auftretenden Beschwerden und der Schlafprobleme. Die nachgewiesene Effektivitaet des Programms ermutigt zu seinem vermehrten Einsatz in der Versorgung Schmerzkranker.

ein buch von Weintraub, 1998, Rheuma - Seelische Gruende und Hintergruende:

Aus aerztlicher Sicht wird ein Ueberblick ueber die psychosomatischen Aspekte rheumatischer Erkrankungen gegeben. Durch ein ganzheitliches Krankheitsverstaendnis soll den Betroffenen zur besseren Bewaeltigung ihrer rheumatischen Beschwerden verholfen werden. - Inhalt: (1) Rheuma, Schmerz und Psyche. (2) Die menschliche Haltung. (3) Der Ruecken. (4) Der Schulter-Arm-Hand-Schmerz. (5) Die Beinschmerzen. (6) Das "Alles-tut-weh-Syndrom". (7) Die aufdeckende, kausale Behandlung. (8) Die Arthritis. (9) Der Morbus Bechterew. (10) Die Arthrose. (11) Angst. (12) Reaktive Depression. (13) Larvierte Depression. (14) Krankheitsgewinn. (15) Der aeltere Rheumapatient und sein Arzt. (16) Rheuma, Sport und Psyche. (17) Kritisches zur Rheumabehandlung. (18) Rheuma und Psyche am Kurort. (19) Arbeitsunfaehig? (20) Rheuma, Liebe und Sex. (21) Selbstkontrolle und Selbstverantwortung. (22) Selbsthilfe.

Vergleich verschiedener Erkrankungen hinsichtlich depressiver symptome von Raith, Hermes & Stocksmaier, 1984:

Ueber eine Untersuchung depressiver Symptome bei chronisch Kranken wird berichtet, an der 392 Herzinfarktpatienten, 221 Patienten mit vegetativ-funktionellen Stoerungen, 301 Rheumakranke, 128 Leberkranke, 102 Patienten mit gastrointestinalen Erkrankungen sowie 136 Gesunde teilnahmen. Die depressiven Symptome wurden mit Hilfe dreier Depressionsfrageboegen sowie des "Freiburger Persoenlichkeitsinventars" erfasst. Dabei erwies sich unter anderem: (1) Kranke waren insgesamt depressiver als Gesunde; (2) Herzinfarktpatienten waren durchschnittlich depressiver als die anderen Patientengruppen; (3) Patienten mit gastrointestinalen Erkrankungen zeigten ebenfalls eine starke Depressionsneigung; (4) bei Patienten mit vegetativ-funktionellen Stoerungen wiesen juengere in staerkerem Masse depressive Merkmale auf als aeltere; (5) kennzeichnend fuer Leberkranke waren unter anderem die Angst, unheilbar krank zu sein, sowie erhoehte Reizbarkeit; (6) Rheumakranke waren weniger depressiv als die anderen Patienten.

ein Buch von Seelbach, Kugler & Neumann, 1994, Rheuma - Schmerz - Psyche:

Inhalt: (A) Rheumatologische und schmerztheoretische Grundlagen. (1) A. Cronenberg und E. Keck: Pathoaetiologie, Diagnostik und Therapie der chronischen Polyarthritis. (2) M. Mahrenholz und H. Zeidler: Der rheumatische Schmerz. Vom Symptom zur Diagnose. (3) M. Zimmermann: Physiologische und pathophysiologische Mechanismen bei chronischen Schmerzen im Bereich des Bewegungssystems. (4) O. B. Scholz: Psychologische Aspekte der Schmerzwahrnehmung. (5) P. Enck: Viszerale Schmerzen. (6) J. Kugler: Psychoneuroimmunologische Forschungsstrategien: Klassische Konditionierung und Stressparadigma. (7) G. Ostkirchen: Physiologische und psychologische Schmerztheorien - Plaedoyer fuer die Entwicklung eigenstaendiger medizin-psychologischer Schmerztheorien. - (B) Krankheitsbewaeltigung. (8) A. Wittenborg, G. Ostkirchen und F. Degner: Krankheitstheorien von Patienten mit Erkrankungen des Bewegungsapparates. (9) G. Leuschner und P. Schneider: Selbsthilfemotivation von Patienten mit chronischer Polyarthritis im gesellschaftlichen Umfeld der ehemaligen DDR. (10) G. Hoermann: Schmerzbewaeltigung bei chronischer Krankheit und Behinderung. (11) H. Seelbach und G. Berthe: Krankheitsverarbeitung und Kontrollueberzeugungen zum Nutzen der Osteoporose-Selbsthilfegruppen. - (C) Medizinpsychologische Therapiekonzepte. (12) W. Neumann: Supervision der therapeutischen Beziehung in der Schmerztherapie. Ueberlegungen und Konzepte. (13) A. Cronenberg: Selbsthilfegruppen im krankengymnastischen Behandlungskonzept der Spondylitis ankylosans und der Postmenopause-Osteoporose. (14) R. Cizske, W. H. Jaeckel und E. Jacobi: Einige Probleme und Loesungsansaetze bei der Evaluation von Schmerzbewaeltigungstrainings bei rheumatischen Erkrankungen. (15) H. Wottawa: Methodische Probleme der Therapieevaluation.

ein Buch von Lieb & von Pein, Der kranke Gesunde. Psychosomatik fuer Betroffene. Verstehen und Heilen psychosomatischer Erkrankungen:

In einem an Patienten gerichteten Ratgeber werden verschiedene Aspekte psychosomatischer Erkrankungen dargestellt. Nach grundlegenden Informationen ueber funktionelle Beziehungen zwischen koerperlichen und seelischen Vorgaengen werden die Erscheinungsformen sowie die Diagnose- und Behandlungsmoeglichkeiten verschiedener psychosomatischer Stoerungen beschrieben. Allgemeine Fragen der Diagnostik und Behandlung werden in gesonderten Kapiteln thematisiert. - Inhalt: (1) Das Problem und die Beteiligten. (2) Was ist Psychosomatik? (3) Was ist Heilung in der Psychosomatik? (4) Unser Nervensystem: Denken mit Gefuehl. (5) Der Schmerz, ein ungeliebter Bote. (6) Die Familie der Organe. (7) Zentrum des Lebens: Lunge und Atmung. (8) Am Puls unserer Zeit: Herz- und Kreislaufbeschwerden. (9) Eine Haupt-Sache: Der Kopfschmerz. (10) Von Auf-stossen bis Durch-fall: Magen- und Darmstoerungen. (11) Wenn der Bewegungsapparat schmerzt: Rheuma. (12) Diagnostik in der Psychosomatik. (13) Symptom in der Familie. (14) Der psychosomatische Heilungsprozess.

Dissertation von Packmohr, 1991:

Moegliche Unterschiede in der Stress- und Aggressionsverarbeitung von zwei Typen von Rheumapatienten, naemlich chronischen Polyarthritikern und Weichteilrheumatikern, werden untersucht. Dazu wurden in Stichproben von je 50 Patienten beider Erkrankungsformen Daten im Rahmen von halbstandardisierten Interviews erhoben. Ausserdem wurde der "Stressverarbeitungsfragebogen" vorgegeben. Die Vermutung, dass Rheuma eine autoaggressive Erkrankung ist, wurde nicht bestaetigt. Andererseits wurde deutlich, dass Weichteilrheumatiker und Polyarthritiker stressbesetzte Situationen unterschiedlich erlebten und dass sie unterschiedlich mit solchen Situationen umgingen. Ausserdem ergaben sich Hinweise auf eine verringerte Frustrationstoleranz und auf Selbstueberforderung bei beiden Gruppen.

ein Buch von Wirsching, 1996, Psychosomatische Medizin. Konzepte, Krankheitsbilder, Therapien:

Vorgestellt wird das theoretische Konzept der modernen psychosomatischen Medizin, das die Wechselwirkungen angeborener und erworbener Faktoren, psychologische Einfluesse und soziale Belastungen bei der Entstehung, beim Verlauf und bei der Bewaeltigung aller Arten koerperlicher Krankheiten beruecksichtigt. Die resultierenden Behandlungsansaetze werden fuer eine Vielzahl von Krankheiten, auch anhand von Fallbeispielen, erlaeutert. - Inhalt: (1) Die Entstehung psychosomatischer Krankheiten. (2) Die Behandlung psychosomatisch Kranker - Moeglichkeiten und Grenzen der psychotherapeutischen Beeinflussung koerperlicher Krankheiten. (3) Erkrankungen des Herzens und des Kreislaufs - Psychokardiologie. (4) Zur Psychosomatik der unterschiedlichen Krebsleiden - Psychoonkologie. (5) Rheuma. (6) Magen- und Darmkrankheiten. (7) Allergie. (8) Resuemee - Psychosomatische Medizin praktisch gemacht.

...das mal als Auszug aus dem "Kenntnisstand". ich hoffe, es ist etwas für dich dabei

Die auf Druck der UNESCO nach 1976 verlangte Kybernetische Medizin bietet bessere Lösungen.

Ein psychische Belastung ruft eine physische Verspannung hervor. Daraufhin wird dasselbe psychische Ereignis stärker wargenommen. Folge Verspannung steigt. Ein Teufelskreis beginnt, bis zur Depression.

Nun muss man den Teufelskreis umkehren. Man entspannt seine Muskulatur. Hat man dazu viel Zeit, erhöht man seine Bewegung und ändert die Ernährung. Will man die Schmerzen schneller weghaben, muss man Entspannungsübungen täglich mehrmals durchführen und die atrophierte Muskulatur kräftigen. Noch schneller, man geht zu einem guten Chiropraktiker und lässt erst einmal die Wirbeläule begradigen. Dann natürlich die Ernährung sofort (nicht morgen!) ändern, erst einmal Schweinefleisch lassen. Fleißig üben.

Louise L. Hay schreibt in ihrem Buch: Gesundheit für Körper und Seele" dazu: Rheumatismus: Fühlt sich schikaniert. Mangel an Liebe. Chronische Verbitterung. Groll.

Ja. Entspannung und Meditation können eine Ganze Reihe von Schmerzerkrankungen mildern. Bei kronischen Erkrankungen kann man auch gute Ergebnisse mit Hypnose erziehlen.

Laut Luise Hay auf jeden Fall!Lies mal ihre Bücher dazu!Ist ganz interessant!Jedes körperliche Leiden hat auch einen phsychischen Grund!

Rheuma macht ziemlich unbeweglich, oder?

Warum sollte das nicht mit der Psyche zusammen hängen?

übrigens ist das einfachste Mittel ausreichend Wasser ohne Kohlensäure trinken - dann werden die Zellen entschlackt, Cholesterin abgebaut, die Nieren und die Leber entgiftet...

was bitte haben cholesterin , die niere und die leber mit rheuma zu tun??? eine gewisse art von fastenkur, kann kurzzeitig helfen die schmerzen zu lindern! betont auf KANN und KURZFRISTIG!

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@Isalein

Wenn du Erkrankungen isoliert betrachtest, hat alles nix miteinander zu tun. Wenn du aber weisst, wie eine Zelle, die genügend versorgt ist, für die Entschlackung des Körpers sorgt, dann weoisst du auch um den Zusammenhang von Niere, Leber Cholesterin und Wasser

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@Raimund1

mag ja richtig sein, aber du stellst rheuma so dar, dass die betroffene person, einfach nur genug wasser trinken muss, dann geht es ihr besser oder sogar gut. und das stimmt nicht..

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Wenn es einem psychisch schlecht geht, verschlimmern sich körperliche Beschwerden. Das ist absolut nicht neu.

Richtig!

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bei entzündlichen rheuma sind die schmerzen primär immer körperlich, aber die psyche kann das ganze noch verschlimmern... bei nicht entzündlichem rheuma, gibt es viele meinungsunterschiede! doch meine ist die, dass es genau das selbe wie beim entzündlichen rheuma ist...

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@Isalein

Ich habe zwar kein Rheuma, kann aber sicher mitreden: Es gibt zahlreiche Krankheiten, die "Schübe" erhalten, wenn man gestresst ist: Allergien, Neurodermitis, Asthma, Reizdarm, Morbus Crohn, Verspannungen bis hin zu Krämpfen, Migräne...

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welche rheuma erkrankung meinst du?

Da gibt es Tausende von Varianten, wer will die unterscheiden. Die richtige Lösung ist immer dieselbe: Ernährung sofort konsequent umstellen und mehr Bewegung. Siehe weiter unter "biokybermetik"

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